Fußball
Erstklassige und zweitklassige Fußballvereine im Ländle (Foto: Pixabay)

Die Europapokalplätze sind heiß begehrt. Zum einen versprechen Partien in der Champions League und Europa League internationales Renommee, sie sind aber auch in finanzieller Hinsicht wichtig.

Daher sind die Europapokalplätze heiß begehrt. Die TSG Hoffenheim schaffte es in der jüngsten Vergangenheit das ein oder andere Mal in die Europa League, sogar eine Teilnahme an der Champions League war in der Saison 2018/19 drin, doch können das die Kraichgauer auch in dieser Spielzeit schaffen?

Gerade die Zeit unter Julian Nagelsmann war sehr erfolgreich. Die Hoffenheimer konnten sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen und erreichten in der Saison 2017/18 sogar Platz drei.
Der Abschied des heutigen Leipzig-Coaches verlief dagegen weniger erfolgreich. In der Spielzeit 2018/19 wurde am letzten Spieltag die Qualifikation für die Europa League verpasst. Die gelang aber ein Jahr später unter Trainer Alfred Schreuder, der den Verein jedoch kurz vor Saisonende verließ.

Seit vergangenen Sommer hat Sebastian Hoeneß in Hoffenheim das Sagen. Doch der hundertprozentige Erfolg hat sich noch nicht eingestellt.

Die TSG spielt eine mittelmäßige Saison

Unkonstant ist wohl das passende Wort, was die Kraichgauer aktuell abliefern. Nach dem 23. Spieltag standen lediglich sieben Siege auf der Habenseite, bei sechs Unentschieden und immerhin zehn Niederlagen. Das reicht zu Platz elf und einem Rang im grauen Mittelmaß der Liga.

Platz sechs berechtigt zur Teilnahme an der Europa League, eventuell reicht auch der 7. Rang, doch bis dahin ist es schon ein ordentlicher Rückstand, der wohl nur sehr schwer aufzuholen ist, auch weil Teams wie der BVB, Bayer Leverkusen und Union Berlin regelmäßig punkten. Zudem befinden sich derzeit auch noch Mannschaften wie Borussia Mönchengladbach oder der SC Freiburg vor der TSG. Daher wird es für die Kraichgauer schwer, noch die Europa League zu erreichen. Das sehen auch Wettanbieter wie zum Beispiel der TSG-Sponsor Interwetten so.

Das Restprogramm der Hoffenheimer

Im Endeffekt hilft dem Hoeneß-Team nur eine Serie, zumal die TSG auch schon aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist sowie aus der Europa League, wo man als Titelverteidiger bei der nächsten Ausgabe einen Startplatz erhalten hätte.

Für eine Siegesserie wäre das Restprogramm eigentlich gemacht. In den verbleibenden elf Partien warten mit dem VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und RB Leipzig nur drei Top-Teams. Dagegen treten die Kraichgauer vornehmlich gegen Teams aus dem Tabellenmittelfeld und der Abstiegsregion an.

Doch warum sollte sich etwas am bisherigen Saisonverlauf ändern. In schöner Regelmäßigkeit haben sich bis dato Erfolgserlebnisse und enttäuschende Auftritte abgewechselt. Beste Beispiele sind die Gastspiele bei Schalke 04 und der Berliner Hertha. Die Gelsenkirchener feierten gegen die TSG ihren bislang einzigen Saisonsieg und die Hauptstädter fertigten die Hoffenheimer mit einem 3:0 ab.

Dagegen konnte das Hoeneß-Team in dieser Saison schon die Bayern schlagen und in Dortmund ein 2:2 mitnehmen. Dazu wurde zuletzt Werder Bremen 4:0 deklassiert.
Solche Leistungen hätte es jedoch in dieser Spielzeit mehr gebraucht und so wird die TSG die kommende Europa-League-Saison wahrscheinlich nur aus der Zuschauerrolle heraus verfolgen.