Frankfurt am Main – Informationen und Neuigkeiten aus der Stadt und den Stadt-/Ortsteilen.


Corporate Challenge: Bahnen mit mehr Platz, Busse weichen aus

Am Donnerstag, 7. Juni 2018, findet in Frankfurt eine der größten Laufveranstaltungen der Welt statt, die J.P. Morgan Corporate Challenge. Da in der Innenstadt zahlreiche Straßen gesperrt werden, empfehlen sich für die An- und Abfahrt S-Bahnen und U-Bahnen, die unbehindert verkehren.

Die S-Bahn-Linien S1 bis S9 bieten ebenso wie die meisten U-Bahn-Linien (U1 bis U4, U6 bis U8) bis in die späten Abendstunden mehr Platz durch zusätzliche Wagen.

Die U-Bahn-Linien U4, U6 und U7 fahren bis spät am Abend deutlich öfter: So ist bis 23.30 Uhr alle fünf Minuten eine Bahn zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße (U4) sowie zwischen Industriehof und Zoo (U6, U7) unterwegs. Alle drei Linien halten an der Bockenheimer Warte, also in unmittelbarer Nähe des Zieleinlaufs in der Senckenberganlage.

Zusätzliche Fahrzeuge werden auf der Buslinie 34 ab dem Rödelheimer Bahnhof in Richtung Bornheim eingesetzt: Nachmittags verkehrt die Linie hier schon ab 13 Uhr alle sieben bis acht Minuten. Und abends ist sie eine Stunde länger, bis Mitternacht, im Viertelstunden-Takt unterwegs.

Einschränkungen gibt es ab etwa 16.30 Uhr für fünf Buslinien, die den Läufern ausweichen müssen: Die Linie 32 verkehrt nur zwischen Ostbahnhof und Miquel-/Adickesallee, die Linie 36 zwischen Hainer Weg und Eschenheimer Tor bzw. Alter Gasse. Die Linie 50 umfährt den Bereich an der Messe, indem sie ab dem Katharinenkreisel über die Voltastraße zur Ludwig-Erhard-Anlage umgeleitet wird, wo sie endet. In der Gegenrichtung verkehrt die Linie 50 ab etwa 17 Uhr nur zwischen Ludwig-Erhard-Anlage und Unterliederbach West.

Die Linie 64 ist ab etwa 16.40 Uhr nur zwischen Ginnheim und Miquel-/Adickesallee unterwegs. Die Linie 75 stellt ihren Betrieb ab etwa 16.30 Uhr ein.

Zusätzliche Fahrten und Linien-Unterbrechungen sind in der Fahrplanauskunft unter www.rmv.de abrufbar. Die Mitarbeiter des RMV-Servicetelefons helfen gerne mit aktuellen Informationen und konkreten Fahrtvorschlägen weiter. Sie sind rund um die Uhr erreichbar unter Telefon 069/24248024.


Oberbürgermeister Feldmann beglückwünscht Historisches Museum zum 140. Geburtstag

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Sonntag, 3. Juni, anlässlich des 140. Geburtstags des Historischen Museums die Arbeit des Ausstellungshauses gewürdigt. In seiner Gratulationsrede zeichnete er den Wandlungsprozess vom Fachmuseum für Geschichte zum modernen Stadtmuseum nach. Zugleich würdigte er, dass sich dessen Neubau, der Römerberg und die rekonstruierte Altstadt harmonisch ergänzen.

Das Historische Museum wurde am 18. Juni 1878 eröffnet. Gegründet auf bürgerschaftliche Initiative, handelt es sich um das Älteste von der Stadtgesellschaft getragene Museum Frankfurts. Es bezog im Herbst 2017 seinen viel beachteten Neubau. Mit neuen Ansätzen will es Geschichte besonders erlebbar machen sowie Beziehungen zu Gegenwart und Zukunft herstellen.

„Das Museum ist bietet mit seinen Neukonzeptionen ‚Frankfurt einst‘ und ‚Frankfurt jetzt‘ interessante Einblicke in die Vergangenheit der Messestadt. So entsteht eine Verständigung von Gesichte, Gegenwart und Zukunft. Das macht das Museum zum Forum zur Entwicklung unserer Stadt“, sagte Feldmann. Teil der neuen Konzeption ist die Integration des Kindermuseums als „Junges Museum“ in das neue Haus. Der Oberbürgermeister zeigte sich über diesen Schritt erfreut, der vielfältige Ausstellungs- und Vermittlungsangebote für die jüngere Generation mit sich bringt.

„Das Museum, die neue Altstadt und das Römerberg-Ensemble ergänzen sich perfekt. Sie verschmelzen zu einem wunderbarem Ganzen!“, sagte Feldmann. So entstehe begehbare 800-jährige Stadtgeschichte, die sich in die Zukunft transportieren lasse. Dabei unterstrich er: „Ein solches Projekt ist einmalig!“ es zeige, dass Frankfurt die Zukunft im Blick habe, sich aber sehr lebendig seiner Vergangenheit bewusst sei, sagte er vor den Gästen. Unter diesen befanden sich neben anderen Museumsdirektor Jan Gerschow, Kuratoriumsvorsitzendem Roland Gerschermann und Joana Sousa Monteiro, Direktorin des Stadtmuseums von Lissabon und der von CAMOC (globales Netzwerk der Stadtmuseen).


Mobilität in Bornheim gemeinsam gestalten – Ideen der Bürgerinnen und Bürger sind gefragt!

Wie wollen wir uns zukünftig in Bornheim bewegen? Wie wollen wir in Bornheim leben? Im Rahmen des Bundesforschungsprojekts QuartierMobil werden alle Interessierten eingeladen, gemeinsam mit dem Ortsbeirat und Akteuren aus der Stadtverwaltung, Wissenschaft und Planungspraxis, die Bedürfnisse und Möglichkeiten zukünftiger Mobilität in Bornheim zu diskutieren.

Dazu findet eine öffentliche Veranstaltung am Samstag, 9. Juni, von 16.30 bis gegen 19 Uhr, im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Bornheim, Große Spillingsgasse 24, statt. Einlass ist ab 16 Uhr.

In der Veranstaltung erfolgt ein Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, wie sich zukunftsfähige und bedarfsgerechte Mobilität in Bornheim etablieren lässt. Darüber hinaus geht es um die Erhaltung und Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität aller Bevölkerungs- und Altersgruppen. Ziel ist es, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie sich der öffentliche Raum im Stadtteil beleben lässt. Die gesammelten Ideen der Bornheimerinnen und Bornheimer sollen in die weitere Erarbeitung von Handlungsoptionen einfließen.

Informationen zum Projekt können unter www.quartiermobil-bornheim.de abgerufen werden.


Fairer Kaffee: Mit Segelschiff und Rädern klimafreundlich von Kolumbien nach Frankfurt – Umweltdezernentin Rosemarie Heilig begrüßt Delegation aus Vorarlberg in den Frankfurter Weltläden

Mit 100 Kilo fair gehandeltem und klimafreundlich produziertem Kaffee im Gepäck machen Radlerinnen und Radler vom Klimabündnis Vorarlberg (Österreich) am Samstag, 9. Juni, Station in Frankfurt am Main. Dort werden sie den kolumbianischen Kaffee Serraniagua gegen den fairen Frankfurter Stadtkaffee Mainpresso tauschen. Mit dieser Aktion feiert das europäische Städtenetzwerk Klima-Bündnis gemeinsam mit der Stadt Frankfurt, den Weltläden und dem Team des Radentscheids 25 Jahre solidarische Zusammenarbeit mit dem Bundesland Chocó in Kolumbien.

Seit Anfang des Monats sind die Mitglieder des Klimabündnisses Vorarlberg mit ihren Lastenrädern unterwegs: Klimabohne on Tour heißt die Initiative der Österreicher und Österreicherinnen. Per Segelschiff wurde der Kaffee aus dem kolumbianischen Bundesland Chocó klimafreundlich nach Amsterdam transportiert. Von dort geht es nun mit dem Lastenfahrrad über Frankfurt und andere Stationen nach Vorarlberg. Mit der solidarischen Aktion soll für fairen Handel und ökologische Kaffeeproduktion sowie für den Schutz der Regenwälder in Chocó geworben werden.

„Fairer Kaffee, das ist nachhaltige Produktion und verantwortungsbewusstes Handeln“, sagt Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig über die Initiative.

„Verantwortungsbewusstes Handeln wünschen wir uns sowohl für den Anbau als auch für den Transport des Kaffees von den Plantagen nach Europa“, so Heilig weiter. Sie freue sich deshalb, dass die Radlerinnen und Radler auf ihrer Klimatour auch am traditionsreichen Handelsplatz Frankfurt Station machen. „Sie bringen uns Kaffee, der fair produziert und zugleich klimafreundlich transportiert wurde“. Denn mit ihrer Initiative Klimabohne on Tour machen die Radlerinnen und Radler auch auf die negativen Folgen des Containerfrachtverkehrs und die Möglichkeiten moderner Lastenrad-Mobilität aufmerksam.

Alle sind herzlich eingeladen, mitzuradeln und in den Weltläden mitzufeiern. Interviews sind ab 13 Uhr im Weltladen Bockenheim möglich.


Erzählungen der Kewa – Autor aus Papua-Neuguinea im Gespräch mit Frankfurter Ethnologen

Unter dem Titel „Storibuk Pairundu. Erzählungen der Kewa“ lädt das Weltkulturen Museum zusammen mit dem Pazifikforum ein zum Gespräch mit dem Autor Alex Yapua Ari (Südliches Bergland, Papua-Neuguinea) und dem Ethnologen Professor Holger Jebens (Goethe-Universität, Frankfurt) am Dienstag, 5. Juni, um 19 Uhr.

Alex Yapua Ari begegnete als Dreizehnjährige in Pairundu, einem kleinen Dorf im südlichen Bergland von Papua-Neuguinea, dem deutschen Ethnologen Holger Jebens, der Geschichten sammelte und aufschrieb. Von diesem inspiriert, stellte er eine ungewöhnliche Reihe von Erzählungen der Kewa zusammen.

Versuchte Alex Yapua Ari den angereisten Ethnologen nachzuahmen, so lassen sich seine Texte als Ausdruck einer Art „Selbst-Ethnographie“ interpretieren. Gleichzeitig zeigt sich in ihnen etwas, das für die eigene Kultur spezifisch ist: eine grundlegend pragmatische Haltung, ein lakonischer Tonfall und ein manchmal etwas trockener, dabei aber bezwingender Sinn für Humor.

Dabei hatte Alex Yapua Ari schon früh die Idee, aus seinen Geschichten könne einmal ein Buch werden, das ihm den Weg in die weite Welt ebnet. So unrealistisch oder gar utopisch diese Idee damals erschien, heute ist sie Wirklichkeit geworden. Die alten Rollen sind vertauscht und nach fast dreißig Jahren reist Alex nun selbst in das Land, aus dem einst der Ethnologe kam.

Die Veranstaltung im Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37, ist kostenlos.


Baumfällungen in den Ortsbezirken 5 und 9

In den Ortsbezirken 1, 5 und 9 fällt das Grünflächenamt in den kommenden Wochen mehrere Bäume.

Im Ortsbezirk 1 fällt das Grünflächenamt mehrere Gehölze. Am Spielplatz Untermainbrücke gibt es im kommenden Frühjahr Ersatz für Robinie 7. Diese ist im Absterben begriffen. Gleiches gilt für folgende Bäume: Baum-Hasel 74, Vogel-Kirsche 400, Säulen-Pappel 236 am Griesheimer Ufer sowie Robinie 25 am Baseler Platz. Die Bäume sind moribund, tot oder durch Pilzbefall geschädigt. Kein Ersatz ist für folgende Bäume möglich, da Entwicklungsmöglichkeiten fehlen: Vogel-Kirsche 16, Schwarzerle 173 und den Schwarzerlen W1 am Griesheimer Ufer.

Im Mainuferpark Süd im Ortsbezirk 5 müssen folgende Gehölze weichen: Sal-Weide 129, Echte Mispel 157 und Gewöhnliche Hainbuche 168. Alle Bäume sind im Absterben begriffen. Ersatz soll es im Frühjahr 2019 geben. Der Amerikanische Amberbaum 44 im Riedhof ist bereits abgestorben. Auch für wird im kommenden Jahr nachgepflanzt.

Im Ortsbezirk 9 stirbt auf dem Abenteuerspielplatz Colorado neben dem Grundstück Raimundstraße 101 eine Robinie aufgrund Pilzbefalls und Fäulungen ab. Hier ist Ersatz für den kommenden Herbst avisiert.


Kondolenzuch für Hilmar Hoffmann

Das Kondolenzbuch für den verstorbenen Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann liegt ab Dienstag, 5. Juni, 10 Uhr, im Foyer des Römereingangs aus.


Sirenenüberprüfung des Industrieparks Höchst und des Industrieparks Griesheim

Am Mittwoch, 6. Juni, findet um 10 Uhr ein Probealarm der Sirenen statt, die rund um den Industriepark Höchst und den Industriepark Griesheim in den Stadtteilen Höchst, Unterliederbach, Sindlingen, Zeilsheim, Griesheim, Nied, Schwanheim und Goldstein installiert sind.


BigCityBeats WORLD CLUB DOME 2018

Der „Größte Club der Welt“ in der Frankfurter Commerzbank-Arena mit über 160.000 clubbegeisterte Gästen aus über 70 Nationen ist international zum Markenzeichen und zu einem Wirtschaftsfaktor in der Stadt geworden

Mit Partnern wie der ESA (European Space Agency), der Deutschen Bahn, der Fraport, dem Frankfurter Flughafen und der Stadt Frankfurt am Main verwirklicht das Frankfurter Familienunternehmen BigCityBeats GmbH wieder einmal atemberaubende Visionen.
So wurde am Wochenende – 2. und 3. Juni – die Frankfurter Commerzbank-Arena, die eigentlich noch im DFB-Pokal-Rausch steckte, in den größten Club der Welt verwandelt. Die Tanzfläche von über 750.000 Quadratmeter auf 25 Bühnen mit insgesamt 2,8 Millionen Watt Musikleistung, 45 Kilometer verlegte Kabel, 2000 Quadratmeter LED, 14 Tonnen Eis, ein halber Kilometer Theke und der längsten roten Teppich der Welt – die Messlatte erreichte am vergangenen Wochenende erneut neue Dimensionen.

Eine treue Community der BigCityBeats Family – unter anderem aus Kolumbien, Australien und der Elfenbeinküste – ist an Ort und Stelle, wenn in Frankfurt am Main das Club-Herz der Welt schlägt. 160.000 clubbegeisterte Gäste, 70.000 gebuchte Betten – der BigCityBeats WORLD CLUB DOME ist längst international zum Markenzeichen und zu einem Wirtschaftsfaktor in der Stadt geworden.

Eröffnet wurde das Riesenspektakel am Freitagabend von der Grammy-Gewinnerin Sarah Brightman, einer der weltweit besten Sopranistinnen, die als einzige Künstlerin bisher bereits die Olympischen Spiele in Barcelona und in Peking eröffnen durfte.

Wirtschaftsdezernent und Schirmherr Markus Frank dankt dem professionellen Veranstaltungsteam um Carina und Bernd Breiter, die sich trotz ihrer Mammutaufgabe durch nichts aus der Ruhe bringen ließen: „Carina und Bernd Breiter machen mit ganz viel Herzblut, unglaublicher Professionalität und ungebremster Kreativität das Unmögliche immer wieder möglich: ein Club im Wald mit Pool, Hubschrauberlandeplätze direkt auf dem roten Teppich – nach dem Ritt durch die Schwerelosigkeit im Februar diesen Jahres ist nun weltweit bekannt, dass der WORLDCLUBDOME sich nicht mit normalen Dingen abgibt. Chapeau!“


GRÜNWÄRTS Festival: Frankfurt feiert Nachhaltigkeit – das Programm

Jetzt heißt es, in die Pedale treten und den eigenen Mehrwegbecher mitbringen: Auf dem GRÜNWÄRTS Festival am 10. Juni wird am Sonntag, 10. Juni, von 12 bis 19 Uhr an der Osthafenmole einen Tag lang Nachhaltigkeit gefeiert! Mit dabei sind eine Vielzahl an Initiativen, Ausstellern, Aktionen und Musik, die sich alle für ein grünes, klimafreundliches und nachhaltiges Frankfurt stark machen. Denn wir sind überzeugt, dass Veränderung nur aus der Mitte der Gesellschaft kommen kann. Jeder kann tagtäglich etwas für eine gesündere und lebenswertere Umwelt tun! Das GRÜNWÄRTS Festival wird gemeinsam von PIER F und Transition Town Frankfurt veranstaltet, die zum ersten Mal ihre Aktivitäten, das PIER Festival und den Wandeltag, zusammenlegen.


35. Frankfurter Selbsthilfemarkt im Saalbau Südbahnhof

Am Freitag, 8. Juni, stellen sich von 11 bis 17 Uhr im Saalbau Südbahnhof beim 35. Selbsthilfemarkt rund 65 Frankfurter Selbsthilfegruppen vor. Die Veranstaltung wird seit mehr als 20 Jahren von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Frankfurt durchgeführt.

Um 11.15 Uhr wird der Selbsthilfemarkt von Stadträtin Nargess Eskandari-Grünberg und der Geschäftsführerin des Vereins Selbsthilfe, Maren Kochbeck, zum ersten Mal im Südbahnhof eröffnet. „Der Markt selber hat eine lange Tradition, doch etwas ist ganz neu – der Markt findet diesmal im Saalbau Südbahnhof statt. Mitten im quirligen Stadtteil Sachsenhausen gibt es mit dem Saalbau einen zentralen und gut zugänglichen Ort, an dem interessierte Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die Selbsthilfearbeit erhalten“ sagt Maren Kochbeck.

„Die Mitglieder der Selbsthilfegruppen und Initiativen halten Informationen zu vielen Themen und Erkrankungen bereit. Interessierte können die Gruppen besuchen, bekommen Einblicke in die Selbsthilfearbeit und erhalten Infos zu Themen, die sonst schwer so gut und komprimiert zu finden sind“, sagt Eskandari-Grünberg, die an der Veranstaltung besonders schätzt, dass die Inhalte so vielfältig sind – sie reichen von chronischen Krankheiten und Behinderungen über seltene Krankheiten bis zu psychosozialen und sozialen Themen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Selbsthilfegemeinschaft „die Fleckenbühler“ wieder mit vielfältigen Produkten für das leibliche Wohl sorgen wird. Die Band EvasApfelMusik begleitet den Tag musikalisch und lockt gemeinsam mit einer Stelzenläuferin Passanten am Südbahnhof auf unseren Markt. Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher, nutzen Sie die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen!“, sagt Kochbeck.

Der Besuch des Marktes ist kostenfrei und offen für alle. Weitere Informationen gibt es bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt unter der Telefonnummer 069/559358 und im Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 069/212-36270 oder im Internet unter www.selbsthilfe-frankfurt.net.


Vortrag: Die Stadt und das ‚jüdische Geld – kommunale Finanzverwaltung im Zeichen der NS Verfolgungspolitik am Beispiel München

Am Mittwoch, 6. Juni um 19.30 Uhr hält Paul-Moritz Rabe, ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Die Münchner Stadtverwaltung im NS“, einen Vortrag im Historischen Museum Frankfurt.

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut und im Rahmen der am 17. Mai eröffneten Ausstellung „Legalisierter Raub – Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945“ statt.

Der nationalsozialistische Völkermord war auch ein Raubmord. Schon früh hatte es das NS Regime auf das Vermögen der deutsch-jüdischen Bevölkerung abgesehen. Unterschiedliche Akteure trieben den Raubzug voran. Anteil und Funktion der deutschen Städte und Gemeinden waren bislang kaum bekannt.

Der Historiker Paul-Moritz Rabe zeigt am prominenten Beispiel München, der „Hauptstadt der Bewegung“, welche Rolle den Kommunalverwaltungen zukam, wie die örtlichen Finanzbehörden agierten und sich die Verfolgungspolitik im Stadthaushalt widerspiegelte. So richteten etwa die städtischen Beamten die Gebührenerhebung nach antisemitischen Kriterien aus, gingen besonders massiv gegen „jüdische“ Steuerschuldner vor und richteten bei der Stadthauptkasse ein „Judenkonto“ ein, auf dem in besonders perfider Weise Hunderttausende von Reichsmark von jüdischen Münchnern gesammelt wurden. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.


Vortrag: ‚Das Bahnhofsviertel um 1900 – ein nobles Wohn- und Geschäftsquartier‘

Am Montag, 11. Juni, leitet Markus Häfner mit dem Vortrag „Ein nobles Wohn- und Geschäftsviertel: Das Bahnhofsviertel von der Entstehung bis 1945“ das Begleitprogramm zur Ausstellung „Banker, Bordelle und Bohème: Stationen der Geschichte des Bahnhofsviertels“ ein, die im Institut für Stadtgeschichte bis 7. April 2019 zu sehen ist.

Der Vortrag nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in die facettenreiche Entstehungsgeschichte und Bauhistorie des Bahnhofsviertels. Im Gegensatz zu heute galt das Quartier noch vor 100 Jahren als Frankfurts modernes Vorzeigeviertel. Den Dirnen war sogar das Betreten großer Einkaufs- und Flaniermeilen untersagt. So prägten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Hotels und Cafés, Varietékunst und Theatervielfalt sowie vielfältige Möglichkeiten zum Amüsement und zum Einkaufen das Aussehen des Viertels. Dieses pulsierende Leben steht neben der baulichen Entwicklung im Zentrum des Vortrags. Auch auf seinerzeit bereits nicht mehr bestehende Vorgängerbauten wie den Galgen, die Sommerhäuser und die drei Westbahnhöfe wird Bezug genommen.

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Bereits am Donnerstag, 7. Juni, führt Häfner, Kurator der Ausstellung, durch die Schau und erläutert die konzeptionellen Erwägungen, besondere Ausstellungsstücke und Wissenswertes zur Historie des Viertels. Treffpunkt zur Führung um 18 Uhr ist das Foyer im Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Aktuelle Informationen gibt es unter www.stadtgeschichte-frankfurt.de.


Ausstellungsreöffnung: ‚Geraubt. Gesammelt. Getäuscht. – Die Sammlung Pinkus/Ehrlich und das Museum Angewandte Kunst‘

Seit 2016 unterzieht das Museum Angewandte Kunst seine Bestände einer gründlichen Prüfung auf unrechtmäßig angeeignete Objekte aus jüdischem Besitz zur Zeit des Nationalsozialismus. Im vergangenen Jahr wurde dabei eine überraschende Entdeckung gemacht, die das Museum zum Anlass für eine Kabinettschau nimmt: „Geraubt. Gesammelt. Getäuscht. Die Sammlung Pinkus/Ehrlich und das Museum Angewandte Kunst“ erzählt exemplarisch die Geschichte der Silbersammlung des jüdischen Sammlers Joseph Pinkus (1829–1909) aus Neustadt in Oberschlesien (heute Prudnik, Polen). Im 19. Jahrhundert hatte er eine große Kollektion von Silberobjekten aus dem 17. und 18. Jahrhundert zusammengestellt, die seine Tochter erbte. Hedwig Ehrlich (geborene Pinkus, 1864–1948) lebte seit 1899 in Frankfurt am Main, zusammen mit ihrem Mann, dem Mediziner und Forscher Paul Ehrlich (1854–1915).