Heidelberg – Informationen und Neuigkeiten aus der Stadt und den Stadt-/Ortsteilen.


Stützmauer im Sitzbuchweg wird erneuert

Die Stützwand im Ziegelhäuser Sitzbuchweg in Höhe der Hausnummer 27 ist in einem schlechten Zustand. Sie muss dringend erneuert werden: Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wird die Stadt Heidelberg die Stützmauer auf einer Länge von circa elf Metern erneuern. Die Arbeiten beginnen am Montag, 23. Juli, und dauern voraussichtlich bis Anfang Oktober 2018.

Während der Arbeiten ist der Sitzbuchweg im Baustellenbereich halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Fußgängerinnen und Fußgänger werden über den Kirchenbergweg beziehungsweise die Ezanvillestraße umgeleitet. Die Stadt Heidelberg bittet um Verständnis.


Sommerfest im Haus der Jugend

Am Sonntag, 22. Juli 2018, lädt das Haus der Jugend Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zum Sommerfest ein. Alle Tanzgruppen des Hauses werden sich in zwei Tanzshows auf der Bühne präsentieren, die Medi-Theatergruppe stellt ihr neues Stück „Die Liebe zu den drei Orangen“ vor. Außerdem gibt es unterschiedliche Sport- und Spielaktionen, Bungee-Trampolin-Springen, einen Graffiti-Workshop, ein Hut-Atelier, eine große Mitmach-Aktion im Schreinerzelt und eine Kunstausstellung. Zu sehen ist auch die Präsentation des Hauses der Jugend als Projekt der Internationalen Bauausstellung.

Ausführiche Informationen zum Programm des Sommerfests gibt es im Haus der Jugend, Römerstraße 87, oder auf der Homepage hausderjugend-hd.de. Der Eintritt ist frei.


Stadtteilsprechstunde der Kommunalen Behindertenbeauftragten im Pfaffengrund

Die Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Heidelberg, Christina Reiß, ist als Ombudsfrau Ansprechpartnerin für Fragen, die im Zusammenhang mit Behinderungen auftreten. Darüber hinaus ist ihre Aufgabe, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene voranzubringen.

Um ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, führt sie monatlich Sprechstunden in verschiedenen Stadtteilen durch. Die nächste Stadtteilsprechstunde wird im Pfaffengrund angeboten. Diese findet am Montag, 23. Juli 2018, von 16 bis 18 Uhr im Bürgeramt Pfaffengrund, Am Markt 21, 69123 Heidelberg statt. Der Raum ist barrierefrei zugänglich.

Nicht nur Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sowie deren Angehörige können die Sprechstunde wahrnehmen, sondern auch Menschen, die Vorschläge haben, wie in Heidelberg die Inklusion vorangebracht werden kann. Wer nicht warten möchte, sollte vorab einen Termin unter Telefon 58-15590 oder per E-Mail an behindertenbeauftragte@heidelberg.de vereinbaren.


Masterplanverfahren Neuenheimer Feld: Gemeinsame Sitzung der Bezirksbeiräte am Donnerstag, 19. Juli

Das Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld/Neckarbogen wird aktuell in den gemeinderätlichen Gremien beraten. Konkret geht es um die Aufgabenstellung für das Planungsatelier und den Vorschlag zum weiteren Verfahren in der Atelierphase. Am Mittwoch, 4. Juli 2018, hat sich der Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss (SEVA) mit dem Thema befasst. Abschließend entscheidet darüber der Gemeinderat am 24. Juli.

Zuvor gibt es eine gemeinsame Sitzung der Bezirksbeiräte Bergheim, Handschuhsheim, Neuenheim und Wieblingen zur Aufgabenstellung. Diese öffentliche Sitzung findet am Donnerstag, 19. Juli 2018, von 18 bis 21 Uhr im Heidelberger Rathaus, Großen Rathaussaal (2. OG, Zimmer 2.08), Marktplatz 10, statt.

Die Aufgabenstellung wurde in den vergangenen Monaten unter Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet. Sie soll Grundlage sein für den nächsten Schritt im Masterplanverfahren, das sogenannte Planungsatelier: Dabei sollen Planungsbüros in drei Phasen – zu denen jeweils eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist – erste Ideen und Entwicklungsperspektiven erarbeiten. Der Gemeinderat entscheidet dann, welche dieser Ansätze von den Planungsbüros weiterverfolgt werden. Auch in diesem Verfahrensschritt wird es wieder eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben.


Mobilitätsnetz-Projekt Hauptbahnhof: Bauabschnitte und Umleitungen im Überblick

Mit Beginn der Sommerferien am Donnerstag, 26. Juli 2018, starten die Hauptarbeiten für den Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof. Damit wird dieser zentrale Verkehrsknoten fit für die Zukunft gemacht. Die Maßnahme macht umfangreiche Umleitungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Heidelberg sowie Straßensperrungen notwendig. Der Heidelberger Hauptbahnhof bleibt jedoch während der Modernisierungs- und Ausbauarbeiten mit Straßenbahn und Bus, Auto, Fahrrad und zu Fuß erreichbar.

Bauabschnitte

Die Arbeiten werden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt, die sich teilweise zeitlich überschneiden. Die vorbereitenden Arbeiten im Bereich der neuen Haltestelle Hauptbahnhof West wurden von Mai bis Juli 2018 durchgeführt. In den Sommerferien starten nun gleichzeitig die Bauabschnitte 1 und 3:

  • Der Bauabschnitt 1, das heißt die Haltestelle Hauptbahnhof und die Kurfürsten-Anlage zwischen Karl-Metz-Straße und Mittermaierstraße, und das Gleisdreieck Karl-Metz-Straße werden von Ende Juli 2018 bis März 2019 hergestellt.
  • Der Bauabschnitt 3, das heißt die Gleise und die südliche Fahrbahn der Kurfürsten-Anlage von der Mittermaierstraße bis zum Römerkreis, wird von Ende Juli 2018 bis September 2019 gebaut.
  • Im Bauabschnitt 2, im Kreuzungsbereich Kurfürsten-Anlage / Mittermaierstraße, soll von April bis September 2019 gearbeitet werden.
  • Der Zeitraum September bis Dezember 2019 ist für Restarbeiten vorgesehen.

Während der Sommerferien 2018 wird außerdem am südlichen Ende der Montpellierbrücke, im Kreuzungsbereich Speyerer Straße / Czernyring ein Gleisdreieck zum Anschluss der neuen Straßenbahnstrecke aus der Bahnstadt in Richtung Römerkreis und Kirchheim eingebaut. Auch dadurch ergeben sich Änderungen für den ÖPNV- und Individualverkehr.

Straßenbahnen und Busse

Die bisherige Straßenbahn- und Bushaltestelle auf der Nordseite des Bahnhofsgebäudes wird während der Bauarbeiten nicht bedient, dafür werden die Ersatzhaltestellen Hauptbahnhof West (in der Kurfürsten-Anlage bei der Mobilitätszentrale und in der Karl-Metz-Straße) sowie Hauptbahnhof Ost (im Mittelstreifen der Kurfürsten-Anlage nach der Kreuzung mit der Mittermaierstraße und im Bereich Tourist-Information/Lessingstraße) eingerichtet. Die Ersatzhaltestellen sind vor Ort umfangreich ausgewiesen, Hinweisschilder und Übersichtspläne im Bereich des Hauptbahnhofs leiten die Fahrgäste an den richtigen Ort.

Viele Bus- und Bahnlinien können den Hauptbahnhof weiterhin direkt anfahren, bedienen allerdings abweichende Steige und Abfahrtspositionen an den beiden Ersatzhaltestellen. Für Bus- und Bahnlinien, die während einzelner Phasen eingestellt, gesperrt oder umgeleitet werden müssen, werden entsprechende Ersatzverkehre und Zusatzlinien angeboten. Zu den Umleitungen werden vor Ort Infoflyer verteilt. Diese sind auch in der Mobilitätszentrale der rnv, Kurfürsten-Anlage 62, erhältlich.

Fahrgastinformation

Aufgrund der Baustellensituation können sich jederzeit kurzfristige Änderungen bei Fahrplänen und Fahrwegen ergeben. Über Neuigkeiten und Änderungen informiert die rnv immer aktuell auf den Webseiten www.rnv-online.de/verkehrsmeldungen und www.rnv-online.de/hbf-hd, in der rnv-Smartphone-App „Start.Info“, in den sozialen Medien (Facebook, Twitter) sowie vor Ort mit Haltestellenaushängen.

Informationen zu Abfahrtszeiten sind über die elektronische Fahrplanauskunft von rnv und VRN verfügbar. Telefonische Fahrplanauskünfte gibt es unter der rnv Servicenummer 0621 465-4444 sowie bei der VRN Fahrplanauskunft unter der Nummer 01805-8764636 (14 Cent je angefangene Minute aus dem Festnetz).

Gleisarbeiten der Deutschen Bahn (DB)

Auch die Deutsche Bahn (DB) führt ab den Sommerferien Arbeiten an ihrem Gleisnetz durch. Dadurch kommt es auch im S-Bahn- und Fernverkehr zu Änderungen. Hierzu informiert die DB unter bauinfos.deutschebahn.com.

Verkehrsführung für den Auto- und Radverkehr

Mit Beginn der Hauptarbeiten werden in der Kurfürsten-Anlage umfangreiche Sperrungen notwendig. Es muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Autofahrerinnen und Autofahrer werden gebeten, die Baustelle weiträumig zu umfahren. Auch der Radverkehr ist betroffen.

  • Von Donnerstag, 26. Juli, bis voraussichtlich Anfang Dezember 2018 ist die Kurfürsten-Anlage in Höhe des Hauptbahnhofs zwischen Karl-Metz-Straße und Mittermaierstraße in beide Richtungen gesperrt.
  • Gleichzeitig starten die Arbeiten an der südlichen Fahrbahn der Kurfürsten-Anlage (Fahrtrichtung Zentrum) zwischen Mittermaierstraße und Römerkreis: Sie ist bis voraussichtlich März 2019 zwischen Mittermaierstraße und der Stichstraße in Höhe Stadtwerke vollgesperrt. Die nördliche Fahrbahn zwischen Römerkreis und Mittermaierstraße ist durchgängig befahrbar. Auch die Tiefgarage am Kaufland sowie alle Gewerbebetriebe in diesem Bereich der Kurfürsten-Anlage sind jederzeit erreichbar.
  • Von Donnerstag, 26. Juli, bis Freitag, 27. Juli, wird an der Kreuzung Kurfürsten-Anlage / Mittermaierstraße eine Baustellensignalisierung eingerichtet. Auch an der Kreuzung Bergheimer Straße / Römerstraße wird eine Baustellenampel eingerichtet.
  • Auch in den folgenden Bauphasen wird es Einschränkungen geben. Die Arbeiten im Kreuzungsbereich Kurfürsten-Anlage / Mittermaierstraße, voraussichtlich von April bis September 2019, werden unter Teilsperrung durchgeführt, der Nord-Süd-Verkehr kann fließen.

Der Hauptbahnhof ist in allen Bauphasen erreichbar. Auch das Zentrum ist jederzeit erreichbar, Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert.

Arbeiten im Bereich Montpellierbrücke

Während der Sommerferien ergeben sich Wechselwirkungen mit einer weiteren Baumaßnahme des Mobilitätsnetzes, der Straßenbahn durch die Bahnstadt: Vom 26. Juli bis 9. September 2018 wird am südlichen Ende der Montpellierbrücke die Kreuzung Speyerer Straße / Czernyring umgebaut. Hier entsteht ein Gleisdreieck, damit die Straßenbahn künftig aus der Bahnstadt in Richtung Römerkreis und Kirchheim fahren kann. Während dieser Arbeiten ist kein Geradeausfahren aus der Speyerer Straße oder der Ringstraße auf die Brücke möglich, ebenso kein Linksabbiegen aus dem Czernyring. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Eine kleinräumige Umleitung über Diebsweg sowie Carl-Benz- und Hebelstraße ist auch ausgeschildert.

Auto- und Fahrradparken am Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof ist der nördliche Parkplatz (am Burger King) gesperrt. Autofahrer erreichen den Bahnhof über den östlichen Parkplatz (am Haupteingang) sowie von Süden auf der Bahnstadt-Seite.

Die Fahrradstellplätze im Bereich des Hauptbahnhofs werden verlagert: zum einen als provisorische Abstellanlage vor den Bahnhofseingang auf den Willy-Brandt-Platz, zum anderen als dauerhaftes Angebot in die Belfort-Anlage jenseits der Lessingstraße und in die Nähe des Ibis-Hotels. Dadurch können während der Bauarbeiten rund 1.600 Fahrradstellplätze im Bahnhofsumfeld angeboten werden – etwa 200 mehr als vor Beginn der Bauarbeiten.

Informationen zur Baumaßnahme

Unter www.heidelberg-mobinetz.de können sich Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbetreibende jederzeit über den aktuellen Stand der Baumaßnahme sowie über das Mobilitätsnetz Heidelberg informieren. Eine schnelle Information vor Ort bietet außerdem die rund zweiwöchentlich erscheinende Baustellenzeitung: Diese wird rund um den Hauptbahnhof ausliegen und verteilt. Sie ist unter www.heidelberg-mobienetz.de auch zum Download erhältlich.

Ansprechpartner für Anlieger

Die Aufgabe des Baustellenbeauftragten für die Baustelle nimmt Gerhard Wagner wahr. Er ist Ansprechpartner für alle Anlieger, die von der Baumaßnahme betroffen sind. Der Baustellenbeauftragte ist unter der Telefonnummer 0160 99473251 zu erreichen.

Mobilitätsnetz Heidelberg

Der Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof ist Teil des Mobilitätsnetzes Heidelberg. Damit wird das Straßenbahnnetz umfassend und nachhaltig ausgebaut. Die Fahrzeiten werden kürzer, die Umsteigesituationen optimiert – eine Zeitersparnis gerade für die Pendlerinnen und Pendler. Das macht den Umstieg auf die Straßenbahn attraktiv und ist somit ein wichtiger Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität in Heidelberg und zur Entlastung des Straßenverkehrs. Das Mobilitätsnetz Heidelberg wird von der Stadt Heidelberg, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) gemeinsam geplant und verwirklicht. Insgesamt sollen rund 100 Millionen Euro in das Straßenbahnnetz investiert werden.


Spatenstich für den Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof – Verkehrsknoten wird von Grund auf neu gestaltet / Minister Hermann: „Beispielhaftes Projekt“

Der fünfte Baustein des Mobilitätsnetzes Heidelberg wird Realität: der Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof. Ab Beginn der Sommerferien wird dieser zentrale Verkehrsknoten, an dem nahezu alle Nahverkehrslinien zusammenlaufen, grundlegend neugestaltet. Die Haltestelle rückt an das Bahnhofsgelände heran und wird auf vier barrierefreie Steige ausgebaut. Zudem wird ein neuer Bahnsteig westlich der Haltestelle Hauptbahnhof gebaut, die Gleise der Kurfürsten-Anlage modernisiert und die Haltestelle Stadtwerke barrierefrei ausgebaut. Dadurch wird der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) schneller und leistungsfähiger, die Umsteigesituation für die Fahrgäste und die Barrierefreiheit werden verbessert.

Mit einem feierlichen Spatenstich haben Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Herrmann, Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, der Geschäftsführer der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB), Michael Jäger und der Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), Martin in der Beek, am Montag, 16. Juli 2018, den Beginn der Hauptarbeiten begangen.

„Die Stärkung und der Ausbau des ÖPNV in Baden-Württemberg sind verkehrspolitisch zwingend und umweltpolitisch notwendig. Wir möchten für die Bürgerinnen und Bürger ein kostengünstiges, kundenfreundliches und verlässliches Angebot schaffen. Projekte wie das Mobilitätsnetz Heidelberg 2020 sind da beispielhaft. Dank einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Bund, Land, Verkehrsunternehmen und Stadt schaffen wir es, ein solch umfassendes ÖPNV-Verkehrsprojekt zu realisieren“, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Das Mobilitätsnetz-Projekt Hauptbahnhof ist unsere wichtigste Baustelle des Jahres. Wir wollen die Fahrt mit Bussen und Bahnen so komfortabel wie möglich machen. Dafür ebnen wir den Nutzerinnen und Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs im wahrsten Sinne des Wortes den Weg: Künftig kommt man vom Hauptbahnhof direkt in die Straßenbahn, ohne eine Fahrbahn queren zu müssen. Das kommt letztlich allen Menschen in der Stadt zugute.“

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Heidelberg hat allein in den letzten fünf Jahren rund 8.000 Einwohnerinnen und Einwohner dazugewonnen – ein Trend, den wir auch in Zukunft sehen werden. Die Infrastruktur muss mit dieser Entwicklung Schritt halten: Mit dem Umbau der Haltestelle und des Verkehrsknotens am Hauptbahnhof stärken wir den ÖPNV in der Stadt. Und auch der Auto-, Rad- und Fußverkehr soll künftig reibungsfreier vorankommen. Die Baustelle ist anspruchsvoll: Wir operieren an der Hauptschlagader der Stadt. Deshalb haben wir den Beginn der Hauptarbeiten in die Ferien gelegt.“

Michael Jäger, der Geschäftsführer der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH, sagte: „Das Mobilitätsnetz ist die größte Investition in der Geschichte der HSB. Als Gesellschaft des Stadtwerke-Heidelberg-Konzerns und Eigentümer der Straßenbahninfrastruktur investieren wir allein in den Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof rund 18 Millionen Euro. Und als Investor sind wir eben auch für das Zuschussmanagement zuständig. Ohne die entsprechenden Fördermittel von Bund und Land, für die wir sehr dankbar sind, wäre das Mobilitätsnetz nicht realisierbar.“

Martin in der Beek, technischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), ergänzt: „Die Haltestelle Hauptbahnhof ist mit täglich 35.000 Fahrgästen für Straßenbahn und Bus ein zentraler Knotenpunkt für Heidelberg. Mit dem Umbau machen wir den öffentlichen Nahverkehr ein gutes Stück schneller und leistungsfähiger und damit attraktiver für unsere Fahrgäste. Nur so wird es uns gelingen, auch Autofahrerinnen und -fahrer zum Umsteigen zu bewegen. Unser Ziel ist es, mit allen Mobinetz-Maßnahmen rund 10.000 Umsteiger von den Vorteilen des ÖPNV in Heidelberg zu überzeugen.“

Was wird gemacht?

Die Haltestelle Hauptbahnhof und die Kurfürsten-Anlage bis zum Römerkreis werden grundlegend neugestaltet. Damit wird dieser zentrale Verkehrsknoten fit für die Zukunft gemacht. Zurzeit steigen an der Straßenbahn- und Bushaltestelle Hauptbahnhof wochentags rund 35.000 Fahrgäste ein und aus.

Auf künftig vier statt zwei Gleisen können die Busse und Bahnen an der Haltestelle deutlich besser abgewickelt werden. Das macht den Nahverkehr schneller und leistungsfähiger. Auch die Gleise in der Kurfürsten-Anlage bis zum Römerkreis werden angepasst. Für die Linie 5 wird ein zusätzlicher Bahnsteig gebaut. Die Bahnen können künftig von Wieblingen kommend über die neue Gleisverbindung in die Karl-Metz-Straße fahren.

Die Haltestelle Hauptbahnhof zieht direkt vor das Bahnhofsgebäude. Das verbessert die Verkehrssicherheit: Fahrgäste müssen auf ihrem Weg vom Bahnhof zu Bus und Bahn nicht mehr die Straße überqueren. Die Haltestellen Hauptbahnhof und Stadtwerke werden barrierefrei ausgebaut. Autos werden künftig auf drei statt auf vier Fahrspuren nördlich an der Haltestelle vorbeigeführt. Das wird möglich durch eine neue Verkehrsführung in der Kreuzung Mittermaierstraße und angepasste Grünphasen.

Radfahrer und Fußgänger profitieren von der Entflechtung der Verkehrsströme und der barrierefreien Gestaltung. Zusätzliche Verkehrsinseln erleichtern künftig das Überqueren der Kurfürsten-Anlage. Das Fahrradparken am Hauptbahnhof wird neu geordnet.

Die Investitionssummen für den Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof und der Kurfürsten-Anlage belaufen sich auf insgesamt rund 30 Millionen Euro netto. Davon trägt die HSB mit rund 17,8 Millionen Euro den Großteil. Die weiteren Kosten werden von der Mannheimer Verkehr GmbH (rund 5,6 Millionen Euro) für die Haltestelle Hauptbahnhof West und der Stadt Heidelberg (rund 4 Millionen Euro) für den Rad- und Straßenteil getragen. Die Stadtwerke Heidelberg schließen sich mit eigenen Maßnahmen in Höhe von rund einer Million Euro an. Zuschüsse von rund 13,5 Millionen Euro aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-Bundesprogramm (GVFG) sowie von rund 124.000 Euro aus der Landesförderung wurden für das Projekt von der HSB und der Stadt Heidelberg beantragt.

Das Mobilitätsnetz Heidelberg

Der Umbau der Haltestelle Hauptbahnhof ist Teil des Mobilitätsnetzes Heidelberg. Damit wird das Straßenbahnnetz umfassend modernisiert und ausgebaut – ein wichtiger Beitrag für den umweltfreundlichen Nahverkehr in der Stadt. Das Mobilitätsnetz Heidelberg wird von der Stadt Heidelberg, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) gemeinsam geplant und verwirklicht. Insgesamt sollen rund 100 Millionen Euro in das Straßenbahnnetz investiert werden.