Hoffenheim: Ohne Ehrmann in den Endspurt: „Herausforderung angehen!“

Sinsheim – Die Vorbereitungen auf den Re-Start der FLYERALARM Frauen-Bundesliga laufen auf Hochtouren, den Endspurt bis zum Top-Spiel beim FC Bayern München (Samstag, 30. Mai 2020, 13 Uhr) wird Trainer Jürgen Ehrmann allerdings aus beruflichen Gründen verpassen. Im Interview sprechen Ehrmann und Trainer Gabor Gallai über die Herausforderungen der Situation und die Vorbereitungen aufs Auftaktspiel.

Seit Mittwoch steht fest, dass der Spielbetrieb in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal der Frauen wieder startet. Wie habt ihr diese Neuigkeiten aufgenommen?

Gabor Gallai: „Ich habe mich sehr über die Entscheidung gefreut. Ich sehe es als großes Privileg, dass wir wieder Fußballspielen können. Die Saison lief für uns ohne Zweifel bisher sehr erfolgreich und umso schöner ist es, dass wir sie – wenn auch unter anderen Umständen – fortsetzen können.“

Jürgen Ehrmann: „Es ist ein tolles Zeichen und zeigt den Stellenwert, den wir haben. Für uns geht es nun darum, innerhalb kurzer Zeit wieder etwas auf die Beine zu stellen. Das ist eine große Herausforderung, die unsere Vorfreude aber nicht trübt. Auch die Spielerinnen freuen sich auf den Re-Start.“

Am Sonntag geht es für die Mannschaft ins Hotel, denn das Hygienekonzept schreibt eine einwöchige Quarantäne vor dem ersten Spiel vor. Jürgen, Du wirst das Quartier nicht mit beziehen und verpasst damit die verbleibenden Trainingseinheiten sowie die Partie beim FC Bayern München. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Ehrmann: „Ich bin nicht nur Trainer, sondern auch Berufsschullehrer. Aus diesem Job kann ich nicht einfach eine Woche raus. Die Schüler stehen vor ihren Abschlussprüfungen, die Personaldecke an unserer Schule ist aufgrund der jetzigen Situation sowieso schon sehr dünn. Ich trage gegenüber meinen Schülern und auch den Spielerinnen eine Verantwortung, deshalb werde ich in der kommenden Woche außen vor sein. Das ist natürlich ärgerlich, denn ich habe in den vergangenen Jahren immer alles dafür getan, um im Training und bei den Spielen zu sein. Ich habe in meiner Zeit bei der TSG bisher kein einziges Spiel verpasst. Aber es ist auch kein Untergang und wir nehmen die Situation so wie sie ist. Ich bin froh, dass mich nur das Konzept daran hindert, bei der Mannschaft zu sein, und nicht andere Gründe.“


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