Heidelberg und Leimen planen gemeinsame Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebiets

Städte unterzeichneten Erklärung zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes

Hans D. Reinwald (links), Oberbürgermeister der Stadt Leimen, und Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, haben am Donnerstag, 5. Juli 2018, im Leimener Rathaus eine Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit unterzeichnet. (Foto: Tobias Dittmer)
Hans D. Reinwald (links), Oberbürgermeister der Stadt Leimen, und Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, haben am Donnerstag, 5. Juli 2018, im Leimener Rathaus eine Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit unterzeichnet. (Foto: Tobias Dittmer)

Heidelberg – Die Nachbarstädte Heidelberg und Leimen wollen mit einer Kooperation gemeinsame Chancen bei der Wirtschaftsentwicklung nutzen. Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die geplante Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebiets im Bereich von Leimen-Nord an der Gemarkungsgrenze zum Heidelberger Gewerbegebiet Rohrbach-Süd. Hans D. Reinwald, Oberbürgermeister der Stadt Leimen, und Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, haben am Donnerstag, 5. Juli 2018, im Leimener Rathaus eine entsprechende Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet.

„Mit der heutigen Unterzeichnung für ein gemeinsames Gewerbegebiet schlagen wir ein neues und fruchtbares Kapitel der guten nachbarlichen Beziehungen auf. Unsere beiden Städte werden davon profitieren. Wir setzen damit auch für andere Kommunen ein Zeichen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Stadtgrenzen beschränken darf“, sagte Leimens Oberbürgermeister Hans D. Reinwald.

„Ich freue mich über die Kooperation mit unserer Nachbarstadt Leimen. Mit einem interkommunalen Gewerbegebiet wollen wir künftig gemeinsam Unternehmen aus Heidelberg, Leimen und der gesamten Region dringend benötigte Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Davon werden beide Städte enorm profitieren. Denn eine gesunde Wirtschaftsentwicklung ist der Grundstein dafür, dass es einer Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürger gut geht“, sagte Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Der Bedarf an Wirtschaftsflächen in Heidelberg für Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen wächst einem Gutachten zufolge bis 2025 auf 113 Hektar – rund 90 Hektar mehr als voraussichtlich zur Verfügung stehen werden. Die Stadt Heidelberg hat mit diesem Flächenziel ein Wirtschaftsentwicklungskonzept aufgestellt, in dem die Zusammenarbeit mit Leimen ein Handlungsbaustein ist. Jeder sechste Euro, der im Haushalt der Stadt Heidelberg eingenommen wird, wird durch Unternehmen über die Gewerbesteuer beigetragen.

Mit dem geplanten interkommunalen Gewerbegebiet im Bereich der Gemarkungsgrenze wollen beide Städte die regionale Standortattraktivität gemeinsam weiter steigern. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Verkehrsinfrastruktur sollen verbessert sowie weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Insbesondere im Bereich der Organisation, der Flächenrevitalisierung, Erschließung und Vermarktung möchten Heidelberg und Leimen neue Wege gehen. Das Ziel: Das interkommunale Gewerbegebiet soll als Vorzeigeprojekt mit bundesweiter Strahlkraft wirken.

Heidelberg und Leimen planen die intensive Zusammenarbeit unter anderem in folgenden Themenfeldern:

  • Interkommunales Gewerbegebiet: Angestrebt wird die gemeinsame Entwicklung eines Gebietes im Bereich von Leimen-Nord an der Gemarkungsgrenze zu Rohrbach-Süd unter Berücksichtigung beziehungsweise Einbeziehung der Bestandsbetriebe. Die beiden Städte vereinbaren für das zur Entwicklung stehende Gebiet eine gemeinsam abgestimmte Planung und Vermarktung. Für die künftige industrielle und gewerbliche Entwicklung werden Flächen geschaffen und recycelt.
  • Schaffung von Arbeitsplätzen: Das Ziel ist eine zeitnahe und qualitätsvolle Gewerbeansiedlung. Pro Hektar sollen mindestens 50 Arbeitsplätze entstehen.
  • Verkehr: Es soll mindestens eine neue Straßenverbindung zwischen Rohrbach-Süd und Leimen-Nord realisiert werden. Falls nötig wird ein Bahnübergang errichtet.