Babenhausen: Polizeieinsatz – Mob von 60 Personen behindert Rettungsmaßnahmen nach Verkehrsunfall

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Symbolbild Polizeieinsatz © Pixabay

Babenhausen-Kernstadt (ots) – Am Donnerstag, den 15.08.2019, gg. 21.40 Uhr, befuhr ein 20-Jähriger aus Babenhausen mit seinem PKW die Bürgermeister-Willand-Straße von der Bouxwiller Straße kommend in Richtung Philipp-Reis-Straße und wollte nach links in diese abbiegen.

Hierbei beachtete er nicht den 52-Jährigen aus Babenhausen, der die Bürgermeister-Willand-Straße in entgegengesetzter Fahrtrichtung befuhr.
Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge.

Durch die Aufprallwucht wurde der PKW des Unfallverursachers um 180 Grad gedreht und rollte anschließend 10 m rückwärts in die Philipp-Reis-Straße.

Ein Mitfahrer des Unfallverursachers wurde leicht und der andere schwer verletzt. Beide Verletzte wurden von einem Notarzt erst versorgt und anschließend in ein umliegendes Krankenhaus verbracht.

Die beiden Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Die Feuerwehr Babenhausen unterstützte die Polizeistreifen bei der Unfallaufnahme.
Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 11.000 EUR.

  • Aggressive Schaulustige behindern Rettungsmaßnahmen !

Bereits beim Eintreffen der verständigten Streife, waren die Feuerwehr Babenhausen und der Rettungsdienst vor Ort.

Zahlreiche Schaulustige, die sich gegenüber den Rettungskräften verbal sehr aggressiv verhielten, sammelten sich an der Unfallstelle.
Darunter auch eine 48 Jahre alte Frau, die im Zuge der Unfallaufnahme kollabierte und ärztliche Hilfe benötigte. Die Hilfe des Rettungsdienstes konnte jedoch nur zeitverzögert erfolgen.

Eine sich stetig erhöhende Anzahl der Schaulustigen, unter denen sich auch Familienangehörige eines der Unfallbeteiligten befanden, behinderte die Helfer massiv in der Ausübung ihrer Arbeit.
Erst die polizeiliche Androhung des Einsatzes von Pfefferspray und der Aufbau eines Sichtschutzes durch die Feuerwehr Babenhausen, gewährte den Rettungsdiensten eine geschützte Ausübung ihrer Tätigkeit.

Unterstützt von weiteren Streifen, unter anderem aus dem Bundesland Bayern sowie einem Diensthund konnte die etwa 60-köpfige Personengruppe in Schach halten.

Die Polizei in Dieburg ist mit der Unfallaufnahme betraut.
Derzeit wird eine strafrechtliche Konsequenz des Verhaltens Einzelner geprüft.