John Deere nutzt das Airfield

Traktoren auf der Landebahn

Die Firma John Deere will zwischen November 2014 und Mai 2016 zeitweise das US-Airfield von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin anmieten. Der Konzern plant, den 16 Hektar großen ehemaligen Militärflugplatz in diesem Zeitraum zehn Monate lang für die Vorführung von Landmaschinen zu nutzen. Die Stadt Heidelberg hat das Vorhaben positiv zur Kenntnis genommen.

Jeweils im Frühjahr 2015 und 2016 soll das Airfield im Pfaffengrund vom Landmaschinenhersteller John Deere zu Schulungszwecken genutzt werden. Während dieser Zeit sollen dort bei Produktschulungen Transportfahrten und Feldvorführungen stattfinden. Mit einem Vorlauf zur Vorbereitung der Veranstaltungsreihe erstreckt sich der Mietvertrag in den Jahren 2015 und 2016 jeweils über die Zeiträume 1. Januar bis 31. Mai.

„Die Veranstaltungen dienen dem Zweck, Mitarbeiter unserer Vertriebspartner zu schulen und unsere Produkte unter Praxisbedingungen zu präsentieren“, so Klaus Pajurek, Eventmanager der europäischen John Deere Bereichsleitung. „Die Besucheranzahl beträgt im Rahmen der gesamten Veranstaltung rund 200 pro Woche. Der tatsächliche Betrieb mit Vorführungen wird sich auf wenige Tage unter der Woche beschränken.“ In der Zeit außerhalb der Veranstaltungen von Juni bis Dezember 2015 ist keine konkrete Nutzung der Fläche durch John Deere geplant.

Schon früh nach der Rückgabe des Airfield ging John Deere auf die BImA mit der Nutzungsidee zu. „Zuerst waren wir skeptisch, ob sich dieses Vorhaben auf der Liegenschaft so realisieren lässt. Mittlerweile sehen wir die Nutzung als Chance für das Airfield und die Stadt“, so Bastian Memmeler, Projektmanager für die Konversionsflächen in Heidelberg. John Deere wird neben dem Airfield auch umliegende Hotels für die Veranstaltung nutzen und mit Cateringunternehmen sowie lokalen Schulungs- und Medientechnikanbietern für die Veranstaltungen zusammenarbeiten, so dass auch die Heidelberger Wirtschaft von der Nutzung profitieren wird. „Die Stadt Heidelberg hat das Vorhaben positiv zur Kenntnis genommen. Die zukünftige Entwicklung des Areals wird durch die temporäre Zwischennutzung nicht beeinträchtigt und greift dem dialogischen Planungsprozess nicht vor“,
so Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen.

Bezirksbeiräte informiert

Am 29. Oktober stellten Vertreter der Firma John Deere das Projekt Mitgliedern der Bezirksbeiräte Kirchheim und Pfaffengrund ausführlich vor. Die BImA, John Deere und die Stadt wollen die Öffentlichkeitsvertreter und die Heidelberger Bürgerschaft frühzeitig mit einbinden und umfassend informieren – ganz im Sinne des bisherigen dialogischen Planungsprozesses für die Konversionsflächen in Heidelberg. Nachgedacht wird beispielsweise auch über einen Tag der offenen Tür, bei dem die Öffentlichkeit einen Blick
hinter die Kulissen werfen kann.