Landau: Die Polizei-News

Symbolbild, Polizei, Blaulicht, Rettungsdienst, DRK © Holger Knecht
Symbolbild Blaulicht © Holger Knecht

Landau – Die Polizei berichtet von Vorfällen aus dem Dienstbezirk. Werden Hinweise gesucht und ihr habt etwas gesehen, dann wendet Euch bitte an die zuständige Polizeidienststelle.

Betrunkener Radfahrer ohne Licht

Landau (ots) – Im Rahmen der nächtlichen Streifenfahrt wurde ein Radfahrer ohne Licht im Landauer Stadtgebiet festgestellt. Der 18-jährige aus Landau wurde einer Verkehrskontrolle unterzogen, hierbei wurde Alkohol- und Marihuanageruch wahrgenommen.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab 2,1 Promille. Aufgrund des Verdachtes der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkohol- und Drogeneinfluss wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen. Des Weiteren führte der junge Landauer Betäubungsmittel mit sich, weshalb eine weitere Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt wurde.

Vorsicht falsche Mitarbeiter

Landau (ots) – Das Telefon klingelt. Ein Unbekannter meldet sich und stellt sich als Microsoft-Mitarbeiter vor. Er behauptet, der Computer oder Laptop sei gehackt worden oder sei von Viren befallen. Das Zertifikat sei ebenfalls abgelaufen. Glücklicherweise kümmert sich Microsoft um seine Kunden, sagt er, und bietet eine Reparatur und auch gleich die Verlängerung des Zertifikats an. Er bittet um Zugriff auf den Computer, es muss lediglich ein kleines Programm installiert werden und schon bewegt sich der Mauszeiger wie von Geisterhand. Es öffnen sich Fenster, in denen bedrohliche Warnmeldungen angezeigt werden.

Die Reparatur kostet nicht viel, ein Servicepaket für ein oder zwei Jahre, ganz nach Wunsch, eingeschlossen. Er fragt nach der Kreditkarte. Auch per Onlinebanking kann der Betrag unkompliziert überwiesen werden. Sogleich erscheint ein vorgefertigter Überweisungsträger, lediglich die TAN für die Transaktion muss noch eingegeben werden. Die Überweisung wurde nicht angenommen sagt der freundliche Mann in gebrochenem Deutsch. Nochmals eine TAN. Und dann nochmals. Endlich fertig. Das Gespräch hat fast drei Stunden gedauert.

Am nächsten Tag erscheinen auf dem Kontoauszug oder der Kreditkartenabrechnung gleich mehrere Buchungen die so gar nicht in Einklang zu bringen sind mit dem Telefongespräch vom Vortag. Der vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter hat das Konto geplündert.

So ähnlich erging es am 03.08.2019 einem 70 jährigen Mann aus dem Landkreis Germersheim, dem über 800 EUR von seinem Konto abgebucht wurden.

Am 09.08.2019 wurde ein 74 jähriger Jurist aus Landau vom angeblichen Microsoft-Support kontaktiert. Der erfahrene Jurist erkannte den Betrugsversuch, so dass es zu keinem finanziellen Schaden kam.

Weniger gut verlief es am 13.08.2019 für einen 53-jährigen aus dem Landkreis Südliche Weinstraße. Er verlor über 4.500 EUR.

So schützen Sie sich:
  • Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus.
  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.
Wenn Sie betroffen sind:
  • Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn herunter. Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter.
  • Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm auf Ihrem Rechner löschen.
  • Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurückholen können.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.