Karlsruhe: Die Welt des unabhängigen Kinos trifft sich bei den INDEPENDENT DAYS 2021

Karlsruhe – Zum 21. Mal wird Karlsruhe wieder zur Schaubühne des unabhängigen Arthaus-Kinos. An fünf Festivaltagen werden im Filmtheater SCHAUBURG 140 Kurz- und Langfilme aus 45 Ländern gezeigt. Am Donnerstag, 23. September 2021, werden im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien zudem zwei Filmprogramme mit experimentellen Kurz- und Langfilmen zu sehen sein, die im Rahmen des Labels Karlsruhe – UNESCO Creative City of Media Arts präsentiert werden.

Der Fokus der INDEPENDENT DAYS als Träger des EFFE-Labels der EU (Europe for Festivals – Festivals for Europe) liegt auf europäischen Filmen. Darüber hinaus wird in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung ein Fokus auf Indien mit dem Kurzfilmprogramm „Indian Shorts“ (Donnerstag, 23.09., 21:00 Uhr) sowie auf Afrika gelegt. Kuratiert wurde das afrikanische Filmprogramm „African Shorts“ (Sonntag, 26.09., 21:15 Uhr) in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Kampala/Uganda und dem Ngalabi Shortfilm Festival.

Wie in den Vorjahren wird ein zentrales Element des Programms der Publikumspreis stehen. In den sechs Vorrundenblöcken entscheiden die Zuschauerinnen und Zuschauer, welcher Kurzfilm aus dem jeweiligen Programmblock in das Finale am Samstagabend, 25. September 2021, 19:00 Uhr, einziehen wird. Das Publikum dieses Finales entscheidet dann darüber, welcher Kurzfilm den Filmpreis der Stadt Karlsruhe gewinnen wird.

Die Vorrundenblöcke des Publikumswettbewerbs laufen von Mittwoch bis Freitag, darunter „Publikumspreis 1: Lost Souls“ (22.09., 19:00 Uhr), „Publikumspreis 2: Relationships“ (22.09., 21:15 Uhr), „Publikumspreis 3: Dreaming for a better Life“ (23.09., 19:00 Uhr), „Publikumspreis 4: Free Speech“ (23.09., 21:15 Uhr), „Publikumspreis 5: Comic Sans“ (24.09., 19:00 Uhr) sowie „Publikumspreis 6: Dark Comedy“ (24.09., 21:15 Uhr).

Zudem sind wieder zahlreiche thematische Programmblöcke im Programm, zum Beispiel in Kooperation mit dem Ludwigsburger Partnerfestival NaturVision am Donnerstag, 23.09., um 16:45 Uhr „All about Climate“ mit nachhaltigen Kurzfilmen. „INDIERAMA Documents zeigt Dokumentar-Kurzfilme am Freitag, 24.09., 16:45 Uhr, und natürlich darf mit „Nachtschicht“ auch das beliebte Horrorfilm-Nachtprogramm am Freitag, 24.09., um 23:15 Uhr nicht fehlen.

Im Programm „Roads“ am Sonntag, 26.09., 12:15 Uhr, geht es um verschiedene Lebenswege, die sich kreuzen. Und im Anschluss um 14:30 Uhr zeigen Filmemacher in „Corona-Diaries“, wie sie sich filmisch mit der Pandemie auseinandergesetzt haben. Am Abend des letzten Festivaltages läuft noch das Kurzfilmprogramm mit den wohl meisten Kurzfilmen: Denn beim „Short Shortfilm Award“ (26.09., 19:00 Uhr) werden Filme gezeigt, die ein Länge von fünf Minuten nicht überschreiten dürfen. Hier wird zu sehen sein, mit wie viel Kreativität in kürzester Zeit eine Geschichte erzählt werden kann.

Auch einige Langfilme werden in diesem Jahr zu sehen sein, zum Beispiel der albanische Eröffnungsfilm des Festivals „The Unfinished Portrait of Klara Bellini“ (22.09., 14:30 Uhr). Der Film erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe im kommunistischen Albanien. „Qazi“ (23.09, 14:30 Uhr) ist ein Flüchtling aus Pakistan, der in Deutschland sein Glück versucht. Der Dokumentarfilm „Mit eigenen Augen“ (24.09., 14:30 Uhr) beobachtet die tägliche Arbeit der Redaktion des renommierten deutschen politischen TV-Magazins Monitor, das seit seiner Erstausstrahlung vor 55 Jahren für seinen investigativen, meinungsbildenden und oft polarisierenden Journalismus bekannt ist.

Seit die Liebe seines Lebens, Lizzie Reardon, zu einer humanitären Mission nach Nigeria aufgebrochen ist und sich nie wieder gemeldet hat, liegen Nicks Herz und Idealismus in Trümmern. Der kanadische Beitrag „Fall Back Down“ läuft am 25.09., 14:30 Uhr. Nach einer schrecklichen Tragödie in ihrem Leben zieht Vera von Moskau in eine kleine Stadt, in der sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort beginnt Vera, in einem örtlichen Club Kinder in „Animation“ (25.09., 16:45 Uhr) zu unterrichten.

Paul Keller lebt im Nachkriegsjahr 1952 in einer zerbombten Stadt. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, seine Mutter ist nicht mehr da. Eines Tages findet Paul die Vermisstenanzeige eines jungen Mädchens. Doch zweifelt die Polizei daran, dass er dieses tatsächlich kennt. Die deutsche Produktion „Paul Keller – Stille im Schrei“ zeigt die Welt einer traumatisierten deutschen Nachkriegsgesellschaft zu Beginn der Wirtschaftswunderzeit und ist am 25.09., 23:15 Uhr zu sehen.

Es ist nun schon sieben Jahre her, dass Frederic mit seiner Familie einen Sommerurlaub verbracht hat. Dieses Jahr ist er fest entschlossen, ihnen endlich wieder eine unvergessliche Reise zu bieten. Doch möchte ihm sein Chef die Überstunden nicht ausbezahlen, sodass Frederic eine Lösung braucht, um den Urlaub finanziert zu bekommen. Die lockere französische Komödie „Holidays At All Cost“ (26.09., 16:45 Uhr) wird in Kooperation mit dem Centre Culturel Franco Allemand gezeigt.

Der Höhepunkt der INDEPENDENT DAYS ist wie gewohnt die Award Gala am Samstag, 25.09., 21:15 Uhr). Ausgelobt sind zehn Filmpreise im Wert von 12.000 Euro, darunter die beiden Hauptpreise des Festivals, der mit 2.500 Euro dotierte Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe und der mit 1.500 Euro dotierte Filmpreis der Stadt Karlsruhe, mit dem auch wieder eine KARLINA-Trophäe der Majolika Karlsruhe verbunden ist.

Weitere Preise sind der Newbie-Award, gestiftet von der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, der FEMALE-Award, gestiftet von der Stadt Karlsruhe, und der INDIE-Award, gestiftet von der IAVF GmbH. Diese Awards sind jeweils mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert. Mit jeweils 500 Euro dotiert sind der Best Short Shortfilm Award, gestiftet von den Badischen Neuesten Nachrichten und der Best Actor Award für die beste Hauptdarstellerin sowie den besten Hauptdarsteller, gestiftet von der VOLLACK Gruppe. Weiterhin ausgelobt sind der Film Music Composer Award sowie der Underground Film Award DIE KLEINE ID.

Neben den Filmprogrammen sind die INDEPENDENT DAYS auch immer eine Netzwerk-Plattform für Filmschaffende. Daher wird es auch wieder verschiedene Formate geben, in welchem sich Filmemacherinnen und Filmemacher untereinander und mit dem Publikum austauschen können. Als Teil des in diesem Jahr gestarteten Interreg-Programms CinEuro wird hier auch die Oberrhein-Region sowie die Großregion mit Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Luxemburg, Belgien und die Region Grand Est mit all ihren Produktionsmöglichkeiten in den Fokus gerückt.


www.independentdays.de


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