Ludwigshafen: Stadtnotizen 06.08.2021

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Harald Sauer erhält Karl-Foerster-Anerkennung

„Auch ein kleiner Garten ist eine endlose Aufgabe.“ Das hat Gartenschriftsteller und Staudenzüchter Karl Foerster (1874-1970) einst behauptet. Man möge sich das gärtnerische Ausmaß an Arbeit dann erst einmal für eine 23 Hektar große Grünfläche vorstellen. Genau die aber hegt und pflegt Harald Sauer, der Chefgärtner des Ebertparks, der sich mit seinen herausragenden Staudenpflanzungen im Ludwigshafener Kleinod, aber auch im Eingangsbereich des Hauptfriedhofs sowie beim angrenzenden Verwaltungsbau des WBL, Bereich Grünflächen und Friedhöfe, verdient gemacht hat. Durch seine Arbeit ist es Sauer in den letzten zehn Jahren gelungen, dass Ludwigshafen in den Fachkreisen als Mekka zeitgemäßer Pflanzenverwendung bekannt wurde. Dieses Engagement wird die Karl-Foerster-Stiftung für angewandte Vegetationskunde am Samstag, 14. August 2021, von 15 bis 17 Uhr im hack-museumsgARTen des Wilhelm Hack Museum (WHM) mit der Verleihung der Karl-Foerster-Anerkennung in Ludwigshafen würdigen, um eine Signalwirkung für mehr qualitatives Grün auch in andere Städte auszusenden. Gewürdigt werden auf diese Weise besondere Leistungen in der Pflanzenverwendung und deren Beitrag zur Aufwertung der Stadt-, Natur- und Kulturlandschaft.

Der Ablauf: Nach der Begrüßung durch den Beigeordneten und Kämmerer Andreas Schwarz sowie Dr. Jeong-Hi Go, die Vorsitzende des Kuratoriums der Karl-Foerster-Stiftung, wird Prof. Norbert Kühn, Leiter des Fachgebiets Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung am Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TU Berlin, eine kurze Einführung zur Karl-Foerster-Stiftung und der Auszeichnung geben. Im Anschluss werden Preisträger Harald Sauer und die Leiterin des Bereichs Grünflächen und Friedhöfe des WBL, Gabriele Bindert, einen Einblick in die Grünlandschaft der Stadt Ludwigshafen geben, ehe Gartenbauwissenschaftler Prof. Bernd Hertle einen Fachvortrag zur Pflanzenverwendung hält. Laudator Prof. Cassian Schmidt, Landschaftsarchitekt und Staudengärtnermeister, wird im Anschluss die besondere Bedeutung der Stadt Ludwigshafen im Hinblick auf die Pflanzenverwendung als Grundlage der Auszeichnung aufzeigen und dann Harald Sauer die Auszeichnung verleihen. Bei einem Empfang klingt der Nachmittag im hack-museumgArten des WHM aus.

Der Hintergrund:
Abwechslung und Artenvielfalt, beides zeichnet den Ebertpark aus. Darüber war sich auch die Preis-Jury der Karl-Foerster-Stiftung einig. Nicht nur durch ein wechselndes Farbenspiel der Bepflanzung, sondern auch durch deren Strukturen, Texturen, Blütengrößen, Blütenformen und ihrer Robustheit hat Harald Sauer sehenswerte Pflanzengemeinschaften geschaffen. „Seit seiner Eröffnung im Jahr 1925 trägt der Ebertpark schon den Beinahmen ‚grüne Oase Ludwigshafen‘ und dass sich dieses Kleinod über die Jahre zum Naherholungsgebiet gemausert hat, das haben wir nicht zuletzt Harald Sauer zu verdanken“, ist sich Bereichsleiterin Gabriele Bindert sicher. Ab November 1924 wurde der Ebertpark damals innerhalb weniger Monate aus Altrheintümpeln, den so genannten „Schnakenlöchern“, geschaffen und schon ein halbes Jahr später im Rahmen der „Süddeutschen Gartenbau-Ausstellung“ eröffnet. Heute gibt es neben der Minigolf-Anlage, der Bolz- und Spielplätze wundervolle großflächige Staudenpflanzungen, einen Rosengarten und viele andere Schmuckbeete.

Lob gibt es auch von Karl-Foerster-Stiftungsmitglied Prof. Cassian Schmidt: „So perfekt gestaltete und vor allem so gut gepflegte Staudenpflanzungen im öffentlichen Grün mit einer so unglaublichen Kreativität und Innovationskraft suchen in Deutschland ihresgleichen.“ Der Holländer Piet Oudolf, der derzeit wohl bedeutendste und weltberühmte Pflanzendesigner, war 2020 extra nach Ludwigshafen gereist, um Harald Sauer zu treffen und sei begeistert gewesen“, so Schmidt weiter.

Denn in Ludwigshafen hat man sich weitestgehend von kosten- und pflegeaufwendigen Wechselflorpflanzungen verabschiedet. Chefgärtner Harald Sauer nutzt den Ebertpark als Teststation. Was hier funktioniert findet auch auf anderen Grünflächen der Stadt Anwendung. Dabei haben in den letzten heißen Sommern vor allem trockenverträgliche Pflanzen die Aufmerksamkeit des Chefgärtners geweckt. Denn weil der Wasserbedarf der Anlagen rapide gestiegen war, sollte es hier eine ökologische Wende geben, ohne die Grünflächen zu vernachlässigen oder austrocknen zu lassen. Mit seinen Pflanzen den Puls der Zeit zu treffen, sich an die Gegebenheiten anzupassen und immer wieder Neuland zu betreten, das hat sich Harald Sauer von Gärtner und Züchter Karl Foerster abgeschaut, der mit seinen winterharten Blütenstauden die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hatte.

Mit der Auszeichnung wird daher zusammengeführt, was längst zusammengehört: Die Grundhaltung Sauers und Foersters, sich immer weiter entwickeln zu wollen. Nach Karl Foerster hat jeder, der mit seinem Garten zufrieden ist, diesen nicht verdient, da ein Garten nie fertig ist.


Ignorierte Anleinpflicht mündet in Platzverweis

Der Kommunale Vollzugdienst (KVD) hat am Donnerstagnachmittag, 5. August 2021, einen Mann des Stadtparks verwiesen, welcher der mehrmaligen Aufforderung seine Hunde anzuleinen, nicht nachkam. Bei einem Streifgang über die Parkinsel sahen die Einsatzkräfte den 31-Jährigen gegen 15 Uhr auf einer Parkbank sitzen, als zwei Hunde zu ihm liefen. Der Mann gab an, dass er der Besitzer der Tiere sei, weigerte sich aber, beide an die Leine zu nehmen. Gegenüber den Einsatzkräften verhielt er sich unkooperativ, machte zunächst unvollständige Angaben zu seiner Person und wollte sich der Kontrolle entziehen. Im weiteren Verlauf des Einsatzes war der Hundehalter bereit, vollständige Angaben zu machen. Da er der Anleinpflicht bisher nicht nachkam, erhielt er einen Platzverweis, den er befolgte.


Radarkontrollen für die Woche vom 9. August bis 15. August 2021

Die Stadt Ludwigshafen nimmt in folgenden Stadtteilen Radarkontrollen vor.

Montag, 9. August: Oppau, Pfingstweide und Rheingönheim;
Dienstag, 10. August: Süd, Ruchheim und West;
Mittwoch, 11. August: Friesenheim, Gartenstadt und Edigheim;
Donnerstag, 12. August: Maudach, Mundenheim und Mitte; Freitag, 13. August: Nord, Oggersheim und Oppau; Samstag, 14. August: Pfingstweide, Rheingönheim und Süd.

Kurzfristige Änderungen behält sich der Bereich Straßenverkehr vor. Kontrollen können auch kurzfristig an anderen Stellen stattfinden.


Sprechstunde des Ortsvorstehers

Die Sprechstunde des Ortsvorstehers der Südlichen Innenstadt, Christoph Heller, Westendstraße 22, findet am Donnerstag, 19. August 2021, 16 bis 17 Uhr statt.


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