Neustadt: Talstraße nach Sanierung für den Verkehr wieder offen

Neustadt an der Weinstraße – Die Sanierung der Talstraße (B 39) zwischen Fröbelstraße und Seilerbahn sowie der angrenzenden Straßen Kohlplatz und Klausengasse ist abgeschlossen. Die Talstraße ist für den Verkehr wieder freigegeben. Die Öffnung der Straße Kohlplatz soll am Dienstag, 19. Dezember, folgen. Dort müssen noch Baucontainer entfernt werden.

Baudezernent Bernhard Adams sagte bei der offiziellen Einweihung am Montagnachmittag, 18. Dezember 2023: „Der Umbau über gut zwei Jahre hinweg war ein Kraftakt. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Anwohnern und den Gewerbetreibenden, für die gute Zusammenarbeit und das gezeigte Verständnis.“

Im ersten Bauabschnitt (Oktober 2021 bis Mai 2022) war die Straße Kohlplatz ab dem Parkplatz in Richtung Talstraße instandgesetzt und gleichzeitig der westliche Gehweg verbreitert worden. Danach wanderte die Baustelle in die Talstraße, wo zunächst zwischen Fröbelstraße und der Straße Kohlplatz gearbeitet wurde. Zuletzt, ab Februar 2023, war der Bereich zwischen dem so genannten „Kleinen Kohlplatz“ und der Gipserstraße an der Reihe. Insgesamt war die Talstraße im Baustellenbereich rund anderthalb Jahre gesperrt.

Im Zuge der Maßnahme hat der Eigenbetrieb Stadtentsorgung Neustadt an der Weinstraße (ESN) die Abwasserkanäle aus dem Jahr 1926 saniert. Die Arbeiten umfassten die Erneuerung des Schmutz- und des Regenwasserkanals sowie der Hausanschlussleitungen vom Hauptkanal. Saniert wurden außerdem die Hauptleitungen der Gas- Wasser- und Stromversorgung. Die Gas- und Wasser-Leitungen stammten aus den Jahren 1960 bis 65. Modernisiert wurde zudem die Straßenbeleuchtung.

Die Talstraße verfügt nun auch in diesem Abschnitt über einen Schutzstreifen für Radfahrer. Die Bushaltestelle „Walter-Engelmann-Platz“ in der Fröbelstraße wurde im Zuge des Ausbaus barrierefrei hergestellt. Hierdurch wird Rollstuhlfahrern, aber auch Rollatornutzern, Eltern mit Kinderwagen oder Reisenden mit Koffern der Ein- und Ausstieg in den Bus erleichtert.

Der gesamte Bereich der Baumaßnahme erhielt zudem Blindenleitplatten für sehbehinderte Menschen. Bei der Wahl des Gehwegpflasters in der Farbe Muschelkalk orientierten sich die Planer an der generellen Gestaltung des Gebiets.

Der „Kleine Kohlplatz“ wird im Frühjahr neugestaltet und bietet zukünftig mehr Aufenthaltsqualität. Es sind Bäume und Staudenpflanzungen vorgesehen, zudem wird es Sitzmöglichkeiten und auch ein Spielgerät geben.

Die bisherigen Parkplätze befinden sich nun zum Teil an der Talstraße. Das kleine Teilstück der Klausengasse am „Kleinen Kohlplatz“ wird zur Stichstraße und kann dann nicht mehr als Durchfahrtsstraße für den Fahrzeugverkehr genutzt werden.

Die Verkehrsregelung in der Hetzelstraße wird nun wieder in den Ursprungszustand – und damit zur Einbahnstraße – zurückversetzt. Die Parkplätze vor der Kita Hetzelstift können dann wieder genutzt werden. Die Buslinie 515 (Afrikaviertel – Hauptbahnhof -Heidenbrunnental) wird am 2. Januar 2024 wieder ihre ursprüngliche Route aufnehmen und die Haltestellen Schütt, Hauptstraße und Walter-Engelmann-Platz bedienen.

Bei dem Projekt handelte es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme von Bund, Stadt, ESN und Stadtwerke. Die Gesamtkosten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Davon bezahlt der Bund für die Fahrbahn (B39) etwa 520.000 Euro sowie für die Gehwege und die Bushaltestelle 263.000 Euro.

Die Straße „Kohlplatz“ und die Klausengasse werden über die Städtebauförderung mit 90 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert. Der Anteil von Stadtwerke und ESN beziffert sich mit rund 1,35 Millionen Euro.

Bereits 2017 wurde die Talstraße zwischen Haupt- und Fröbelstraße saniert, inklusive Neubau des Lidl-Marktes.
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