Landau: Stadtnotizen

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„Der Krach wird in der Fabrik gemacht, nicht in der Schule“:

Erweiterung der Grundschule Dammheim mit zwei Klassenzimmern in vorgefertigter Holzbauweise schreitet voran – Arbeiten sollen Anfang 2019 abgeschlossen sein – Förderbescheid für Erweiterung der Grundschule Süd eingetroffen

Grundschule Dammheim Quelle: Stadt Landau
Grundschule Dammheim Quelle: Stadt Landau

„Man kann den beiden Klassenzimmern förmlich beim Wachsen zuschauen“: Petra Beek, Leiterin der Grundschule Dammheim, ist begeistert. Die Erweiterung der Schule im Landauer Stadtdorf durch das städtische Gebäudemanagement (GML) geht gut voran – auch dank der vorgefertigten Holzbauweise, die erstmals bei einer Schule in Landau zum Einsatz kommt. Bei einem „werkseitig vorgefertigten Systemgebäude in Holzbauweise“, so der korrekte Fachterminus, werden Wand-, Boden- und Deckenmodule im Werk vorgefertigt und dann auf die vor Ort erstellte Bodenplatte montiert. Bereits Anfang kommenden Jahres sollen die beiden neuen Klassenzimmer der Grundschule Dammheim auf diese Weise bezugsfertig sein.

„Der Krach wird in der Fabrik gemacht, nicht in der Schule“, brachte Oberbürgermeister Thomas Hirsch beim Vor-Ort-Termin mit Schulleiterin Beek, GML-Werkleiter Michael Götz und Ortsvorsteher Florian Maier einen der größten Vorteile der neuen Bauweise auf den Punkt. Der Stadtchef betonte auch die Bedeutung des Bauvorhabens für die Entwicklung der Landauer Schullandschaft. „Fast alle Grundschulen in Landau werden in den kommenden Jahren Zuwachs bei den Schülerzahlen verzeichnen und wir müssen frühzeitig zusätzliche Kapazitäten schaffen – das zeigt auch der Schulentwicklungsplan, den wir in diesem Jahr haben erstellen lassen. Die Erweiterung der Grundschule Dammheim, auf deren Beginn wir aufgrund des ausstehenden Förderbescheids lange warten mussten und die nun zum Glück mit großen Schritten vorangeht, stellt den Auftakt der weiteren Schulentwicklung dar.“

Auch GML-Werkleiter Götz ist froh, dass die Erweiterung planmäßig und zügig über die Bühne geht. „Wir hatten bereits in den Sommerferien mit den vorbereitenden Arbeiten im Bestandsgebäude begonnen und unter anderem einen neuen Flur geschaffen, um das Erweiterungsgebäude zu erschließen. Nun, da die Wand-, Boden- und Deckenmodule angeliefert und montiert wurden, macht die Baustelle jeden Tag sichtbare Fortschritte.“ Götz ist überzeugt von der vorgefertigten Holzbauweise: Neben einer geringeren Lärmbelastung überzeuge diese auch durch kürzere Bauzeiten, ökologische Vorteile, eine bessere Wirtschaftlichkeit und eine generell geringere Belastung für den Schulbetrieb.

Aufgrund der vielen Vorteile wird die neue Bauweise auch bei der anstehenden Erweiterung der Grundschule Süd zum Einsatz kommen. Für diese Maßnahme ging der Stadt Landau vor wenigen Tagen der Förderbescheid durch das Land Rheinland-Pfalz zu. Die Erweiterung kostet 1,59 Millionen Euro, wovon der Bund im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 (Kapitel 2) 1,12 Millionen Euro übernimmt.

Die Erweiterung der Grundschule Dammheim kostet rund 450.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt 60 Prozent der förderfähigen Kosten, was rund 260.000 Euro entspricht. Den zu erbringenden Eigenanteil Euro teilen sich gemäß der Schülerzahlen die Verbandsgemeinde Offenbach (55 Prozent) und die Stadt Landau (45 Prozent).

„Chancen nutzen – gemeinsam bauen“: Stadt Landau lädt (angehende) Baugemeinschaften zum „Marktplatz der Ideen“ für Baufeld 15

Baugemeinschaften Quelle: Stadt Landau
Baugemeinschaften Quelle: Stadt Landau

Ein echtes Landauer Erfolgsmodell: Die Vergabe von Grundstücken im „Wohnpark Am Ebenberg“ an Baugemeinschaften gilt landes- und inzwischen auch bundesweit als vorbildlicher Weg der zukunftsfähigen gemeinschaftlichen Quartiersentwicklung. Auch das Baufeld 15, direkt östlich angrenzend zum Südpark an der Ecke Georg-Friedrich-Dentzel-Straße/Wirth-Allee gelegen, soll durch Baugemeinschaften entwickelt werden. Zum Bewerbungsverfahren fand bereits eine Informationsveranstaltung für (angehende) Baugemeinschaften und weitere Interessierte statt. Am kommenden Montag, 3. Dezember, lädt die Stadt Landau nun zu einem Rückfragenkolloquium samt „Marktplatz der Ideen“.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Foyer der städtischen Entsorgungswerke in der Georg-Friedrich-Dentzel-Straße 1. Sie soll Interessentinnen und Interessenten für das Bewerbungsverfahren auf dem Baufeld 15 die Möglichkeit geben, sich mit anderen Baugruppeninitiativen, Interessierten, Architektinnen und Architekten, Beraterinnen und Beratern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadt auszutauschen. Bereits eingegangene Fragen zum Verfahren werden ebenfalls vor Ort beantwortet.

 

Ein weiterer Baustein zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum: Gebäudemanagement der Stadt Landau stellt Pläne für Neubau von Wohnungen im Guldengewann vor

Guldengewann Quelle: Stadt Landau
Guldengewann Quelle: Stadt Landau

Sinn- und maßvolle Nachverdichtung: Das Gebäudemanagement der Stadt Landau (GML) hat jetzt die Planungen für den Neubau von Wohnungen in der Straße Guldengewann vorgestellt. Vorgesehen ist die Errichtung von zwei Häusern mit insgesamt zehn Wohneinheiten. Mit dem Bau soll voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden.

Das Bauvorhaben ist das erste Projekt des städtischen Wohnungsneubaus zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Im Sommer dieses Jahres hatte die zuständige Aufsichtsbehörde ein Sonderkreditkontingent für städtische Wohnungsbauvorhaben bewilligt und damit den Weg für den Neubau von Wohnungen durch das GML frei gemacht. Oberbürgermeister Thomas Hirsch ist froh, dass das erste Projekt nun in die Umsetzung gehen kann und spricht von einem „Meilenstein auf dem Weg zur Schaffung von bezahlbarem und günstigem Wohnraum in unserer Stadt“. Im Rahmen seiner Finanzplanung werde das GML zukünftig weitere Wohnbauprojekte entwickeln; zugleich strebe die Stadt weiter die Gründung einer Eigengesellschaft für den städtischen Wohnungsbau an, bekräftigt Hirsch.

Im Guldengewann entsteht ausschließlich sozial geförderter Wohnraum. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Die Wohnungen verfügen über zwei, drei bzw. fünf Zimmer (plus Küche und Bad) und sind 45 bis 90 Quadratmeter groß. Bei der Planung wurde das städtische GML vom Landauer Architekturbüro Knauth und der Firma Merkel Consulting GmbH aus Ludwigshafen unterstützt.

„Die beiden Neubauten fügen sich hervorragend in die umliegende Bebauung im Guldengewann ein“, ist GML-Werkleiter Michael Götz von der Nachverdichtung überzeugt. Er erläutert: „Das GML möchte den Neubau von Wohnungen nachhaltig und gleichzeitig so preisgünstig wie möglich in Angriff nehmen. Aus diesem Grund haben wir zunächst unseren eigenen Grundstücksbestand auf mögliche Bauflächen hin «abgeklopft» – und wurden im Guldengewann fündig.“ Die zu bebauenden Grundstücksteile werden aktuell noch als Rasenflächen hinter den Gebäudeblöcken entlang der Cornichonstraße genutzt. Früher befanden sich hier unter anderem Garagen.