Ludwigshafen: Stadtnotizen

Ludwigshafen – News, Termine, Kulturelles und Wissenswertes

Beschwerdechor und Diskussionsrunde zum Thema Artenvielfalt

Wilhelm-Hack-Museum

Der vom Kunstverein Ludwigshafen organisierte Beschwerdechor für Artenvielfalt tritt am Samstag, 15. Juni 2019, 18.30 Uhr, im Wilhelm-Hack-Museum, Berliner Straße 23, auf. Der Chor ist ein Kooperationsprojekt des Museums mit dem Kunstverein Ludwigshafen, den Musikerinnen und Musikern von Coco SaFir und Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Um 19 Uhr schließt sich ein Expertentalk zum Thema Warum brauchen wir mehr Artenvielfalt? an. Es diskutieren Dr. Anton Safer (Humanbiologe, Agraringenieur), Klaus Eisele (1. Vorsitzender Imkerverband Rheinland-Pfalz e.V.), Markus Roeser (Global Communications BASF SE), Rainer Ritthaler (Leiter Bereich Umwelt, Stadt Ludwigshafen), Philipp Kreischer (Landwirt) und Dr. Annely Brandt (Bieneninstitut Kirchhain). Die Moderation hat Kathrin Holzberg, Kommunikations- und Unternehmensberaterin.

Beschwerdechor und Diskussionsrunde sind Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Ludwigshafen summt und brummt“ in der Rudolf-Scharpf-Galerie, die sich bis 14. Juli mit dem massiven Rückgang von Fluginsekten in den letzten Jahren beschäftigt. Mit der Ausstellung und dem künstlerischen Forschungslabor SUMMARIUM in der Rudolf-Scharpf-Galerie sowie einem Blühstreifen-Parcours im öffentlichen Stadtraum (ausgehend vom Garten der Rudolf-Scharpf Galerie bis zum Ebertpark) möchte das Projekt zu einer verantwortungsvollen Beziehung zwischen Mensch und Natur anregen. Dabei liegt der Fokus auf den (Wild-)Bienen, ihrer Lebensweise und Lebensräume und ihrer Bedeutung für die Aufrechterhaltung ökologischer Zusammenhänge.

SPD STADTRATSFRAKTION LUDWIGSHAFEN

Die SPD fordert Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und Teilnahme am Förderprogramm Stadtnatur

Die SPD Stadtratsfraktion fordert den Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und die Teilnahme am Förderschwerpunkt Stadtnatur beim Bundesprogramm Biologische Vielfalt ab 2020.

Ludwigshafen zählt zu den Städten, denen für die nächsten Jahren ein Bevölkerungszuwachs prognostiziert wird. Es wird eine große Zahl an Wohnungen in den nächsten Jahren gebaut werden müssen, gleichzeitig gilt es den Flächenverbrauch zu reduzieren und Naturflächen im Stadtgebiet aufzuwerten. Hier setzt das Bundesprogramm Stadtnatur an, das am 6. Juni im Bundeskabinett beschlossen wurde und helfen soll, den Konflikt zwischen Wohnraumbedarf und der Notwendigkeit städtischer Frei- und Grünräume zu lösen und beides zu ermöglichen.

„Stadtnatur erfüllt hierbei wichtige Funktionen für eine lebendige Stadt: Sie bietet gleichzeitig Raum für Erholung, Sport und Freizeit, ist Ort der Begegnung für Integration und Teilhabe. Ganz nebenbei bietet Stadtnatur kostengünstige Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel“, erklärt Markus Lemberger, umweltpolitischer Sprecher der  SPD Stadtratsfraktion, den Wunsch der SPD und begrüßt damit den Masterplan Stadtnatur des Bundesministeriums für Umwelt- und Naturschutz.

„Mit dem Masterplan wird die kommunale Landschaftsplanung gestärkt, wir können damit innerstädtische Naturerfahrungsräume in der Bauleitplanung festsetzen und so zum Beispiel qualitätsvollen Wohnungsbau stärken und fördern. Unter anderem werden mit dem Bundesprogramm Förderungen für Gebäudeeigentümer und Kommunen aufgelegt“, stellt Lemberger fest. „Stadtnatur ist ein Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität und hilft gleichzeitig, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu steigern. Damit wird sichergestellt, dass Ludwigshafen grüner und lebenswerter wird“.

Nach Mainz und Speyer soll deshalb Ludwigshafen dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beitreten, sich mit den Bündnispartnern vernetzen und Vorreiter bei der Schaffung von Stadtnatur in Deutschland werden, wünscht sich Lemberger für Ludwigshafen.

Schreibwerkstatt mit Literaturpreisträger verschoben

Die für den 15. Juni vorgesehene Schreibwerkstatt für junge Autorinnen und Autoren mit Björn Kuhligk, dem Gewinner des Arno Reinfrank Literaturpreises 2018, wird auf Samstag, 24. August 2019, 10.30 Uhr verlegt. Darauf weisen die Veranstalterinnen, die Stadtbibliothek und die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz hin.

Die Schreibwerkstatt ist Auftakt für den Arno Reinfrank Jugend- Literaturwettbewerb, bei dem sich junge Menschen aus der Heimatstadt des Ludwigshafener Autors alle zwei Jahre miteinander messen können. Thema in diesem Jahr ist “Mensch und Maschine – gemeinsam in die Zukunft?” Der Workshop soll jungen Menschen Hilfestellung im kreativen Prozess geben. Als Preise, die am 23. September vergeben werden, sind neben Büchergutscheinen auch Preisgelder in Höhe von 50 Euro vorgesehen. Alle Beiträge werden online und später in Buchform veröffentlicht.

Information und Anmeldung unter Telefon 0621 504-2607 oder per E-Mail daniel.ruebel@ludwigshafen.de.

Radarkontrollen für die Woche vom 17. Juni bis 23. Juni 2019

Die Stadt Ludwigshafen nimmt in folgenden Stadtteilen Radarkontrollen vor:

Montag, 17. Juni: Pfingstweide, Edigheim und Mundenheim

  • Dienstag, 18. Juni: Süd, West und Gartenstadt
  • Mittwoch, 19. Juni: Friesenheim, Mitte und Nord
  • Freitag, 21. Juni: Friesenheim, Maudach und Rheingönheim
  • Samstag, 22. Juni: Ruchheim und Oggersheim.

Kurzfristige Änderungen behält sich der Bereich Straßenverkehr vor. Kontrollen können auch kurzfristig an anderen Stellen stattfinden.

Hits der 1960er Jahre in LU kompakt

Eine Party mit Hits der 1960er Jahre feiert das Team von LU kompakt, Benckiserstraße 66, am Freitag, 28. Juni 2019, von 14 bis 17 Uhr. Norbert Wieczorek macht Musik. Kleine Häppchen und Getränke werden im Stil der 1960er Jahre aufgetischt. Der Eintritt kostet drei Euro pro Person. Eine Anmeldung ist erwünscht beim Bürodienst von LU kompakt unter Telefon 0621 96364251 (erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr).

Darf der Stromverbrauch geschätzt werden? – Verbraucherzentrale berät zu Energieabrechnungen

Energierechtstipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

(VZ-RLP/VB-LU/ 12.06 2019) Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät, sich die Jahresabrechnungen für den Strom- und Gasverbrauch unbedingt genau anzusehen. Ist der Verbrauch für ein Jahr nämlich wider Erwarten besonders hoch oder niedrig ausgefallen, kann es viele Ursachen geben: ein veränderter Verbrauch, ein Fehler beim Ablesen oder auch eine falsche Schätzung des Verbrauchs.

Kleine Vermerke in der Fußnote der Rechnung verraten, ob die Zählerstände vom Kunden selbst abgelesen und dem Versorger mitgeteilt wurden, ob der Versorger selbst oder ob ein Dritter, zum Beispiel der Netzbetreiber, die Zählerstände abgelesen hat. Dort ist auch ersichtlich, ob die Zählerstände geschätzt beziehungsweise rechnerisch ermittelt oder hochgerechnet wurden.

Fabian Fehrenbach, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale, weist allerdings darauf hin: „Eine Schätzung des Verbrauchs ist nur unter bestimmten Umständen zulässig. Zum Beispiel, wenn die Zählerräume zum Ablesen vom Versorger oder Netzbetreiber nicht betreten werden konnten und der Kunde zum Selbstablesen aufgefordert wurde, der Aufforderung aber nicht nachkam.“ Er rät weiterhin: „Stellt sich heraus, dass eine Schätzung nicht zulässig war, muss die Abrechnung korrigiert werden, sobald die tatsächlichen Verbrauchszahlen vorliegen.“

Der Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale in Ludwigshafen erläutert die Positionen der Abrechnung, beantwortet offene Fragen und gibt Hilfestellung bei der Korrespondenz mit dem Versorger. Die Beratung findet jeden ersten und dritten Mittwoch in der Verbraucherzentrale Ludwigshafen, Wredestr.33, 67059 Ludwigshafen statt und kostet 18 Euro. Terminvereinbarung unter Telefon 08000 60 75 600 (kostenlos) oder per Mail energierecht@vz-rlp.de ist erforderlich.

Stadt warnt vor Herkulesstauden

Die Stadtverwaltung warnt davor, Herkulesstauden zu berühren. Die auch als Riesenbärenklau bekannte Pflanze enthält Substanzen, die beim Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen können. Der Kontakt mit dem Pflanzengift kann – in Kombination mit Sonnenlicht – auf der Haut schwere, stark juckende und langanhaltende Hautentzündungen hervorrufen. Die an Verbrennungen erinnernden Ausschläge und nässenden Wunden heilen oft erst nach Wochen aus. Neben diesen sichtbaren Folgen können auch an heißen Tagen Substanzen der Pflanze an die Umgebungsluft abgegeben werden, so dass bereits der Aufenthalt in Pflanzennähe zu Atemnot oder akuter Bronchitis führen kann. Besonders gefährlich ist die Herkulesstaude für spielende Kinder, wenn diese mit den großen Blättern in Berührung kommen. Kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zum Kontakt mit dem Riesenbärenklau sollte man Sonneneinwirkung vermeiden, bis die Erscheinungen abgeklungen sind. Es ist hilfreich, die betroffenen Stellen sofort gründlich mit Wasser und Seife zu reinigen. Bei starken Hautreaktionen sollte man einen Arzt aufsuchen. Wird der Riesenbärenklau im Garten entdeckt, sollte er bekämpft werden. Bei der Entfernung von Herkulesstauden ist es wichtig, ausreichende Schutzkleidung wie lange Hosen, dicker Pullover und Handschuhe zu tragen. Zusätzlich sollte man sich im Gesicht und an den Händen mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen. Die Entfernung der Pflanzen sollte nach Möglichkeit bei geringer Lichteinstrahlung erfolgen, also in der Dämmerung oder bei starker Bewölkung. Am unproblematischsten und wirksamsten ist es, die Pflanzen im April oder Mai, wenn das Wachstum beginnt, auszugraben bis in eine Tiefe von circa 15 Zentimetern, so dass die gesamten Regenerationsanlagen der Pflanze entfernt werden. Während der Blüte ab Juni müssen zuerst die Blütendolden abgehackt werden, bevor der Rest der Pflanze entfernt wird. Die Blütendolden sollten verbrannt oder über den Restmüll entsorgt werden, um ein Aussamen zu verhindern. Meistens befinden sich bereits Samen im Boden. Diese bleiben jahrelang keimfähig. Eine mehrfache Nachsorge ist deshalb unbedingt zu empfehlen.

Die Herkulesstaude stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Wegen ihrer imposanten Erscheinung wurde sie im 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt und gerne in Gärten und Parks gepflanzt. Seit einigen Jahrzehnten breitet sich die zwei bis vier Meter hoch werdende Staude auch in Rheinland-Pfalz immer stärker aus. Sie wächst an Brachflächen, Straßen- und Bachrändern als auch in privaten Gärten und bildet große, weiße Blütendolden. Ihre Vermehrung erfolgt über eine große Anzahl von Samen, die bis zu zehn Jahre keimfähig bleiben. Sie sind sehr leicht und schwimmfähig und werden meist mit dem Wind oder durch Gewässer mit Überschwemmungsgebieten verbreitet. Als so genannter “Neophyt” breitet sie sich extrem aus, bildet Massenbestände, unterdrückt die heimische Flora und löst Erosionsschäden aus. Vor allem aber ist sie gefährlich für den Menschen. Wer Herkulesstauden im Stadtgebiet Ludwigshafen entdeckt, sollte diese beim Bereich Umwelt, Armin Gabriel, Telefonnummer 0621 504-2624, melden.

„Klassenduell 2019: Mozartschule und Astrid-Lindgren-Schule treffen sich zum entscheidenden Quiz

Zwei dritte Klassen aus der Grundschule Mozartschule in Rheingönheim und der Grundschule Astrid-Lindgren-Schule in Ruchheim haben ein Schulhalbjahr fleißig zehn Jugendbücher aus der Bücherkiste der Kinder- und Jugendbibliothek gelesen und Fragen geübt, damit sie für das entscheidende Duell fit sind. Die beiden Klassen treffen sich dazu am Mittwoch, 19. Juni 2019, 10 Uhr in der Stadtteil-Bibliothek Rheingönheim, Hilgundstraße 20. Dann stellt sich heraus, welche Klasse die zehn Jugendbücher am besten kennt. Es treten jeweils zwei Expert*innengruppen eines Buches gegeneinander an. Eine Jury entscheidet, wer am schnellsten den Buzzer gedrückt hat und die Frage beantworten darf. Die Klasse, mit den meisten Punkten, gewinnt. Die Siegerklasse bekommt einen Preis und eine Urkunde. Jedes Kind erhält eine Teilnehmerurkunde und eine kleine Überraschung. Die Moderation übernimmt der SWR-Moderator Stefan Kersthold. Finanziell getragen wird das Klassenduell von der BürgerStiftung Ludwigshafen, die am 19. Juni ebenfalls vertreten sein wird.

Zum Hintergrund

Mit großem Erfolg startete die Stadtbibliothek Ludwigshafen 2013 mit dem neuen Leseförderprojekt “Klassenduell”, um die Lesefreude bei Grundschulkindern zu steigern. 2019 findet das “Klassenduell” nun zum siebten Mal in den Stadtteil-Bibliotheken Rheingönheim und Ruchheim statt und ist nicht mehr aus dem Veranstaltungsangebot der Stadtbibliothek Ludwigshafen wegzudenken. Das in den Stadtteil-Bibliotheken entwickelte Projekt wird Bildung ausgezeichnet.

Tee und Texte: Berti & Blau und Co.

In der Reihe “Tee und Texte” stellt Nadine Mehner am Mittwoch, 19. Juni 2019, 17 Uhr, in der Stadtteil-Bibliothek Ruichheim, Fußgönheimer Straße 13, aktuelle Kinder- und Jugendbücher vor. Ob es nun um Berti und seine Freundschaft zu einer blauen Giraffe geht, oder um andere spannende Neuerscheinungen: Wer Inspiration für eigene Kinder oder etwas zum Verschenken sucht, ist hier genau richtig. Die Bücher gibt‘s natürlich auch alle zum Ausleihen und Probelesen in der Bibliothek. Der Eintritt ist frei; Informationen und Anmeldung unter Telefon 06237 590368.