Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) stellt die Nutzungsmöglichkeiten mobiler Endgeräte für das Lernen in der Schule und unterwegs vor

Lernen wird mobil: Einsatz von Handys und Tablets im Unterricht

Mobile Learning (Lernen wird mobil): Einsatz von Handys und Tablets im Unterricht

Ob Smartphone oder Tablet-PC: E-Learning wird in Deutschland immer beliebter. Einer Studie des Branchenverbandes BITKOM zufolge hat knapp jeder zweite 14- bis 44-Jährige schon Erfahrungen mit dem digitalen Lernen gesammelt.

Einer der wichtigsten Trends in der E-Learning-Branche ist das Mobile Learning (M-Learning): Aufgrund ihrer technischen Ausstattung werden Mobilgeräte wie Handys und Tablet-Computer zunehmend auch als Lernmedien eingesetzt und ergänzen die Arbeit mit Lehrbuch und PC. Bereits jeder dritte E-Learning-Nutzer (29 Prozent) paukt bereits mit Apps auf dem Smartphone oder anderen mobilen Endgeräten.

Trotz des wachsenden Interesses an M-Learning bleibt der Einsatz von Smartphones & Co. zum Lernen im Unterricht bisher noch die Ausnahme. Oft gilt an Schulen ein klares Handyverbot: Mobiltelefone müssen während des Unterrichts ausgeschaltet sein. Eine bundesweit einheitliche Regelung zur Handynutzung an Schulen gibt es jedoch nicht.

M-Learning als praxisnahe Unterrichtsergänzung

Im Einklang mit der individuellen Schulregelung machen immer mehr Lehrer von den Funktionen der Mobiltelefone und Tablet-PCs im Unterricht Gebrauch. Die interaktiven Anwendungsmöglichkeiten der Mobilgeräte machen den Unterricht für Schüler abwechslungsreicher und steigern ihre Motivation. Fast jedes Schulfach bietet dafür Anknüpfungspunkte.

Vorteile des mobilen Lernens

Das Lernen mit mobilen Endgeräten hat mehrere Vorteile: E-Learning-Apps sind preiswert und zum Teil sogar kostenlos. Zusätzlich bieten sie eine praktische Ergänzung zu den klassischen Unterrichtsmaterialien und können unabhängig von Ort und Zeit eingesetzt werden. Dadurch können Schüler bisher ungenutzte Zeiten, wie zum Beispiel die Fahrt zur Schule, zum mobilen Lernen verwenden. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Lerninhalte in kleine, aufgabenbezogene Schritte unterteilt sind, damit Schüler nicht überfordert werden („Micro-Learning“).

Lern-Apps vereinfachen die Organisation und Recherche

Ob Tafelbilder, Präsentationen oder Stundenpläne – mit interaktiven Programmen können Schüler und Lehrer im Unterricht wichtige Informationen und Arbeitsmaterialien austauschen, Aufgaben bei Vertretungen online stellen oder Tafelbilder an abwesende Schüler weiterleiten. Öffentliche Bibliotheken, die über Apps zugänglich sind, vereinfachen zudem schulische Rechercheaufgaben.

Mobile Anwendungen für verschiedene Fächer und Klassenstufen

Für den Fremdsprachenunterricht bieten sich Vokabeltrainer, Rollenspiele und Texte an. Speziell für den Einstieg in den Sprachunterricht und für Grundschüler wurden anschauliche Vokabeltrainer mit vielen Bildern entwickelt. Diese wirken sich positiv auf den Lernerfolg der Grundschüler aus: Verknüpfen Kinder die Vokabeln gedanklich mit dazu passenden Bildern, prägen sie sich diese leichter ein.

Im Fach Geografie kommen interaktive Kartendaten, webbasierte Klimamodelle oder virtuelle Mikroskope zur Veranschaulichung von Meteorologie und Geologie zum Einsatz. Die Infografiken und Aufgaben können Schüler zu Hause oder in Freistunden bearbeiten und auch für Übungsaufgaben während des Unterrichts verwenden.