Heidelberg: Stadtnotizen 23.07.2020

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Neckarwiese: Stadt bittet Feiernde um Rücksichtnahme – Beleuchtung wird künftig ab 23 Uhr hochgedreht / Zuletzt viele Lärmbeschwerden

Anwohnende der Heidelberger Neckarwiese haben sich zuletzt mehrfach über zu viel Lärm auf dem beliebten Freizeitareal beschwert. Der Stadt Heidelberg ist die Situation bekannt und sie bittet die Nutzerinnen und Nutzer der Wiese, mehr Rücksicht auf die Anwohnenden zu nehmen. Gleichzeitig bittet die Stadt aber auch um Verständnis für die meist jungen Menschen, deren Freizeitgewohnheiten in der Corona-Pandemie stark eingeschränkt sind.

In den späten Abend- und Nachtstunden möchte die Stadt dem Ruhebedürfnis der Anwohnenden Rechnung tragen. Daher wird künftig bei hohem Besucheraufkommen ab 23 Uhr die Beleuchtung der Neckarwiese voll hochgefahren. Im Anschluss werden lageabhängig Kräfte von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) über die Wiese gehen und dafür sorgen, dass zum Beispiel keine Lautsprecher mehr betrieben werden und es auf der Wiese ruhig zugeht. So sieht es auch die Satzung für das Neckarvorland vor. Demnach dürfen sich nach 23 Uhr keine Gruppen mehr auf der Neckarwiese aufhalten, wenn Anwohnende dadurch gestört werden.

Die Stadt hat aber auch Verständnis für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich auf der Neckarwiese treffen. Diese sind aufgrund der Corona-Bestimmungen in ihren Freizeitleben aktuell sehr eingeschränkt. Clubs und Diskotheken haben geschlossen. Bei Kinos, Schwimmbädern und vielen weiteren Einrichtungen gibt es Zulassungsbeschränkungen. Daher verlagern sich viele Zusammenkünfte in den öffentlichen Raum. Für die Stadt ist das nachvollziehbar und kein Anlass, mit zu restriktiven Maßnahmen nun beliebte Anlaufpunkte wie die Neckarwiese weitgehend abzuschotten. Dennoch ist es wichtig – insbesondere nach 23 Uhr – die Interessen der Anwohnenden zu respektieren und sich ruhig zu verhalten. Sollte dies nicht funktionieren, hält sich die Stadt weitere Optionen offen.


Wie geht es weiter mit dem Betriebshof? – Informationsveranstaltung zum Arbeitsstand am 29. Juli / Alle Plätze vergeben / Teilnahme online noch möglich

Der neue Betriebshof der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) entsteht dort, wo der alte heute schon ist: Im Oktober 2019 hatte der Gemeinderat beschlossen, dass der Betriebshof am Altstandort in Bergheim neu gebaut wird. Bei der Planung sollten Stadtverwaltung und rnv Varianten entwickeln, bei denen möglichst auch Aspekte des Zukunftskonzepts Bergheim verwirklicht werden können – das waren der Bau von bezahlbaren Mietwohnungen, Entwicklung von Grün- und Freiflächen und die Einbeziehung des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums Dezernat 16 in die Planung. Bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 29. Juli 2020, möchten die Stadt und die rnv nun einen Zwischenstand präsentieren und den derzeitigen Arbeitsstand zeigen. Beginn ist um 18 Uhr. Vor Ort (Kantine der Stadtwerke) sind keine Plätze mehr verfügbar, die Anmeldefrist endete am 22. Juli. Interessierte können aber online an der Veranstaltung teilnehmen. Der Livestream wird verlinkt unter www.heidelberg.de/betriebshof.

Sowohl Gäste vor Ort als auch die Streaming-Zuschauerinnen und -Zuschauer können während der Veranstaltung Fragen stellen. Möglich wird das durch die Web-Anwendung Slido (www.sli.do). Die Stadt wird bei Veranstaltungsbeginn den benötigten Event-Code bekanntgeben. Damit können sich dann sowohl Personen vor Ort mit ihren Smartphones als auch Online-Zusehende an ihren Endgeräten einwählen und ihre Fragen formulieren. Der Clou: Die Fragen sind für alle sichtbar und alle Teilnehmenden können bewerten, welche Fragen für sie am wichtigsten sind. So ist sichergestellt, dass die Fragen beantwortet werden, die auch die meisten Personen interessieren.


Heidelberger Schulanfänger-Wochen 2020 finden statt – Betreuungsangebot speziell für künftige Erstklässler – Noch wenige Plätze frei

Darauf können sich künftige Erstklässler freuen: Trotz der Corona-Pandemie kann eine Vielzahl der Angebote im Rahmen der Heidelberger Schulanfänger-Wochen 2020 durchgeführt werden. Sechs der acht geplanten Betreuungsangebote für Kinder vor dem Schulstart werden stattfinden. Die Schulanfängerwochen beginnen am 31. August und bieten bis zum 18. September jeweils von montags bis freitags Programm. Teilnehmen dürfen alle Kinder, die ab dem 1. September 2020 keinen Kindergartenplatz mehr in Anspruch nehmen und in Heidelberg wohnen.

Alle Anbieter haben die geplanten Angebote im Hinblick auf die vorgeschriebenen Hygienestandards und andere Corona-Vorgaben überprüft und angepasst. Bei den Betreuungszeiten wird es keine Änderungen geben, allerdings mussten viele Inhalte und die Essensplanungen geändert werden.
Beispielsweise ist das gemeinsame Kochen mit den Kindern nicht möglich. Auch die Gruppengrößen mussten wegen der räumlichen Voraussetzungen reduziert werden.

  • AWO Kinder- und Jugendhaus Röhre Pfaffengrund/TREFF Wieblingen: Die beiden Angebote der AWO Heidelberg in den Jugendtreffs Röhre (Pfaffengrund) und TREFF (Wieblingen) können mit der vorgesehenen Personenzahl stattfinden. Auf die Ausflüge mit dem ÖPNV in Museen in der Metropolregion muss weitgehend verzichtet werden.
  • Jugendhof und TSG Rohrbach: Der Jugendhof und die TSG Rohrbach können ihre Angebote in vollem Umfang durchführen, nur das Mittagessen wurde neu geregelt.
    WaldWelt: Der WaldWelt e.V. kann das geplante Angebot mit einer Reduzierung um zwei Plätze durchführen.
  • Jugendrotkreuz im Deutschen Roten Kreuz Heidelberg: Beim Jugendrotkreuz kommt es wegen der räumlichen Voraussetzungen zu Platzreduzierungen, unter anderem sind der Besuch der DRK-Rettungswache und die Besichtigung der Rettungswagen nicht möglich.

Für die beiden Angebote von päd-aktiv e.V. in der Bahnstadt und auf dem Köpfel in Ziegelhausen waren jeweils das Foyer und die Sporthalle als Haupträume vorgesehen. Diese Nutzung ist nach der derzeit gültigen Corona-Verordnung nicht möglich. Geeignete Ersatzräume konnten nicht gefunden werden, so dass diese beiden Angebote leider ausfallen.

Aktuell sind noch beim Angebot der WaldWelt und bei der TSG Rohrbach wenige Restplätze frei.

Die Schulanfänger-Wochen als spezielles Betreuungsangebot für Kinder vor dem Schulstart gibt es seit 2015. Ziel ist es, den Kindern einen reibungsloseren Übergang vom Kindergarten in die Schule zu ermöglichen, mit einem pädagogischen Angebot, das speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen ist. Für Familien mit geringerem Einkommen kann über den Heidelberg-Pass eine Kostenübernahme des Essens- beziehungsweise Teilnahmeentgelts erfolgen. Weitere Informationen im Internet unter
www.heidelberg.de/ferienangebote > Feriensuchmaschine > Schulanfängerwochen.


Umwelt- und Wetterdaten für Heidelberg: Erste Messstation auf Stadtbücherei in Betrieb genommen

Die Stadt Heidelberg errichtet zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft mehrere Umwelt- und Wettermessstationen im Stadtgebiet. Alle Daten sollen künftig online und in Echtzeit verfügbar gemacht werden. Mit der Wetterstation auf dem Dach der Stadtbücherei ist am Mittwoch, 22. Juli 2020, die erste von drei neuen hochwertigen Wetterstationen offiziell in Betrieb genommen worden. Zwei weitere Stationen auf dem Dach der Landessternwarte (Königstuhl) und am Wasserwerk Rauschen (zwischen der Autobahn 656 und der Bahnstrecke Heidelberg-Mannheim) sollen folgen. Das Projekt wird im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanziell unterstützt. Es soll unter anderem die Analyse und Überwachung der Luftqualität verbessern, die Einführung einer intelligenten und umweltorientierten Verkehrssteuerung unterstützen und zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel motivieren.

An dem zehn Meter hohen Messmast der Station der Firma Thies Clima auf dem Dach der Stadtbücherei wurden Sensoren zur Messung der Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchte montiert. Auch eine Ansaugleitung ist installiert, die zur Messung von Luftschadstoffen verwendet werden kann. Zusätzlich liefert ein Niederschlagsgeber Daten zu Regenmengen. Alle Sensoren erfüllen den vom Deutschen Wetterdienst (DWD) definierten hohen Standard für Messstationen.

Durch das Heidelberg Center for the Environment (HCE), in dem verschiedene Akteure aus den Umweltwissenschaften vernetzt sind und interdisziplinär zusammenarbeiten, hat die Stadt Heidelberg unter Federführung des Amts für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie mit Prof. Dr. Alexander Siegmund von der Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Prof. Dr. André Butz vom Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg ausgewiesene Experten als Partner gewinnen können. Diese betreiben bereits eigene Messstationen im Stadtgebiet.

In einem nächsten Schritt will die Stadt Heidelberg eine gemeinsame Datenplattform schaffen, auf der alle verfügbaren Umwelt- und Meteorologie-Daten in Heidelberg online und in Echtzeit für die Stadtverwaltung, die Wissenschaft sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt werden sollen. Neben den für die Stadtverwaltung und die Wissenschaft wichtigen Erkenntnissen zur Ausbreitung von Luftschadstoffen durch den Verkehr oder Einzelereignissen wie Brände oder Gasaustritte können die Messstationen auch für Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen wertvolle Informationen liefern. So soll beispielsweise anhand der Niederschlagsmesswerte die Echtzeiterfassung und Prognose von Starkregenereignissen und ihrem Schadenspotenzial verbessert werden. An der Datenplattform sind auch das städtische Amt für Digitales und Informationsverarbeitung sowie die Digital-Agentur Heidelberg GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft von Stadt und Stadtwerke Heidelberg, beteiligt.


Solarstrom vom eigenen Dach – Das senkt die Stromrechnung und schützt das Klima – mit Unterstützung von Partnern aus Heidelberg

Eigener Solarstrom aus der Steckdose geht ganz einfach: Man braucht nur ein sonnenbeschienenes Dach. Mit Solarstrom vom eigenen Dach spart man Netzentgelte, Konzessionsabgaben und Stromsteuer. Der selbst verbrauchte Anteil des Solarstroms kostet weniger als die Hälfte des Strombezugs. 30 bis 70 Prozent des selbst erzeugten Stroms kann man in Wohngebäuden selbst verbrauchen und spart so Geld. Der restliche Strom wird in Netze eingespeist und vergütet.

Solarenergie der Stadtwerke Heidelberg

Der städtische Energieversorger bietet maßgeschneiderte Lösungen für Hausbesitzer und Mieter an.
Beim Angebot „heidelberg ENERGIEDACH“ planen, finanzieren und bauen die Stadtwerke Heidelberg die Photovoltaikanlage. Auf Wunsch übernehmen sie auch Betriebsüberwachung und Wartung. Man kann die Anlage auch kaufen.

Beim Angebot „heidelberg ENERGIEDACH premium“ bringt ein Speicher zusätzliche Unabhängigkeit. Ein Smart Home Manager aktiviert bei Sonnenschein größere Verbrauchsgeräte im Haushalt, um die Solarenergie optimal auszunutzen.

Auch als Mieter kann man Solarstrom selbst erzeugen. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach und ein Batteriespeicher machen Mietshaus und Mieter bis zu 70 Prozent unabhängig vom Strommarkt. Die restlichen 30 Prozent liefern die Stadtwerke als Ökostrom.

Genossenschaftlicher Solarstrom

Strom vom Dach liefert auch die Heidelberger Energiegenossenschaft. Als Mitglied erzeugt man gemeinsam mit vielen anderen Solarstrom aus Gemeinschaftsanlagen in Heidelberg und Umgebung – und wird am Gewinn beteiligt.

„Wir können unsere Klimaziele nur erreichen, wenn der Ausbau der Photovoltaik konsequent umgesetzt wird und alle Potenziale genutzt werden“, wirbt Sabine Lachenicht, Leiterin des städtischen Umweltamts, für private Investitionen in die Solarenergie. Bis 2050 will Heidelberg mit seinem Klimaschutzaktionsplan die CO₂-Emissionen um 95 Prozent reduzieren.

Mehr Informationen im Internet unter
www.heidelberg.de/sonnenstrom
www.swhd.de/photovoltaik
www.heidelberger-energiegenossenschaft.de
www.heidelberg.de/masterplan100


Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“: Ab sofort geht es wieder in die Natur

Die Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“ lockt ab sofort wieder mit zahlreichen Angeboten in die Heidelberger Natur. Wie wäre es beispielsweise mit einer Exkursion zu den „Feuersalamandern bei Nacht“ oder mit einer „Abendexkursionsreihe zur Natur- und Kulturlandschaft im südlichen Heidelberg“? Diese und viele weitere Angebote finden Interessierte auf der städtischen Internetseite www.natuerlich.heidelberg.de. Die Anmeldung ist über das Online-Buchungsportal möglich. Weitere Informationen gibt es im Buchungsbüro von „Natürlich Heidelberg“ der Stadt Heidelberg telefonisch unter 06221 58-28333 (mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr) oder per E-Mail an natuerlich@heidelberg.de.


Meilenstein zur klimaneutralen Stadt – Stadtwerke Heidelberg schließen Kooperation bei Solar- und Windenergie / Ausbau von 14 Megawatt bis 2024

Die Stadt Heidelberg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Einen zentralen Baustein in dieser Entwicklung nehmen die Stadtwerke Heidelberg ein. Die städtische Tochtergesellschaft schafft eine Energie-Infrastruktur, mit der Heidelberg schon heute klimaneutral wächst und künftig sogar insgesamt klimaneutral werden kann. Die Möglichkeiten des Ausbaus auf Heidelberger Gemarkung sind aufgrund der Flächensituation allerdings begrenzt. Um die Solar- und Windenergie-Leistung bis 2025 um 25 Megawatt auf insgesamt 43 Megawatt auszubauen – wie im 30-Punkte-Plan für den Klimaschutz der Stadt Heidelberg festgeschrieben –, braucht es neue Wege. Ein solcher Weg wurde nun eingeschlagen: Die Stadtwerke Heidelberg beteiligen sich an der neuen Gesellschaft Trianel Wind und Solar GmbH & Co KG (TWS). Das hat der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im Juli beschlossen. Prof. Würzner und Prof. Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg, haben die Kooperation und die weiteren Pläne zum Ausbau erneuerbarer Energien am 22. Juli 2020 an der Photovoltaikanlage Feilheck vorgestellt.

Ziel ist es, im Verbund mit weiteren Stadtwerken die Entwicklung von Solar- und Windenergie-Anlagen bundesweit voranzutreiben. Stadt und Stadtwerke Heidelberg werden über die Kooperation überregional mehrere Sonnen- und Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 14 Megawatt umsetzen – dadurch können 13.000 Haushalte versorgt werden. Das entspricht in etwa jedem sechsten Heidelberger Haushalt. Damit zählt Heidelberg bundesweit zu den vier größten Investoren innerhalb der neuen Gesellschaft zum Ausbau von Wind- und Solarenergie. Zugleich spart Heidelberg weitere 15.300 Tonnen CO2 pro Jahr bis 2024 ein. Bis 2030 ist über die neue Gesellschaft sogar ein Ausbau für Heidelberg bei Wind- und Sonnenenergie von rund 24 Megawatt geplant. Das entspricht einer jährlichen Senkung des CO2-Ausstoßes um 33.000 Tonnen – und damit einer noch höheren Einsparung als über das Holzheizkraftwerk im Pfaffengrund.

„Die Stadt Heidelberg investiert, um klimafreundlichen Strom zu sichern“

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Die Kooperation ist für Heidelberg ein Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt. Wir können auf diesem Weg künftig zusätzliche Sonnen- und Windenergie dort erschließen, wo es ausreichend gut geeignete Flächen gibt. Das Projekt hat Modellcharakter: Die Stadt Heidelberg investiert über ihre Stadtwerke in anderen Regionen, um klimafreundlichen Strom zu sichern. Parallel dazu werden wir in den kommenden Jahren auch in Heidelberg die Potenziale für Photovoltaikanlagen noch stärker ausschöpfen – insbesondere auf den Gebäuden der Stadt und der städtischen Gesellschaften sowie den Konversionsflächen. Zudem wollen wir noch mehr Privatpersonen und Unternehmen für die Nutzung von Solarenergie gewinnen.“

Die neue Gesellschaft ist eine Tochter der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Aachen. Voraussichtlich über 20 Stadtwerke bundesweit werden sich in ihr zusammenschließen, um die Wind- und Solarenergie gemeinsam auszubauen. „Wir kooperieren seit rund zehn Jahren über die Trianel mit zahlreichen anderen Stadtwerken“, sagt Prof. Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg: „Denn uns ist bewusst: Kooperationen und Partnerschaften sind wichtige Erfolgsfaktoren für das Gelingen der Energiewende und des Klimaschutzes. Auch dieser Zusammenschluss bietet zahlreiche Vorteile.“ So werde es möglich, ortsunabhängig geeignete Flächen für größere Solarprojekte und für Windkraftanlagen zu finden. Beides ist in Heidelberg begrenzt. Zudem würden Kräfte bestmöglich gebündelt: Das Know-how der mehr als 20 Stadtwerke wird gemeinsam für mehr Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, der Akquisitionsaufwand reduziert und es werden Synergien bei der Projektierung und beim Betrieb der Anlagen ausgeschöpft. So schafft Heidelberg einen Quantensprung beim Ausbau von Strom aus erneuerbaren Energien, der ohne diesen Zusammenschluss nicht möglich gewesen wäre.

Das wurde bislang erreicht – und das ist noch geplant

Bei der Erzeugung von Fernwärme wurde der CO2-freie Anteil in den vergangenen zehn Jahren bereits von Null auf 50 Prozent erhöht. Die solare Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen wurde stadtweit ebenfalls stetig auf eine Leistung von 18 Megawatt ausgebaut.

Um das Ziel im 30-Punkte-Aktionsplan der Stadt Heidelberg für mehr Klimaschutz zu erreichen, sind bis 2025 weitere Maßnahmen bereits in der Umsetzung oder geplant:

  • Die Dachflächen aller Neubauten der Stadt und der städtischen Gesellschaften sind – ein Beschluss des Gemeinderates am 23. Juli vorausgesetzt – künftig für Photovoltaikanlagen zu nutzen. Auf den Dachflächen von Bestandsgebäuden werden schrittweise Anlagen installiert, vorrangig im Zuge von Dachsanierungen.
  • Beim Verkauf städtischer Baugrundstücke werden die Käufer mit den Kaufverträgen verpflichtet, Dachflächen von Neubauten für die Installation von Photovoltaikanlagen zu nutzen. Für Grundstücke auf den Konversionsflächen Patrick-Henry-Village und Airfield gilt die Verpflichtung auch für Bestandsgebäude. Die Nutzung der Dachflächen soll in der Regel in größtmöglichem Umfang erfolgen. Werden vom Eigentümer/Besitzer keine Anlagen gebaut, sollen die Dachflächen Dritten wie den Stadtwerken und Energiegenossenschaften für mindestens 25 Jahre zur Verfügung gestellt werden.
  • Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen durch die Stadtwerke Heidelberg um 10 Megawatt, davon 3,5 Megawatt bis Ende 2021 – unter anderem auf der Großsporthalle, dem Konferenzzentrum, dem Parkhaus im Heidelberg Innovation Park (hip), durch Erweiterung des Solarparks Feilheck, auf Dächern von Gebäuden der Stadt und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH.
  • Die Stadt hat 2018 eine Solarkampagne gestartet: Interessierte erhalten eine kostenlose persönliche Beratung für das eigene Dach – egal, ob als Eigentümer, Vermieter, Mieter oder Unternehmen. Ziel: Ausbau von Photovoltaikanlagen durch Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und private Investoren.
  • Um Anreize für den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch Kunden zu setzen, bieten die Stadtwerke Heidelberg die Produkte heidelberg ENERGIEDACH und heidelberg MIETERSTROM an. Insbesondere die Nachfrage nach Energiedächern ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Mehr dazu online unter www.swhd.de.

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