Südpfalz: „Wilde Wochen“ eröffnet

Landau / Germersheim – Mehr als 25 Gastronomen beteiligen sich an den Wilden Wochen Südpfalz und bringen im November und Dezember Wildbret aus dem Pfälzerwald, dem Bienwald und den Rheinauen auf den Tisch. Sie haben ihre Häuser mit einem entsprechenden Schild markiert und werden von den beiden Tourismusvereinen Südliche Weinstrasse e.V. und Südpfalz Tourismus Landkreis Germersheim e.V. sowie dem Büro für Tourismus der Stadt Landau mit einem Flyer und auf der Webseite www.soschmecktdiesuedpfalz.de/wildewochen beworben. Die Aktion ist eine gemeinsame Initiative mit den Kreisgruppen Germersheim und Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V.

Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass derzeit keiner weiß, was uns in den nächsten Wochen noch erwartet. Dennoch wollen Sie mit dieser Aktion die heimische Gastronomie unterstützen und sind dankbar für das Engagement der Gastronomen, die unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln und Verordnungen dafür sorgen, dass die Gäste sich sicher und wohlfühlen können. Allen, die sich unsicher sind, wird empfohlen, bei den Gastronomen nachzufragen, ob ein Abhol- bzw. Lieferservice angeboten wird, um so die heimische Gastronomie dennoch zu unterstützen.

„Mit den Wildwochen Südpfalz möchten wir Einheimische und Gäste für Wild aus heimischer Jagd begeistern“, erklärt Landrat Dietmar Seefeldt. „Wer die Vorteile von Wildbret kennt, ist schnell überzeugt. Wildbret ist das verzehrbare Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen. Eine artgerechtere Unterbringung als die Natur selbst, gibt es nicht. Das Futter der Wildtiere ist im heimischen Wald reichlich vorhanden und muss nicht mit großem CO2-Ausstoß von weit her transportiert werden. Darüber hinaus unterliegen die Tiere keinem Schlacht- und Transportstress, da sie in ihrer natürlichen Umgebung erlegt werden. Wer also Wildfleisch aus der heimischen Jagd statt Rind- oder Schweinefleisch aus Massentierhaltung isst, leistet obendrein einen Beitrag zum Klimaschutz.“

„Das Fleisch von Wildschwein, Reh- und Rotwild aus dem heimischen Wald gilt als natürliches und regionaltypisches Lebensmittel, weil es im Gegensatz zu den Nutztieren des Menschen in seiner natürlichen Umwelt lebt. Und das schmeckt man: Wildbret ist ein sehr hochwertiges, vitamin- und nährstoffreiches Fleisch, das viel Eiweiß enthält und nur einen geringen Fettanteil. Wir freuen uns sehr darüber, dass viele Gastronomen bei den hiesigen Jägern Fleisch einkaufen und so dafür sorgen, dass das geschossene Wild auch eine sinnvolle und äußerst schmackhafte Verwendung findet. Regionaler und ‚mehr Bio‘ geht gar nicht“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

„Die Wildwochen sind eine gemeinsame Aktion der beiden Landkreise und der Stadt Landau, um Produkte aus der Region zu fördern. Dieses Projekt betont erneut die sehr gute Zusammenarbeit der Stadt Landau mit den beiden Landkreisen “, so Beigeordneter der Stadt Landau Alexander Grassmann.

Klaus Walter, der als Vorsitzender der Kreisgruppe Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes rund 600 Jäger vertritt, freut sich darüber, dass die Jäger wegen der Wildwochen gerade eine große Nachfrage nach Wildfleisch aus der Gastronomie erfahren. „Nichts motiviert uns Jäger mehr, als zu wissen, dass unser Wildfleisch von Gastronomen und Verbrauchern gut angenommen wird und als leckeres Wildgericht auf dem Teller landet. Übrigens sind die Jäger sind in Punkto Wildbret Hygiene bestens geschult. Wir ältere Jäger mussten beim Landesveterinär eine Schulung machen, damit wir Wildbret in den Verkehr bringen dürfen. Und schon lange Zeit ist das Thema „Wildbret Hygiene“ eines der wichtigsten Prüfungsfächer bei der Jägerprüfung.“, erläutert Walter.

Kreisjagdmeister SÜW Jörg Sigmund erklärt, dass es aktuell besonders viele Wildschweine gibt, weil sie so viel Nahrung finden. „Wegen des langen warmen Sommers wurden die Früchte sehr früh reif und es gibt besonders viele und große Buchäckern, Eicheln und Kastanien. Der Tisch ist für die Tiere reich gedeckt. Weil viele Schweine aber auch viele Schäden bedeuten, sind wir Jäger verpflichtet, Wild zu schießen, um Überpopulationen zu vermeiden.“ Er erinnert damit an die Rolle der Jäger als nachhaltige Nutzer und leidenschaftliche Schützer der Natur, die dafür sorgen, dass der Wald im Gleichgewicht gehalten wird.


Nähere Infos zu den Wilden Wochen finden Sie auf www.soschmecktdiesuedpfalz.de/wildewochen


Hier gibt’s Wild aus der Region:

  • Weinstube Spelzenhof, Altdorf
  • Zur Alten Gerberei, Annweiler
  • 1A Die Kochschule, Bellheim
  • Ritterhof zur Rose, Burrweiler
  • Gaststätte Hahn, Dernbach
  • Restaurant Schneider, Dernbach
  • Hotel Pfälzer Hof – Restaurant Garten Eden, Edenkoben
  • Birkenthaler Hof, Eußerthal
  • Landgasthof Klosterstüb‘l, Eußerthal
  • Weinstube Brennofen, Ilbesheim
  • Koch’s Restaurant, Kandel
  • Hotel zum Riesen, Kandel
  • Stiftsgut Keysermühle, Klingenmünster
  • Hotel Soho & Curious 9 Restaurant, Landau
  • Brasserie Wein & Dein im Parkhotel, Landau
  • Hotel Restaurant Waldhaus Wilhelm, Maikammer
  • WeinRestaurant Fritz Walter, Niederhorbach
  • Hotel Restaurant Zum Bahnhof 1894, Rohrbach
  • Restaurant Consulat des Weins, St. Martin
  • Hofschänke Zum Keiler, Scheibenhardt
  • Alter Gutshof Raabe, St. Martin
  • Arens Hotel 327mNN, St. Martin
  • Hotel Restaurant Winzerhof, St. Martin
  • Restaurant Pension Bergel, St. Martin
  • Zum Bürstenbinder, Ramberg
  • Zur Hofschänke, Winden
  • Weinstube FassReiwerle, Winden

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