Regen, Nebel und wenig Fahrzeit (Foto: ADAC)

Kaiserslautern – Das ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring wird wohl als der kürzeste Langstreckenklassiker in die Annalen eingehen.

Am Ende waren die Autos lediglich etwas mehr als 9,5 Stunden auf der Strecke unterwegs.

„Das war schon ziemlich ärgerlich, denn ich wäre gern mehr gefahren. Aber gegen das Wetter in der Eifel ist man einfach machtlos. Wir sind im Gesamtklassement auf Platz 22 ins Ziel gekommen. Das war gut, allerdings hatten wir uns etwas mehr ausgerechnet. Aber dafür war die Fahrzeit einfach zu kurz und bei uns gab es auch einige kleinere Probleme“

stellte der Kaiserslauterner Mike Jäger nach Rennende fest.

Gemeinsam mit Christian Kohlhaas, Stefan Köhler und Norbert Schneider fuhr Jäger den Hella Pagid-Ferrari 488 GT3 vom Andernacher Team Racing One. Jäger:

„Auch an diesem Wochenende hat sich gezeigt, dass wir eine funktionierende Mannschaft sind. Im Training haben wir eine gute Abstimmung für den Ferrari gefunden.“

Im ersten Top-Qualifying fuhr Köhler eine Rundenzeit von 8.30,384 Minuten, das bedeutete Startplatz 34 im 122 Teilnehmer starken Starterfeld. Jäger:

„Damit waren wir sehr zufrieden, wir haben uns hauptsächlich auf das Rennen vorbereitet.“

Das Rennen wurde dann von den Witterungsbedingungen bestimmt. Beim Start war der Himmel bereits ziemlich dunkel, aber es dauerte bis zur vierten Runde, bis heftiger Starkregen losbrach. Auch der Racing-One-Ferrari hatte darunter zu leiden. Jäger:

„Nach einem Leitplankenkontakt mussten wir für zwei Runden an die Box, ein Auffahrunfall hat uns weitere Standzeit beschert. Das war sicherlich nicht optimal, aber wir haben trotzdem versucht, unser Tempo zu finden. Als es dann abtrocknete, konnten wir wieder weiter nach vorn kommen.“

Doch dann zog der Nebel über der Eifel ein. Um 21.30 Uhr wurde das Rennen unterbrochen – zu dem Zeitpunkt lag das Team auf Platz 32 – und erst am folgenden Tag um 11.40 Uhr fortgesetzt.

Jäger:

„Unser Rennplan wurde natürlich extrem durcheinander gebracht. Wir wollten mit konstanten Zeiten durchfahren und uns so nach vorn arbeiten. Aber dann wurde die Fahrzeit immer weiter gekürzt und wir hatten selbst noch zusätzliche Standzeiten. Deshalb ist die Platzierung am Ende einfach nur gut.“

Nach dem Neustart – es gab noch einen 3,5 Stunden langen Sprint zum Abschluss – arbeitete sich das Team noch ein wenig nach vorn. Jäger:

„Wir haben uns aus allem herausgehalten und sind auf Rang 22 gekommen. Es hat im Team großen Spaß gemacht, das Auto war großartig, nur das Wetter konnte man vergessen. Trotzdem war das 24h-Rennen wieder ein tolles Erlebnis.“