Frankfurt am Main: Die Polizei-News

Symbolbild Polizei, Bundespolizei © Bundespolizei

Tödliche Schussabgabe

Frankfurt-Gateway Gardens (ots)-(lo) – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in einem Parkhaus im Bereich des „Gateway Gardens“ zu einem Tötungsdelikt mit anschließendem Suizid. Nach bisherigen Erkenntnissen meldete sich ein Anrufer um kurz vor 03.00 Uhr bei der Polizei und teilte mit, dass in einem Parkhaus in der „Jean-Gardner-Batten-Straße“ eine leblose Frau liege.

Die alarmierte Polizeistreife fand vor Ort eine getötete 50-jährige Frau mit
mehreren Schussverletzungen im Oberkörper. Bei der weiteren Absuche des
Parkhauses konnte eine weitere tote Person aufgefunden werden. Es handelte sich
dabei um einen 47-jährigen Mann, der sich augenscheinlich selbst tödliche
Verletzungen zugefügt hatte. In unmittelbarer Nähe des mutmaßlichen Täters
konnte eine Schusswaffe aufgefunden und sichergestellt werden.

Opfer und Täter sollen zudem in der Vergangenheit in einer Beziehung zueinander
gestanden haben. Welche Motivation der Tat zugrunde lag und der genaue
Tathergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Frankfurter
Mordkommission.

Personen, die in diesem Zusammenhang sachdienliche Hinweise zur Tat und zum
Tathergang geben können, werden gebeten, sich mit der Frankfurter
Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069/755-51199 in Verbindung zu setzen.

69-jährige Frau angegangen

Frankfurt-Griesheim (ots)-(fue) – Am Donnerstag 30.03.2023 gegen 18.05 Uhr, kam
eine 69-jährige Frau mit der Straßenbahn in der Mainzer Landstraße, an der
Haltestelle „Jägerallee“, an. Von dort aus begab sie sich mit ihrem Rollator in
die Ernst-Wiss-Straße.

Hier, in Höhe des Anwesens Nummer 9, ergriff sie unvermittelt ein unbekannter
Täter am Arm, sprühte ihr eine unbekannte Flüssigkeit ins Gesicht und schlug ihr
anschließend noch dreimal mit der Faust ins Gesicht. Anschließend zog er noch
verschiedene Zettel aus der Einkaufstasche der Geschädigten und warf diese auf
den Boden.

Mit den Worten „Ich ziehe ein Messer“ entfernte sich der Täter in unbekannte Richtung. Die Geschädigte wurde durch die Tat leicht verletzt und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden.
Wie die 69-Jährige später noch ausführte, sei ihr der Täter bereits in der Straßenbahn durch sein aggressives Verhalten aufgefallen.

Beschrieben wird der Mann als blond, mittellange Haare, mit auffallend dickem
Bauch. Trug eine schwarze Jogginghose und tarnfarbene Oberbekleidung mit Kapuze,
ähnlich einer Militärbekleidung.

Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Täter bzw. zum
Geschehensablauf geben können. Diese werden gebeten, sich mit dem 16.
Polizeirevier unter der Telefonnummer 069-75511600 in Verbindung zu setzen.

Fahrzeugbrand

Frankfurt-Eckenheim (ots)-(fue) – Am Donnerstag 30.03.2023 gegen 16.40 Uhr,
meldete sich ein Zeuge telefonisch beim 12. Polizeirevier und gab an, dass er
gerade zu Fuß im Bereich des Feldweges Viehtrieb unterwegs gewesen sei, wo ihm
zwei Jugendliche begegneten, die von einem dortigen Grundstück kamen und in
Richtung der Gießener Straße wegrannten.

Kurz darauf konnte er einen lauten Knall wahrnehmen und sehen, wie ein auf besagtem Grundstück abgestelltes Klein-Kfz (bis 25 km/h) in Flammen aufging. Der dabei entstandene Sachschaden beziffert sich auf etwa 5.000 EUR, Personen wurden nicht verletzt.

  • Der Zeuge beschreibt die beiden Jugendlichen als 13-14 Jahre alt. Einer hat eine
    breite Nase und war bekleidet mit einem hellgrauen Anorak und einer Jeanshose.

Zeugen, die in diesem Zusammenhang sachdienliche Hinweise geben können, werden
gebeten, sich unter der Rufnummer 069-75551599 n die Frankfurter Polizei zu
wenden.

Top vorbereitet in den Osterurlaub fliegen

Frankfurt/Main (ots) – Der Frühling hat begonnen, Ostern steht vor der Tür! Die Lust am Verreisen steigt. Das große Interesse an Flugreisen ist für alle Beteiligten an den Flughäfen, z.B. an den Check-in Schaltern oder den Luftsicherheits- und Grenzkontrollstellen eine große Herausforderung. Kurzum: Es könnte, insbesondere zu den Peak-Zeiten, sehr voll werden.

Helfen Sie unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Beachten Sie folgende Hinweise:

Informieren Sie sich vorab über die derzeitige Situation an den Flughäfen. Nutzen Sie hierzu die Webseiten der Flughafenbetreiber und auch die Social-Media-Kanäle der Bundespolizei. Prüfen Sie vor Ihrem Reiseantritt bitte unbedingt, ob Ihre Reisedokumente (Reisepass oder Personalausweis) oder andere für die Rückkehr nach Deutschland erforderliche Dokumente noch gültig sind.

Für die Grenzkontrolle gilt:

Für eine schnelle und reibungslose Grenzkontrolle, sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausreise, ist es darüber hinaus sehr wichtig, dass

  • Sie Ihre Reisedokumente (Reisepass oder Personalausweis) und alle anderen ggf. erforderlich Unterlagen griffbereit haben.
  • Keine weiteren Dokumente oder andere Sachen im Reisepass liegen und keine Schutzhüllen verwendet werden.

Sofern Sie Staatsangehöriger der Europäischen Union und mindestens 12 Jahre alt sind, nutzen Sie an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München und Stuttgart das teilautomatisierte System EasyPASS für die Grenzkontrolle.
Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.easypass.de.

Mann von Bahn erfasst

Frankfurt-Innenstadt (ots)-(dr) – Am gestrigen Donnerstag 30. März 2023, kam es am
S-Bahnhof an der Hauptwache zu einem Vorfall, bei dem ein 71 Jahre alter Mann
von einer S-Bahn erfasst und tödlich verletzt wurde. Gegen 20.05 Uhr stand eine S-Bahn am Bahnhof Frankfurt-Hauptwache auf Gleis 3 mit dem Fahrtziel Friedberg.

Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die Türen für die Weiterfahrt bereits verriegelt, als ein 71-jähriger Mann an die Bahn herantrat und offenbar zusteigen wollte. Zu diesem Zeitpunkt fuhr die Bahn los.
Der Mann geriet zwischen die Bahn und den Bahnsteig in das Gleisbett. Dabei
erlitt er so schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort verstarb.

Das Bahngleis wurde in der Folge abgesperrt und der Bahnverkehr angehalten. Es
kam zu Beeinträchtigungen des ÖPNV. Die Ermittlungen deuten auf ein
Unfallgeschehen ohne Fremdeinwirkung hin.

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der
Frankfurter Polizei unter 069/755-10100 in Verbindung zu setzen.

Starke Rauchentwicklung sorgt für zahlreiche Notrufe

Feuerwehr Frankfurt (ots)-(am) – Etliche Notrufe gingen am Donnerstag 30.03.2023 gegen 16:45 Uhr in der Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt am Main ein. Die Anrufer meldeten eine dichte schwarze Rauchwolke im Bereich von Preungesheim. Eine genaue Örtlichkeit war zu Beginn jedoch nicht zu ermitteln.

Die alarmierten Feuerwehrkräfte konnten die Brandstelle dann auf einem Gartengrundstück zwischen der Sigmund-Freud-Straße und der Niederbornstraße in Preungesheim ausfindig machen.
Es brannte Unrat und ein geschwindigkeitsreduziertes Elektromobil, wie es beispielsweise von Senioren genutzt wird. Die daran verbauten Materialien aus Kunststoff und Gummi sorgten für eine starke Rauchentwicklung. Die Einsatzkräfte konnten die Überreste ablöschen.

Über Brandursache und Schadenhöhe liegen keine Erkenntnisse vor.
Die Polizei ermittelt.

Schockanruf erfolgreich

Frankfurt/Schwalbach (ots)-(mk) – Am Donnerstag wurde ein Mann aus Taunusstein Opfer von Trickbetrüger, wobei der Senior um eine größere Geldsumme und Wertsachen
gebracht wurde. Im aktuellen Fall meldeten sich die Betrüger per Telefon bei dem
Geschädigten und gaben vor die Tochter zu sein, die ein Mädchen auf einem
Fahrrad totgefahren habe.

Als die erste Nachfrage seitens des Taunussteiners erfolgte wurde das Telefon weitergereicht und dem Senior vorgespielt, dass eine Polizeibeamtin am Telefon sei. Durch diese wurde dem Geschädigten mitgeteilt, dass gegen die Tochter aufgrund der Tat eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben worden wäre und nun eine Kaution von mindestens 80.000EUR gezahlt werden müsse.

Im sich nun anschließenden mehrstündigen Gespräch wurde der Senior schließlich dazu gebracht mit mehreren 10.000EUR Bargeld sowie diversen Uhren und Goldbarren nach Frankfurt am Main zu fahren und diese dort in der Heiligkreuzgasse an einen vermeintlichen Abholer zu übergeben.

Nach der Übergabe meldete sich der Geschädigte beim Polizeipräsidium Westhessen, da durch die Betrüger zuvor geschildert wurde, dass sich die Tochter dort im Gewahrsam befinde und nach der Übergabe abgeholt werden könne. Im Rahmen des Anrufs fiel der Betrug dann auf.

Der Abholer wurde durch den Senior als männlich mit untersetzter Statur
beschrieben. Er soll ca. 1,70m groß und ca. 36 bis 37 Jahre alt gewesen sein
sowie schwarze, kurze Haare, einen schwarzen, gepflegten Vollbart und dunkle
Augen gehabt haben. Er sprach mit einem ausländischen Akzent. Bei der Übergabe
trug er laut dem Senior einen dunklen Pullover und eine dunkle Jeanshose. Er
soll ein Handy (kein Smartphone) mitgeführt haben.

Die Polizei rät misstrauisch zu sein, sobald angebliche Verwandte sich, egal
über welches Medium, melden, und um Geld bitten. Ganz besonders sollte dieses
Misstrauen erfolgen, wenn es in der Vergangenheit noch nie zu einer solchen
Bitte kam und zusätzlich die Übergabe nicht direkt an die Person persönlich
erfolgen soll. Des Weiteren wird die Polizei sich niemals bei einem Angehörigen
melden und um eine Kaution bitten. Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen fremde
Personen. Sprechen Sie zuerst mit Freunden oder Verwandten über die Situation.
Sensibilisieren Sie Ihre Familienmitglieder bzgl. der Betrugsmaschen und
kontaktieren Sie im Zweifelsfall immer die Polizei!

Für Rückfragen steht die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westhessen unter der
Rufnummer 0611/ 345-1041 zur Verfügung.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2022 der Frankfurter Polizei vorgestellt

Frankfurt (ots) – (di) Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Polizeipräsident
Stefan Müller am heutigen Morgen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des
Polizeipräsidiums Frankfurt am Main für das Jahr 2022 vor.

Gemeinsam mit dem Leiter des Abteilungsstabes, Herrn Marco Weller, und dem Leiter der Kriminaldirektion, Herrn Viktor Lekic, führte der Polizeipräsident zu
Kriminalitätsentwicklung und Kriminalitätsschwerpunkten im Zuständigkeitsbereich
des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main aus.

Da während der beiden vergangenen Jahre, aufgrund der andauernden Pandemie,
besondere Rahmenbedingungen vorherrschten und die Kriminalitätsbelastung in
vielen Bereichen geringer war als in den Jahren zuvor, galt es, in diesem Jahr
vor diesem Hintergrund einen genaueren Blick auf die Entwicklung der
Kriminalität zu werfen.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde ein Anstieg der Fallzahlen um 12.598
Fälle auf insgesamt 109.047 Straftaten (+13,1%) registriert. Gemessen am
vorpandemischen Straftatenaufkommen ist die Fallzahl um 4,7% gesunken (2019:
114.421 Fälle). Auch die Häufigkeitszahl, die Anzahl der registrierten
Straftaten pro 100.000 Einwohnern, liegt mit 14.363 niedriger als im Jahr 2019
(15.194) und damit auch unterhalb des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre.

Kernaussagen

  • Anstieg der Fallzahlen im direkten Vergleich zum Vorjahr um
    12.598 Fälle auf insgesamt 109.047 Straftaten (+13,1%)
  • Gesamtzahlen insgesamt auf annähernd gleichem Niveau wie vor der
    Corona-Pandemie – im 10-Jahres-Vergleich weiter abnehmende Tendenz
  • Fallzahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl auf historischem Tiefstand
  • Straftaten gegen das Leben auf Vor-Pandemie-Niveau
  • Ein Großteil der gefährlichen und schweren Körperverletzungen
    findet im öffentlichen Raum statt, zwei von drei Taten wurden aufgeklärt
  • Mehr Fälle im Bereich der Straßenkriminalität (Straßenraub,
    Taschendiebstahl, sexuelle Belästigung)
  • Vermehrt Angriffe auf Angehörige der LSBTIQ*-Szene
  • Starker Anstieg der Straßenkriminalität im Bahnhofsgebiet und
    merklicher Zuwachs bei der Verwendung von Waffen

WED

Besonders hervorzuheben ist die überaus positive Entwicklung im Bereich des
Wohnungseinbruchdiebstahls. Entgegen dem allgemeinen Hessentrend sanken die
Fallzahlen in Frankfurt auch im vergangenen Jahr. Der Wohnungseinbruchsdiebstahl
erreichte damit seit Beginn der bundeseinheitlichen Erfassung im Jahr 1971 einen
historischen Tiefstand. Mit 702 registrierten Fällen gingen die Straftaten im
vergangenen Jahr nochmals um 2,9% zurück.

Die anhaltende rückläufige Entwicklung im Polizeipräsidium Frankfurt am Main bestätigte sich auch im Jahr 2022. „Dieses Ergebnis ist besonders vor dem Hintergrund der zunehmenden Stadtbevölkerung erwähnenswert. Während 1971 noch jede 166. Wohnung Gegenstand eines Einbruchs war, ist es heutzutage nur noch jede 584. Wohnung. Der in den höchstpersönlichen Lebensbereich der Opfer eingreifende Deliktsbereich hat für die Polizei weiterhin eine hohe Priorität und die Zahlen verdeutlichen, dass die hier unternommenen Anstrengungen in konzeptioneller und personeller Sicht weiterhin Wirkung zeigen“, so Kriminaldirektor Viktor Lekic.

Straftaten gegen das Leben

Mit 83 Fällen liegen die Straftaten gegen das Leben 38 Fälle über dem Vorjahres-
und fünf Fälle über dem vorpandemischen Niveau. Der deutliche Anstieg ist in
Teilen auch der statistischen Nacherfassung von Delikten aus dem Vorjahr
geschuldet. Eine Veränderung des tatsächlichen Kriminalitätsgeschehens fand
nicht statt. Bei gut 70% der Fälle handelte es sich um Versuche. Die Opfer
standen in den meisten Fällen in einer Vorbeziehung mit den Tätern.

Straßenkriminalität

61,3% der gesamt registrierten Fälle der gefährlichen und schweren
Körperverletzung wurden im öffentlichen Raum begangen. Das entspricht 1.787 von
insgesamt 2.916 erfassten Straftaten. Ein Großteil von diesen Taten (33,6%)
wurde hierbei im Bereich des Bahnhofsgebietes verübt.

Die Fallzahlen beim Taschendiebstahl sind um 54,9% Prozent angestiegen.
Insgesamt wurden 2.739 Fälle registriert. In diesem Deliktsbereich sind nach wie
vor spezialisierte Fahnder im Einsatz, was dazu geführt hat, dass die
Aufklärungsquote in diesem Phänomenbereich seit 2019 kontinuierlich gesteigert
wurde.

Auch bei der Raubkriminalität sind mehr Fälle zu verzeichnen. Mit 713 Delikten
liegt die erfasste Kriminalität 42,6% über dem Vorjahreswert. Die Stadtteile mit
dem größten Personenaufkommen zur Nachtzeit waren stark belastet, wobei sich das
Bahnhofsgebiet, die Konstablerwache, die Zeil sowie Alt-Sachsenhausen hierbei
als Tatschwerpunkte herausstellten.

Nach Ende der Pandemie stiegen auch die Fälle der sexuellen Belästigung an.
Insgesamt wurden hier 217 Fälle erfasst, was einem Zuwachs von 29,2% im
Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nicht alle Delikte finden direkt auf der
Straße statt, doch überwiegend im öffentlichen Bereich. Der Schwerpunkt liegt
hierbei in der Innenstadt.

LSBTIQ*-feindliche Straftaten

Im Jahr 2022 kam es an den Wochenenden im Bereich um die Zeil wiederholt zu
verbalen und körperlichen Angriffen auf Angehörige der LSBTIQ*-Community.
Insgesamt wurden 38 Fälle erfasst. Das entspricht einer Steigerung von 22 Fällen
im Vergleich zum Vorjahr. In den überwiegenden Fällen handelte es sich um
Körperverletzungsdelikte (19 Fälle) und Beleidigungen (8 Fälle).
Polizeipräsident Müller führte hierzu aus: „Als Reaktion auf die Vorkommnisse
haben wir Maßnahmen zum Schutz der Szene initiiert und stehen im engen Austausch
mit den jeweiligen Interessensvertretern der Community, um die gemeinsame
Vertrauensbasis weiter zu stärken. Dies führt zu einer Erhellung des
Dunkelfelds, denn es ist unsere Aufgabe, die Rechte aller Bürgerinnen und Bürger
zu schützen – egal welcher Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexuellen
Orientierung oder sexuellen Identität sie angehören.“

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Die Gewalt gegen Einsatzkräfte bewegte sich im vergangenen Jahr weiterhin auf
einem hohen, aber gleichbleibenden Niveau. Insgesamt wurden 727 Fälle
registriert, was einem Anstieg von 24 Fällen im Vergleich zum Vorjahr
entspricht.

Bahnhofsgebiet

Im Bahnhofsgebiet sind die Fallzahlen um mehr als ein Fünftel von 7.925 auf
9.605 Fälle gestiegen. Im Bereich der Körperverletzungen stieg die Zahl der
Straftaten um 30,2% auf insgesamt 1.079 Delikte. Der Taschendiebstahl hat sich,
diesem Trend folgend, im Vergleich zum Vorjahr auf 863 Fälle nahezu verdoppelt.
Und auch der Straßenraub im Bahnhofsgebiet liegt mit 342 registrierten Fällen
65,2% über dem Vorjahresniveau.

Seit 2015 ist eine steigende Tendenz der Fallzahlen im Bahnhofsgebiet zu
erkennen. Der Leiter des Abteilungsstabs, Marco Weller, erklärte den Zuwachs des
letzten Jahres wie folgt: „Die Zündschnur scheint bei vielen kürzer geworden zu
sein. Wir beobachten gerade in der Öffentlichkeit, dass die letzten beiden Jahre
mit eingeschränkten Sozialkontakten mutmaßlich negativ auf die Fähigkeit gewirkt
haben, Konflikte verbal und gewaltfrei zu lösen. Das Bedürfnis, die
Pandemiejahre nachzuholen, scheint zudem zu einer Enthemmung und zu einem
intensiveren Ausleben geführt zu haben.“

Ein geringer Teil des Anstiegs ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass die
Verdopplung der polizeilichen Präsenz mehr Möglichkeiten bietet, die Polizei
anzusprechen, unmittelbar Strafanzeige zu erstatten und Fahndungshinweise
mitzuteilen.

Der regelmäßige Einsatz von zusätzlichen Unterstützungskräften der Hessischen
Bereitschaftspolizei seit September des vergangenen Jahres hat bereits dazu
geführt, dass das Niveau der Fallzahlen im Bereich des Straßenraubes sukzessive
gegen Jahresende gesenkt wurde und im Dezember bereits unterhalb des
Vorjahresniveaus lag.

„Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist eines unserer Kernthemen. Daher gilt
es, an die bisherigen Anstrengungen anzuknüpfen, die polizeiliche Präsenz im
öffentlichen Raum aufrecht zu erhalten sowie die potentiellen rechtlichen und
taktischen Möglichkeiten zur Kriminalitätsbekämpfung auszuschöpfen.“ so Stefan
Müller.

Der Polizeipräsident stellte während der Pressekonferenz die Anzahl der
Waffendelikte des Jahres 2022 im Bahnhofsgebiet vor. Demnach stiegen Delikte
unter Verwendung von Waffen deutlich von 239 auf 334 Straftaten an. Große
Zuwächse waren bei der Körperverletzung mit Waffen (107 in 2021 auf 182
Straftaten in 2022) und bei Raubdelikten mit Waffen (von 35 auf 61 Delikte) zu
verzeichnen. 98 der 334 Fälle fanden unter der Verwendung von Messern (2021: 102
Straftaten) statt. Bei der Verwendung von Reizstoffsprühgeräten (Pfefferspray)
haben sich die Fallzahlen nahezu verdoppelt (109 in 2021 zu 201 in 2022).

Vor dem Hintergrund der präsentierten Ergebnisse resümierte Polizeipräsident
Müller, dass das letzte Jahr aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
ein sehr besonderes Jahr gewesen sei. Das Auslaufen der Pandemie habe deutliche
Spuren in der Polizeilichen Kriminalstatistik hinterlassen. Die Anstiege in den
Bereichen Straßenraub, Taschen-/Trickdiebstahl und Körperverletzung seien
überproportional und im Bahnhofsgebiet besonders ausgeprägt. Die Frankfurter
Polizei habe ihre Präsenz im Bahnhofsgebiet deutlich verstärkt und sei
mittlerweile an jedem Wochenende mit zusätzlichen Einsatzkräften nicht nur in
Alt-Sachsenhausen, sondern auch dem Regenbogenviertel unterwegs. Die
Corona-Pandemie habe im Bahnhofsgebiet zu einer stärkeren Verelendung und in
Kombination mit dem hohen Straftatenaufkommen, auch unter Verwendung von Waffen,
zu einer besonderen Problemlage geführt. Um diesen Phänomenen entgegenzuwirken,
sprach sich der Polizeipräsident erneut für die Einrichtung einer
Waffenverbotszone im Bahnhofsgebiet und die Modernisierung beziehungsweise
Installation von Videoschutzanlagen an den, angelehnt an den
Stadtverordnetenbeschluss aus dem Jahr 2018, festgelegten Standorten aus. Beide
Maßnahmen stellten sinnvolle Ergänzungen der polizeilichen Konzepte dar und
seien mit Blick auf die UEFA Euro 2024 aus Sicht der Polizei wichtige
Sicherheitsbausteine.

Weitere Übersichten zur PKS 2022 der Frankfurter Polizei finden Sie unter:
https://ppffm.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Statistik/


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