Mannheim: Stadtnotizen

Wasserspiele am Mannheimer Wahrzeichen (Foto: Holger Knecht)
Wasserspiele am Mannheimer Wahrzeichen (Foto: Holger Knecht)

Mannheim – News, Termine, Kulturelles und Wissenswertes

Geschenkübergabe am Kindernachmittag auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt an Integrative Handballgruppe

„Basteln, Spaß haben und anderen Kindern eine Freue machen“ lautete das Motto des heutigen Kindernachtmittags auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt. In der „weihnachtlichen Bastelwerkstatt“ konnten Kinder Tannenbäumchen aus Papier basteln, Weihnachtsmänner oder Engel mit Watte bekleben, Stofftaschen bemalen oder Kerzen aus farbigem Wachs kreieren, um sie anderen Kindern zu schenken und diesen eine Freude zu bereiten.

„Besonders in der Weihnachtszeit kommen die Menschen einander näher, denn Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit und der Nächstenliebe – aber auch die Zeit, sich einmal zu überlegen, was einem selbst in diesem Jahr Gutes widerfahren ist und sich darüber klar zu werden, in welch guten und friedlichen Bedingungen wir hier in Deutschland und in Europa leben können. Nicht alle Menschen auf der Welt können so gut leben wie wir. Es ist schön, dass wir in der Advents- und Weihnachtszeit besonders empfänglich für die Nöte anderer Menschen sind: Menschen in materiellen Notlagen, Menschen auf der Flucht und in Angst um ihre Freiheit und ihr Leben, Menschen, die Gewalt erleiden und sich nicht dagegen wehren können. Daher ist es mir eine ganz besondere Freude, dass ihr mit euern Bastelarbeiten anderen Kindern eine Freude bereiten wollt. Ich bin überzeugt, dass sich die beschenkten Kinder über diese liebevollen Aufmerksamkeiten sehr freuen werden.“ – Mit diesen Worten danke Familienbürgermeister Dirk Grunert den Kindern, die in der Bastelwerkstatt des Weihnachtsmarktes für andere Kinder kreativ und fleißig geworden waren und übergab deren Werke gemeinsam mit einem Geschenk der Mannheimer Weihnachtsmarkt GmbH an das das Team der Integrativen Handball-Gruppe Mannheim-Vogelstang.

Schon seit acht Jahren besteht das Team, es arbeitet mit verschiedenen Schulen zusammen und trainiert einmal pro Woche gemeinsam. „Hierbei geht es nicht darum, unbedingt gewinnen zu müssen oder besser als die Anderen auf dem Spielfeld zu sein, sondern miteinander im sportlichen Wettkampf zu spielen, sich gemeinsam zu bewegen und sich dabei immer fair und gerecht zu begegnen. Dabei seid ihr alle immer Gewinnerinnen und Gewinner“, hob Grunert hervor, der dem Verein und dem Projekt der integrativen Gruppe weiterhin viel Erfolg und Spaß beim gemeinsamen Handballspielen wünschte.

Anschließend wurden gemeinsam mit dem Christkind die Gewinner der Weihnachtsmarkt-Rallye ausgelost.

Während des Weihnachtsmarkts …

in Rheinau-Süd wird die Frobeniusstraße zwischen Marktplatz und Kirchenvorplatz am Samstag, 7. Dezember, zwischen 7:30 Uhr und 21 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die hiervon betroffene Buslinie 47 wird in dieser Zeit in beiden Richtungen zwischen den Haltestellen Chiemseestraße und Gerhart-Hauptmann-Schule über die Wilhelm-Peters-Straße umgeleitet.

Die Haltestelle Frobeniusstraße kann nicht bedient werden, eine gleichnamige Ersatzhaltestelle wird in Höhe der Einmündung Frobeniusstraße eingerichtet.

Gegen das Vergessen: Symposium zur Erinnerung an Paul Niedermann

Paul Niedermann, geboren 1927 in Sindolsheim, aufgewachsen in Karlsruhe, wurde im Oktober 1940 nach Gurs in Südfrankreich deportiert. Dort wurde er als 13-Jähriger von seiner Familie getrennt. Er überlebte und verdankte dies vor allem engagierten Menschen, die Kindern und Jugendlichen unter Lebensgefahr zur Flucht verhalfen, um sie vor der mörderischen Verfolgung zu retten.

Paul Niedermann ist mit vielen jungen Menschen, auch in Mannheim, ins Gespräch gekommen. Seine Themen waren die eigenen Erfahrungen, sein Lebensweg und das Schicksal seiner Familie. Vergangenheit wurde über seine lebendige Vermittlung verständlich. Sein politisches Anliegen war es, zu erinnern, aufzurütteln und zum Nachdenken über Konsequenzen für heute anzuregen. Und seine Leidenschaft waren Motorräder.

Die Begegnung mit Paul Niedermann war für viele Menschen prägend. Anlässlich seines ersten Todestages lädt die Mannheimer Gurs-Gruppe zum Symposium am

Freitag, 6. Dezember, 18 bis 21 Uhr, ins Marchivum, Archivplatz 1, in Mannheim ein.

Die Veranstalter*innen und Gäste sprechen über Themen, die einen Bezug zum Leben und Wirken von Paul Niedermann haben und mit denen sich ehemalige Projektteilnehmende auch heute noch privat und beruflich beschäftigen. Sie stellen sich dem, was Paul Niedermann immer wieder formuliert hat: „Solange ich noch lebe, kann ich gegen Ungerechtigkeit und Vergessen schreien. Aber wenn ich nicht mehr da bin und meine Generation, dann liegt es an euch aufzuschreien.“

Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung des Marchivums, der Jugendförderung des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim und des Stadtjugendring Mannheim e.V.

Einladung zur Filmpremiere „Heidelberger Stars“

Frei nach dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ haben Kinder, Jugendliche und Eltern der Neckarstadt-West sowie vielen andere Mannheimer*innen den Film „Heidelberger Stars gedreht. Entstanden ist der Film in den Stadtteilen Schönau, Innenstadt, Neckarau, Lindenhof und Neckarstadt-West. Der Spielfilm ist eine Produktion des Fachbereiches Demokratie und Strategie, der Kinderbeauftragten der Stadt Mannheim und der internationalen freien Theater-Filmgruppe „Unser Theater“. Die Story: Esel, Hund, Katze und Hahn leben als Menschen im heutigen Mannheim. Mit einfachen Jobs verdienen sie ihren Lebensunterhalt. Aus unterschiedlichen Gründen verlieren sie Jobs wieder. Auf der Suche nach etwas Neuem führt sie das Schicksal zusammen. Gemeinsam folgen sie dem Aufruf, nach Heidelberg zu kommen und Stars zu werden.

Jetzt feiert der Film „Heidelberger Stars“ seine Premiere und zwar

am Sonntag, den 15. Dezember 2019 um 14 Uhr im Cineplex Mannheim in P4, Saal 3.

Wir möchten Sie herzlich einladen, bei der Premiere des Films dabei zu sein. Bild- und Tonaufnahmen sind bei diesem Termin möglich. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Filmpremiere in Ihrem Medium ankündigen könnten.

Ablauf der Veranstaltung:

14:00 Uhr Begrüßung Dirk Grunert, Bürgermeister für Jugend, Bildung und Gesundheit Dr. Kathrin Lämmle, Leiterin von Girls Go Movie Moderation: Birgit Schreiber, Kinderbeauftragte der Stadt Mannheim

14:15 Uhr Filmstart „Heidelberger Stars“, Regie: Limeik Topchi 15:15 Uhr Kurze Austauschrunde und Gruppenbild 15:30 Uhr Kleiner Empfang im Foyer

Den Trailer zum Film finden Sie hier: www.unser-theater.com.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht!

Da die Sitzplätze begrenzt sind, bitten wir um eine Anmeldung bis zum 11.12.2019.

Brand in Hochhaus im Herzogenried

Am Dienstagmittag ist in einem 14-stöckigen Hochhaus im Mannheimer Stadtteil Herzogenried ein Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Elf Personen wurden leicht verletzt.

Gegen 12:30 Uhr ist das Feuer in einer Wohnung im 5. Obergeschoss ausgebrochen. Durch den Brand stieg auch Rauch in die darüberliegenden Stockwerke auf, so dass die Bewohner von dort ins Freie gebracht werden mussten. Ob die Wohnungen, deren Türen teilweise aufgebrochen wurden, nun noch bewohnbar sind, wird jetzt untersucht.

Rund 50 Personen wurden aus dem Gebäude ins Freie gebracht, wo sie aktuell vor Ort in Bussen der rnv versorgt werden. Es gibt 11 Verletzte, darunter sieben Kinder. Sie werden vor Ort ärztlich betreut und mit Verdacht auf Rauchvergiftung untersucht. In der Brandwohnung befanden sich zwar keine Menschen, jedoch drei Katzen. Zwei von ihnen überlebten das Feuer nicht, eine dritte wird nun vom Tierarzt untersucht.

Vor Ort waren insgesamt rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst, zudem Polizei, Rettungsdienst, Notfallseelsorger und die Tierrettung. Die Brandursache ist noch unklar.

Im Rahmen eines feierlichen Akts hat das Bundesumweltministerium einen Förderscheck an die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) überreicht. Dieser ermöglicht die Anschaffung von 30 weiteren Elektrobussen in den kommenden zwei Jahren. Die Busse sind in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg als Ersatz für bestehende Dieselfahrzeuge sowie für Angebotserweiterungen vorgesehen.

Entsprechend dem Motto „Nicht nur auf der Schiene elektrisch“ will die rnv bis zum Jahr 2030 einen Großteil ihrer bislang auf Dieselantrieb basierenden Busflotte von 126 eigenen Fahrzeugen durch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ersetzen. Nun kommt der größte ÖPNV-Betreiber der Metropolregion diesem Ziel ein großes Stück näher: Für die Anschaffung von dreißig rein elektrisch betriebenen Bussen hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine Förderung in Höhe von 9.998.617 Euro zugesagt. Dies entspricht einer Förderquote von 68 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zur Anschaffung von Dieselfahrzeugen. Insgesamt wird die rnv inklusive Ladeinfrastruktur, Werkstattausrüstung und Qualifizierungsmaßnahmen rund 25 Millionen Euro in die Elektrifizierung der Busflotte investieren.

Vertreterin Bundesumweltministerium, Stadtoberhäupter und rnv-Geschäftsführung sprechen Bei der symbolischen Übergabe der Fördergelder sprachen neben Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, auch Jutta Steinruck, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen, Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg sowie die Geschäftsführer der rnv, Martin in der Beek und Christian Volz:

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium: „Für Städte bieten Elektrobusse große Vorteile. Sie sind nicht nur effizient und verursachen keine klimaschädlichen CO2-Emissionen, sie stoßen auch keine Luftschadstoffe aus und sind deutlich leiser als Busse mit Dieselantrieb. Elektrobusse sorgen so auch für mehr Lebensqualität. Ich freue mich, dass wir den ÖPNV mit unserer Förderung deutlich attraktiver machen können.“

Jutta Steinruck, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen: „Der Ausbau der Elektrofahrzeugflotte hilft Ludwigshafen und der Region, einen zusätzlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und gleichzeitig das Maß an Mobilität zu erhalten. Mitte Oktober hat auch die Stadtverwaltung Ludwigshafen ihren Fuhrpark mit 25 E-Fahrzeugen ausgestattet. Die Förderung zeigt, dass die Verkehrswende an Fahrt aufnimmt und durch den Ankauf der E-Busse die Luftqualität in der Metropolregion Rhein-Neckar weiter verbessert werden kann.“

Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim: „Es freut mich sehr, dass die rnv eine so hohe Fördersumme vom Bundesumweltministerium erhält, um die Busflotte sukzessive bis 2030 durch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu ersetzen. Das ist nicht nur eine Verbesserung für Mannheim sondern auch für die Nachbarstädte Heidelberg und Ludwigshafen, mit denen wir im Masterplan Mobilität gemeinsam nachhaltige Mobilitätskonzepte entwickeln wollen. Mit einer größeren Flotte von E-Bussen und dem damit verbundenen Ausbau der E-Mobilität in Mannheim, können wir den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig verändern und die Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessern.“

Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg: “Ich bin davon überzeugt, dass wir angesichts der hohen Pendlerströme in der Region die Luftqualität nur verbessern können, wenn wir als Kommunen an einem Strang ziehen. Deshalb war und ist es das einzig Richtige, dass sich unsere drei Städte zum gemeinsamen Masterplan ‚Nachhaltige Mobilität‘ zusammengeschlossen haben. Mit der Förderzusage für 30 Elektrobusse kommen wir wieder einen großen Schritt weiter, um die Luft- und Lärmbelastung in unseren Innenstädten zu reduzieren.”

Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer rnv, und Christian Volz, Kaufmännischer Geschäftsführer rnv: „Elektromobilität mit Bussen ist einerseits ein wertvoller Beitrag für einen umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehr, andererseits aber derzeit sehr unwirtschaftlich. Denn es ist nicht allein mit der Beschaffung von Batteriebussen getan, sondern erfordert zusätzliche Investitionen in die Energieversorgung, Ladeinfrastruktur sowie in die Werkstätten und die Qualifizierung des Personals. Deshalb freuen wir uns, dass der Bund uns unterstützt und mit der Förderung einen Teil der Mehrkosten übernimmt.“

Weniger Schadstoffe und Lärm für belastete Innenstädte Im Jahr 2021 sollen die ersten 22 der Busse in Betrieb gehen, weitere acht folgen 2022. Bei allen Bussen handelt es sich um sogenannte Solobusse von zwölf Metern Länge. Antrieb und weitere Funktionen werden rein elektrisch betrieben, die Busse fahren lokal zu 100 Prozent emissionsfrei. Der Betrieb erfolgt – wie seit dem Jahr 2014 bereits bei den Straßenbahnen der rnv – mit Ökostrom. Die Ladung der Fahrzeuge erfolgt als Depotladung in den Betriebspausen. Dafür werden die rnv-Betriebshöfe mit Gleichstrom-Ladestationen ausgerüstet, die die Busse per CCS-Combo-2-Stecker mit Batteriestrom versorgen.

Von den 30 neuen Bussen werden 20 für den Ersatz von 16 dieselbetriebenen Fahrzeuge verwendet, zehn Elektrobusse erweitern das bestehende Angebot. Die Zusatzkapazität von vier Elektrobussen wird zum Ausgleich für Ladepausen benötigt. Die Verteilung der neuen Fahrzeuge erfolgt abhängig von dem vor Ort benötigten Ersatz und Zusatzangebot: 15 Elektrobusse gehen nach Ludwigshafen, acht nach Mannheim und sieben nach Heidelberg. Im Mannheimer Stadtgebiet sind dann insgesamt 14, in Heidelberg 13 Elektrobusse in Betrieb. Im Betrieb wird die rnv die Busse insbesondere auf innenstädtischen Linien einsetzen, um die Schadstoffbelastung in der Luft zu senken.

Die Reduktion von klimaschädlichen Gasen durch den Umstieg auf Elektromobilität kann sich sehen lassen. Im Rahmen der Ersatzbeschaffung spart die rnv durch den Wegfall von 16 Dieselbussen jährlich rund 1.400 Tonnen CO₂ und knapp 19 Tonnen NOx ein. Durch die Neubeschaffung emissionsfreier Fahrzeuge werden weitere 900 Tonnen CO₂ und rund 1,5 Tonnen NOx eingespart – insgesamt sind dies jährlich 2.300 Tonnen CO₂ und 20,5 Tonnen NOx. Durch die geräuscharmen Elektromotoren wird zudem die Lärmbelastung für die Innenstädte geringer.

Jugendarbeit und Jugendtreffs dauerhaft sichern: „Gute Infrastruktur soll beibehalten und weiter gefördert werden“

Neue Förderrichtlinien erarbeitet Mannheim verfügt über eine vielfältige Jugendarbeit. Die Einrichtungen und Angebote werden sowohl von freien Trägern als auch von der Jugendförderung der Stadt betrieben. „Diese gute Infrastruktur bei der Jugendarbeit soll auch weiterhin und dauerhaft erhalten bleiben sowie weiter ausgebaut und entsprechend gefördert werden. Deshalb haben wir zusammen mit den freien Trägern und den Vertretern der Politik die Rahmenbedingungen der Förderung analysiert und diskutiert und auf Basis dieser gemeinsamen Bestandsaufnahme nun neue Förderrichtlinien vorgelegt. Diese ermöglichen eine transparentere, verlässlichere und den Anforderungen gerechter werdende finanzielle Förderung der Jugendtreffs“, erläuterte Jugendbürgermeister Dirk Grunert bei der Vorstellung einer entsprechenden Vorlage im Jugendhilfeausschuss am vergangenen Donnerstag, der das Gremium einstimmig zustimmte. Die abschließende Entscheidung liegt beim Gemeinderat.

Aufgrund der allgemeinen Kostenentwicklung, insbesondere im Bereich der Personalkosten, bestand sowohl aus Sicht der Träger und der Politik als auch der Verwaltung die Notwendigkeit, die bestehenden Regelungen zur Förderung zu überarbeiten, um den verlässlichen Fortbestand der Jugendeinrichtungen zu gewährleisten. Auch der Gemeinderat hatte in mehreren Anträgen die Erarbeitung von neuen Förderrichtlinien gefordert.

Möglichst nachhaltig, gerecht und transparent In Workshops mit den freien Trägern, die in der Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit zusammengeschlossen sind, wurde die bestehende Situation analysiert und Anforderungen an zukünftige Förderrichtlinien gesammelt. Die Förderung soll die Arbeit in Jugendtreffs sowie die damit verbundenen Ziele und Aufgaben sicherstellen. Die neue Fördersystematik verfolgt die Zielsetzung eines Fördersystems, das nachhaltig, gerecht, transparent, rechtskonform und flexibel ist. Die Arbeit der Träger müsse auskömmlich finanziert, der Aufwand bei der Bearbeitung von Anträgen vertretbar sowie Planungssicherheit gegeben sein.

„Es ist unser Ziel, ein bedarfsgerechtes und an den Interessen von Kindern und Jugendlichen orientiertes Angebot der Jugendarbeit in Mannheim umzusetzen. Um dieses zu erreichen, wurde die Förderung und partnerschaftliche Zusammenarbeit des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe und der freien Träger nun weiterentwickelt“, so Grunert.

Neue Jugendtreffs entstehen Auch in den Stadtteilen tut sich in diesem Bereich einiges: In den nächsten zwei Jahren werden in der Schwetzingerstadt und auf dem Luzenberg zwei neue Jugendtreffs als ein Baustein für ein gutes außerschulisches Angebot eröffnet.

Ebenfalls in der Sitzung vergangene Woche beschloss der Jugendhilfeausschuss, die Trägerschaft für den Jugendtreff Friedrichsfeld, der seit 1987 als stadtteilbezogene Einrichtung für Kinder und Jugendliche besteht, an einen neuen Träger, den Freireligiösen Wohlfahrtsverband Baden e.V , zu übertragen, nachdem der bisherige Träger mitgeteilt hatte, dass er die Trägerschaft nicht mehr fortführen möchte.

Im Stadtteil Neuhermsheim ist die Neuerrichtung eines Jugendtreffs nach baurechtlicher Prüfung einer Bauvoranfrage möglich. Der Jugendtreff soll am Standort des alten Jugendtreffs am Lochgärtenweg gebaut werden. Grundlage der Planung ist ein Neubau in massiver Bauweise gemäß des städtischen Standard-Raumprogramms mit circa 200 Quadratmetern Nutzfläche für bis zu 40 Jugendlichen und Nutzungszeiten von Montag bis Freitag von 15 bis 21 Uhr. Nach der Beauftragung der Verwaltung mit der Maßnahmenumsetzung könnte 2020 das Wettbewerbsverfahren für die Architektenleistungen beginnen. Über die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel wird noch in den Haushaltsgesprächen zum nächsten Doppelhaushalt beraten. Der Baubeginn könnte in 2022 erfolgen.

Alternativer Weihnachtsmarkt der Neckarstadt eröffnet am Donnerstag

Vom 5. bis 15. Dezember 2019 findet erneut der „Merry Messplatz“ vor der Alten Feuerwache statt. Im sechsten Jahr seines Bestehens wartet der kleine Wintermarkt wieder mit einem kostenlosen, abwechslungsreichen Kulturprogramm, kulinarischen Köstlichkeiten, viel Handgemachtem und kreativen Geschenkideen auf.

Neben den zehn Konzerten, die allabendlich um 19 Uhr von Bands aus den Bereichen Pop, Soul, Folk und Jazz präsentiert werden, gibt es in diesem Jahr ein weiteres kulturelles Highlight auf dem Merry Messplatz: So können die Besucher am Samstag, 7.12., eine interaktive Performance erleben, die den Markt in ein surreales Spielkasino verwandelt und dabei gesellschaftliche Themen wie soziale Gerechtigkeit mit künstlerischen Mitteln reflektiert: „The European House of Gambling“, das Projekt der Performancekünstlerin Tanja Krone, war bereits vor zwei Jahren im Rahmen des „Wunder der Prärie“ Festivals des Zeitraumexit in Mannheim zu Gast und wird nun eigens für den Merry Messplatz in Zusammenarbeit mit dem Jungen NTM neu konzipiert.

Am Dienstag (10.12.) steht der Markt ganz im Zeichen der Social Entrepreneurs – jungen Unternehmer, die mit innovativen Konzepten gesellschaftliche Herausforderungen in Angriff nehmen. In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe Social Innovation Bar (Café Alte Feuerwache, ab 20 Uhr) präsentieren vier Vertreter dieser Zunft ihre Ideen in den Hütten des Merry Messplatz.

Am letzten Veranstaltungstag, 15.12., gibt es zusätzlich zu dem Konzert am Abend einen weiteren musikalischen Programmpunkt (17:00 Uhr), der besonders für Kinder und Kindgebliebene interessant sein dürfte: Schlagzeuger und Theatermusiker Ulrich Hartmann ist mit einer absurd-komischen Soloperformance zwischen Jahrmarkt-Jazz und Kasperle-Theater zu Gast.

Was ist der Merry Messplatz?

Der Merry Messplatz wurde vor sechs Jahren von Neckarstädter Bürgern gemeinsam mit der Alten Feuerwache und dem Kulturamt der Stadt Mannheim ins Leben gerufen. Herzstück der Veranstaltung ist die Musikbühne, auf der täglich um 19 Uhr ein Live-Konzert stattfindet – Eintritt frei! Zu erleben sind hier ausschließlich Bands mit eigenem Songrepertoir, die häufig der lokalen Newcomerszene entspringen. Doch auch Künstler aus der gesamten Bundesrepublik und darüber hinaus wissen das aufgeschlossene Publikum des Merry Messplatz sehr zu schätzen. Von Pop, Soul über Folk bis Jazz – stilistisch deckt das Programm eine große Bandbreite ab und sorgt immer wieder für Überraschungen. Das Rotationsprinzip mit wechselnden Ausstellern sorgt dafür, dass Besucher trotz der beschaulichen Größe des Marktes täglich etwas Neues entdecken können. Dies gilt auch für das kulinarische Angebot, welches in diesem Jahr durch „Rene’s Kitchen“ bereitgestellt wird: neben Falafel, Burger und Quarkbällchen wird es wechselnde Eintöpfe geben. Hinsichtlich der Heißgetränke setzt der Merry Messplatz traditionellerweise auf Bio-Glühwein aus der Pfalz, ergänzt durch heißen Apfelsaft gleicher Herkunft.

Live-Konzerte, täglich 19 – 20 Uhr

05.12. Thilo RnB / Soul Thilo Berndt (+1998) ist Sänger, Songwriter und Schauspieler. Veröffentlichte 2019 seine Debut-Single „Disconnected“. Studiert derzeit an der Popakademie und lebt in Mannheim.

06.12. Johanna Amelie Indie Folk Singer/Songwriterin aus Berlin. Seit ihrem zweiten Album „Distance“ tourt sie quer durch Europa. Beim Merry Messplatz ist sie mit ihrem Trio zu Gast.

07.12. „The European House of Gambling“ Kunst-Performance Von 17 – 21 Uhr verwandelt sich der Merry Messplatz in eine Mischung aus surrealem Jahrmarkt und Spielkasino. Interaktive und gesellschaftskritische Performance von Tanja Krone und SchauspielerInnen des Jungen NTM.

08.12.Veronica Fusaro Soul / Pop Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin aus der Schweiz, wo sie für YouTube-Hits wie „Rollercoaster“ als begehrter Newcomer gefeiert wird. Mit Gitarre, Stimme und Loopmaschine tourt sie als Solo-Artist durch die Welt.

09.12. Mayuko Art Pop Das Trio aus Mannheimer Künstlerinnen tritt beim Merry Messplatz das erste Mal öffentlich auf. Mit Gesang, Schlagwerk, Kontrabass und allerlei Klangeffekten schaffen sie atmosphärisch dichte und komplexe Popmusik.

10.12. Still In The Woods Progressive Soul Ihr Debütalbum “Rootless Tree” (2018) wurde vom ZEITmagazin empfohlen, der WDR kürte es zum Album der Woche und der ORF sah in dem Album „eine der interessantesten Indie-Neuerscheinungen dieses Jahres“. Im Rahmen ihrer Promo-Tour zur Neuerscheinung “Flying Waves” (2019) legen sie einen Stopp beim Merry Messplatz ein.

11.12. Mononoke Electronic Post-Jazz Das Duo aus Berlin erzeugt mit Schlagzeug und Synthesizern epische Spannungsbögen und ungewöhnliche Klangkollagen, die mal nach Post-Rock und mal nach Soul-Jazz klingen.

12.12. Lampe Poetry / Pop Lampe ist Lampe. Der Mannheimer ist auf Konzertbühnen genauso zuhause wie auf Poetry Slams. Seine deutschen Texte sind lustig und melancholisch zugleich, da bleibt kein Auge trocken.

13.12. Minnow Folk / Pop Minnow ist die Entdeckung aus dem aktuellen Band-Support Programm. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus Mannheim und Weinheim überzeugen durch ein hohes Maß an musikalischer Leidenschaft und Authentizität.

14.12. LionLion Indie Rock Nürnberger Formation um die beiden eineiigen Zwillingsbrüder Michael & Matthias Rückert. Nach dem hochgelobten Debütalbum „The Atlas Idea“ folgt nun mit der EP „Rise & Fall“ der erste Vorgeschmack auf das zweite Album „Perspective“, welches im Frühjahr 2020 erneut unter eigenem Label erscheint.

15.12. 17:00 Ulrich Hartmann Kinderkonzert Bereits zu seinen Popakademie-Zeiten fiel der Schlagzeuger Ulrich Hartmann mit ungewöhnlichen Projekten wie „Kasperle (bum bum)“ aus der Reihe. Mittlerweile sind seine vielseitigen Talente vor allem bei Theaterproduktionen gefragt. Eigens für den Merry Messplatz konzipiert er nun ein Solo-Programm für die Konzertbühne.

15.12. 19:00 Mosiah & the Soundgenerators Reggae / Dancehall Aus seiner Heimat Trinidad brachte Mosiah die Liebe zur Reggae-Musik mit nach Heidelberg und Mannheim, wo er mit der Backing-Band „The Soundgenerators“ Gleichgesinnte fand. Mit gefeierten YouTube-Hits wie „Reggea Sweet“ und „Roll it“ werden sie dem Merry Messplatz einheizen.

Ehrung für die Arbeit im Gemeinderat – Stadt Mannheim vergibt Ratsmedaillen und Dankesurkunden an Mandatsträgerinnen und Mandatsträger

„Die Arbeit im Gemeinderat ist eine außerordentlich anspruchsvolle ehrenamtliche Tätigkeit. Deshalb wollen wir das jahrelange verantwortungsvolle Engagement mit einer neuen Auszeichnung, der Ratsmedaille würdigen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz im Rahmen seiner Grußworte bei der Ehrung von Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern in der Kunsthalle Mannheim.

Der OB betonte, wie wichtig die Wertschätzung in der Gesellschaft für das politische Engagement sei. Er verwies dabei auf die Ausführungen der diesjährigen Heinrich-Böll-Preisträgerin Juli Zeh, in ihrer Rede zur Preisverleihung. Sie sagte, dass es eine Verachtung der Politik aus der Mitte der Gesellschaft heraus gebe. Eine Zeitlang könne die Demokratie diese Verachtung noch verkraften mit dem Schwung, den sie in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts habe aufnehmen können. Ewig werde das nicht so weitergehen. „Die Wertschätzung politischen Engagements ist heute wichtiger denn je. Es muss aber auch Qualität geliefert werden. Sie haben sich dieser Verantwortung mit großem Einsatz gestellt“, so der Oberbürgermeister. Dazu stellte der OB auch einige statistische Daten vor: Der Gemeinderat habe 49 Mal getagt, womit circa 152 Stunden gemeinsame Tagungszeit zusammenkämen.

Im Anschluss an seine Rede überreichte der Oberbürgermeister die Ratsmedaille in Gold an Dr. Jens Kirsch, Konrad Schlichter und Carsten Südmersen. (In Abwesenheit an Marianne Bade). Mit der silbernen Ratsmedaille wurden Joachim Horner und Dr. Adelheid Weiss geehrt und die Ratsmedaille in Bronze erhielten Roland Geörg, Prof. Dr. Heidrun Kämper, Nazan Kapan, Bernd Kupfer, Helmut Lambert, Peter Pfanz-Sponagel, Steffen Ratzel, Dr. Gerhard Schäffner, Dr. Boris Weirauch und Eberhard Will. (In Abwesenheit an Wolfgang Pföhler und Rebekka Schmitt-Illert).

Zudem erhielten die ehemaligen Abgeordneten Helen Heberer und in Abwesenheit – Prof. Dr. Egon Jüttner, Stefan Rebmann, Dr. Gerhard Schick, Michael Schlecht und Peter Simon eine Dankesurkunde, ebenso wie Altstadtrat Petar Drakul und in Abwesenheit die Altstadträtinnen Gökay Akbulut, Isabel Dehmelt und Nuran Tayanc. Auch die ehemaligen Migrationsbeiräte erhielten eine Urkunde: Kadri Akpaki Abdou, Maryam Azam, Fatih Ekinci, Maria Fix, Armi Korja-Mayer, Tefik Ramadani, und Anouk Esther Zabal sowie in Abwesenheit Danyel Atalay, Türkan Celik, Irina Fitz, Jonka Hristova, Ebu Bekir Selçuk und Cem Yalçınkaya.

Im Rahmen eines Vortrags stellte Professor Dr. Marc Debus, Direktor des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung, Daten und Fakten zum Thema “Vertrauen und Partizipation als Grundlagen für gesellschaftlichen Zusammenhalt” vor. Für die musikalische Umrahmung der Mandatsträgerverabschiedung sorgten die Twiolins.

Die Ratsmedaille wird in drei Stufen – Gold, Silber und Bronze – an die Stadträtinnen und Stadträte verliehen, die während der abgelaufenen Amtszeit aus dem Gemeinderat ausgeschieden sind, beziehungsweise nach erfolgter Neuwahl dem Gremium nicht mehr angehören.

Die Ratsmedaille in Bronze wird an Gemeinderatsmitglieder verliehen, die mindestens eine volle Amtszeit absolviert haben (mindestens fünf Jahre). Die Ratsmedaille in Silber geht an Gemeinderatsmitglieder mit mindestens drei vollen Amtszeiten (mindestens 15 Jahre). Die goldene Ratsmedaille können Stadträtinnen und Stadträte erhalten, die mindestens fünf volle Amtszeiten, also mindestens 25 Jahre lang im Gemeinderat der Stadt Mannheim waren. Bei einem Wiedereintritt in den Gemeinderat werden frühere Amtszeiten angerechnet. Liegen besondere Voraussetzungen vor, wie zum Beispiel die Übernahme des Fraktionsvorsitzes, dann kann auch eine höhere Stufe der Ratsmedaille oder eine andere höherwertige Würdigung verliehen werden.

Monnem Bike schickt den Nikolaus zum Beleuchtungs-Check

Radfahren ist gesund und umweltschonend, aber ohne richtige Beleuchtung kann das Radeln vor allem in der dunklen Jahreszeit auch richtig gefährlich sein. Daher sorgt der Nikolaus nicht nur für strahlende Kinderaugen, sondern auch für leuchtende Fahrräder. In Mannheim macht der Nikolaus am Freitag, 6. Dezember 2019, ab 7 Uhr, am Wasserturm/ Vorplatz Rosengarten und ab 17 Uhr auf der Kurpfalzbrücke auf das Thema „Verkehrssicherheit“ aufmerksam. Die Verkehrsplanung der Stadt Mannheim verteilt Gutscheine für Reparaturen oder Equipment rund ums Fahrrad an Radfahrende ohne funktionierende Beleuchtung. Der Nikolaus sorgt aber nicht nur dafür, dass Lichtlosen ein Licht aufgeht, sondern belohnt auch beleuchtete Radfahrende mit Schokoladenherzen. Vorbei radeln lohnt sich also!

Die Beleuchtungsaktion ist Teil der landesweiten Nikolaus-Licht-Aktion der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK BW).

Lokale Unterstützer der Aktion sind Biria Bike Center, Bikemax – Bike & Outdoor Company GmbH & Co. KG, Schreiber Zweirad & Motor-Technik, Fahrrad Schmidt, Basement Bikes und die Fahrradwerkstatt am Hauptbahnhof. Dort können die Gutscheine bis Ende Februar 2020 eingelöst werden.

Theodor-Heuss-Anlage: 2. Fahrspur Richtung Innenstadt ab Montag offen

Die Arbeiten in der Theodor-Heuss-Anlage nähern sich dem Ende. Die Vollsperrung Richtung Innenstadt konnte Mitte November wie geplant aufgehoben und eine einspurige Verkehrsführung hergestellt werden. Ab kommenden Montag, 2. Dezember 2019, wird auch die zweite Fahrspur freigegeben. Somit sind beide Fahrspuren in Richtung Innenstadt wieder nutzbar. Der Wender auf Höhe des Gartenschauwegs bleibt für Restarbeiten gesperrt. Der letzte Bauabschnitt befindet sich mit einer Länge von rund 400 Metern auf der Seite des Friedensplatzes, Fahrtrichtung Neuostheim. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Entsprechende Umleitungsstrecken über die Wilhelm-Varnholt-Allee und B38a sind ausgeschildert. Alle Grundstücke entlang der Baumaßnahme sind zu jeder Zeit direkt oder über eine Umleitung erreichbar.

Weitere Schritte im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Stadt Mannheim: Intelligentes Parkmanagementsystem und Baustellen –und Unfallstellen-Managementsystem werden entwickelt

Wie finde ich einen freien Parkplatz in einem Parkhaus in der Innenstadt oder einen E-Ladepunkt in der Stadt? Und gibt es auf meinem Weg zur Arbeit Baustellen oder Unfallstellen oder findet heute eine Großveranstaltung statt? Und wie kann ich diese umfahren? Antworten auf diese Fragen sollen zukünftig das Intelligente ParkleitMAnagementsystem (PLMS) und das Digitale Arbeitsstellen-und UnfallstellenMAnagement “(AUMAn) der Stadt Mannheim geben.

„Beide Systeme sind ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie, vor allem aber auch auf dem Weg zur nachhaltigen, smarten Stadt. Denn beide Systeme helfen, Verkehrsströme sinnvoll zu leiten. Perspektivisch wird es so weniger Schadstoff-Emissionen geben und mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt, “ erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Das Konzept zum PLMS wurde im Rahmen des Masterplans Green City in Zusammenarbeit mit der MVV Energie AG, der Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH (MPB) und Dritter entwickelt. Das System erhebt Daten zur Zahl und Lage der verfügbaren Parkplätze in den angeschlossenen Parkhäusern und Tiefgaragen in der Innenstadt und der E-Ladepunkte in der Stadt und gibt dann eine Parkplatzempfehlung. In vier Parkbauten der MPB zeigen zudem LED-Anzeigen den Nutzerinnen und Nutzern, welche Parkplätze noch frei sind. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Stadt Mannheim trägt mit 1,6 Millionen Euro 50 Prozent Eigenanteil, die MPB beteiligt sich mit 215.250 Euro.

Bereitgestellt werden die Informationen über die Open-Data-Plattform der Stadt. Sie stehen für Apps der MPB, VRN und Dritter sowie für Navigationsgeräte zur Verfügung und bilden auch die Grundlage für die in diesem Zuge optimierten stationären Anzeigen des Parkleitsystems aus dem Jahr 1990. Zusätzlich sollen moderne und barrierefreie Bezahlsysteme erprobt und nach Möglichkeit eingeführt werden, so dass die Nutzer des mobilen Individualverkehrs die verfügbaren Parkplätze ansteuern und der Straßenraum nicht durch parkende Fahrzeuge dominiert wird sondern von den Menschen genutzt werden kann.

Auf dem Weg zu autonomen Fahren und Parken

Mit Blick in die Zukunft bildet dieses System die Basis für weitere Verbesserungen, auch in der Steuerung von Verkehrsströmen. Wo bereits heute freie Parkplätze angezeigt werden, werden Voraussetzungen geschaffen, um diese zukünftig vorab reservieren zu können. Und: Diese Maßnahmen sollen auch die Basis bilden, um autonomes Parken in den Parkbauten möglich zu machen. Die im Rahmen des Projektes gewonnenen Erkenntnisse münden in einer Konzeption zur technischen Umsetzung einer zukünftigen Nach- beziehungsweise Umrüstung von Bestands-Parkbauten für autonom fahrende beziehungsweise parkende Fahrzeuge.

Arbeitsstellen- und UnfallstellenMAnagement

Auch das Konzept „Digitales Arbeitsstellen- und UnfallstellenMAnagement (AUMAn) entstand im Rahmen des Masterplans Green City. In diesem System sollen genehmigte Baustellen und Unfallstellen erhoben und verifiziert werden. Die Daten sollen für Apps, Navigationssysteme und das Geoinformationssystem der Stadt Mannheim bereitgestellt werden. Perspektivisch sollen auch im Voraus bekannte Großveranstaltungen und Versammlungen berücksichtigt werden. Die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt betragen 900.000 Euro – das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übernimmt die Hälfte als Förderung.

Bessere Steuerung von Verkehrsströmen und weniger Emissionen

Das neue System soll die Auswirkungen von Bau-Maßnahmen, Gefahrenstellen und Großveranstaltungen auf den Verkehrsablauf minimieren. Die Nutzer sollen entsprechende Informationen zeitnah erhalten. Je größer die Abdeckung durch das AUMAn, desto besser werden die Empfehlungen an die Nutzer sein. Dann können längere Stauzeiten verhindert werden und die damit verbundenen Lärm- und Schadstoffbelastungen werden verringert. Denn anders als zum Beispiel bei Navigationssystemen, die Verkehrsbehinderungen aus der Fortbewegungsgeschwindigkeit ableiten, weiß das neue System im Voraus, wo sich Baustellen, Gefahren- beziehungsweise Unfallstellen und Großveranstaltungen befinden und kann so verlässliche Informationen zur Reisezeitverzögerung oder zu Umfahrungsmöglichkeiten ableiten.

Transponder in Leitbaken und/oder Fahrzeugen helfen, einen Fahrstreifen beziehungsweise einen Straßenabschnitt in relativer Echtzeit als Arbeitsstelle zu erkennen. Und auch die Einsatzmeldungen der Feuerwehr und der Rettungsdienste, die sich auf den Verkehrsablauf auswirken können, sollen später zeitnah durch AUMAn hinterlegt werden. Perspektivisch werden die technischen Grundlagen geschaffen, um zukünftig auch Meldungen der Polizei aus der Stadt aufzunehmen, also zum Beispiel Verkehrsbehinderungen bei Fußballspielen oder großen Konzerten. Das PLMS soll bis Ende 2022, das AUMAn-System bis Ende 2020 fertiggestellt werden.

Ganz schön sportlich: Der Nikolaus kommt ins Eissportzentrum Herzogenried

Zwar ist der Nikolaustag traditionell der 6. Dezember, aber das dürfte die Besucher des Eissportzentrums kaum davon abhalten, auch zwei Tage später noch einmal den Nikolaus persönlich zu begrüßen. Am Sonntag, 8. Dezember 2019, wird er zwischen 10 und 12 Uhr im Rahmen des öffentlichen Laufes für Anfänger und Eltern mit Kindern die Kleinsten überraschen und mit kleinen Geschenken beglücken. Vielleicht wagt sich der Nikolaus ja auch aufs Eis?

Die Aktion „Der Nikolaus kommt“ ist in dem normalen Eintrittsentgelt enthalten. Der Fachbereich Sport und Freizeit bietet seit vielen Jahren die Aktion an, um den kleinen Gästen und Besucher der Mannheimer Sportstätten eine Freude zu bereiten. Die Abteilung Eiskunstlauf des Mannheimer ERC unterstützt dieses Jahr die Nikolaus-Aktion.

Streicher-Konzert in der Musikschule

Die Fachgruppe Streicher der Musikschule Mannheim lädt

am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr im Ernst-Toch-Saal der Musikschule Mannheim, E 4, 14,

zu ihrem Konzert „StrichART“ ein.

Schüler*innen verschiedener Unterrichtsklassen und aller Altersstufen lassen die ganze Bandbreite der Streicherliteratur erklingen. Neben solistischen Beiträgen mit Klavierbegleitung liegt der Schwerpunkt des Konzertprogramms auf der Kammermusik, mit Besetzungen von Streich-Duo bis zum Streichquartett.

Darüber hinaus präsentieren bereits sehr junge Teilnehmer*innen des kommenden Wettbewerbs „Jugend musiziert“ Teile ihres Wertungsprogramms.

Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Achim Ringle.

Der Eintritt ist frei.

Neue Kita entsteht im Glückstein-Quartier

80 neue Kita-Plätze werden im Glückstein-Quartier entstehen. An zentraler Stelle direkt am Lindenhofplatz gelegen wird die Familienheim Rhein-Neckar e.G. auf dem Grundstück der ehemaligen Hauptfeuerwache (Baufeld 12) ein Wohn- und Geschäftsgebäude bauen. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist eine Kita mit zwei Krippen- und drei Kita-Gruppen geplant. Die Kita wird auf der zur Glücksteinallee zugewandten Seite liegen, die rückwärtige Freifläche soll als Außenspielbereich der Kita dienen.

Im Oktober teilte Familienheim mit, dass in Abstimmung mit dem Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt sowie dem Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) das Angebot gegenüber dem Planungsstand von September nochmals um eine weitere Krippengruppe mit zehn Plätzen erweitert werden kann. Die Stadt Mannheim fördert das Kita-Projekt insgesamt mit bis zu 1,65 Millionen Euro. Eine entsprechende Beschlussempfehlung gab der Jugendhilfeausschuss in seiner heutigen Sitzung. Als Träger der Kita ist die Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH vorgesehen. Das Projekt befindet sich aktuell noch in der Entwicklungsplanung.

„Die Suche nach einem geeigneten Standort für eine Kita im Glückstein-Quartier ist nicht einfach gewesen. Die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung haben intensive Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern geführt. Umso mehr freue ich mich, dass ein positives Ergebnis für das Glückstein-Quartier und den angrenzenden Lindenhof erzielt werden konnte. Gemeinsam mit der Familienheim Rhein-Neckar e.G. ist es gelungen, ein neues Betreuungsangebot für Kinder zu ermöglichen“, erklärt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch.

Detaillierte Ausbauplanung für den Lindenhof vorgelegt „Allen Eltern in Mannheim eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, ist für uns ein essentiell wichtiges Anliegen. Dies wird zunehmend auch zum Standortfaktor für den Wirtschaftsstandort Mannheim. Die Stadt Mannheim investiert bereits intensiv in den Ausbau der Kinderbetreuung“, betont der Mannheimer Familienbürgermeister Dirk Grunert. „Von daher ist es sehr zu begrüßen, dass der Investor es nun ermöglicht, auch im Glücksteinquartier Kinderbetreuung anzubieten.“

In Mannheim sollen im Krippenbereich allein bis zum Jahr 2021 21 neue Gruppen mit 210 neuen Plätzen sowie 27,5 neue Kindergartengruppen mit 550 Plätzen – alle in Ganztagesform – entstehen. Für den Ausbau und Erhalt von Kindertagesstätten hat der Gemeinderat in den Etatberatungen 2018 Mittel in Höhe von rund 30 Millionen Euro bis zum Jahr 2021 bewilligt. Für Ausbauvorhaben die über diese Planung hinausgehen, werden anlassbezogen weitere Mittel zur Verfügung gestellt.

Speziell auf dem Lindenhof legte die Verwaltung zur mittel- und langfristigen Deckung der Kinderbetreuungsbedarfe bereits im September eine umfassende Ausbauplanung vor: Danach werden in dem Stadtteil insgesamt vier weitere Krippen- und sieben Kindergartengruppen in Ganztagsform geschaffen mit zusammen 180 Plätzen. (https://www.mannheim.de/de/nachrichten/ ausbau-der-kinderbetreuung-ein-schwerpunktthema)

„Wir freuen uns sehr, dass es aufgrund der intensiven Gespräche mit allen Beteiligten und gemeinsamen Anstrengungen gelungen ist, die Notwendigkeit einer Kita im Glücksteinquartier zu verdeutlichen, so dass eine solche nun realisiert werden kann“, hebt Grunert hervor.