Heidelberg: Spende der Dietmar Hopp Stiftung für Multimedia-Ausstattung der Klinikschule Heidelberg

Übergabe der Spende der Dietmar Hopp Stiftung an den Förderverein der Klinikschule Heidelberg (v.r.): Dr. Ingrid Rupp, Referentin der Dietmar Hopp Stiftung, Sati Cinar, Schulleiterin der Klinikschule, Birgit Schöffmann, 2. Vorsitzende des Fördervereins der Schule. (Foto: Universitätsklinikum Heidelberg)
Übergabe der Spende der Dietmar Hopp Stiftung an den Förderverein der Klinikschule Heidelberg (v.r.): Dr. Ingrid Rupp, Referentin der Dietmar Hopp Stiftung, Sati Cinar, Schulleiterin der Klinikschule, Birgit Schöffmann, 2. Vorsitzende des Fördervereins der Schule. (Foto: Universitätsklinikum Heidelberg)

Heidelberg – Die Klinikschule am Universitätsklinikum Heidelberg hilft kranken Kindern und Jugendlichen, trotz längerem Klinikaufenthalt den Anschluss an den Unterricht ihrer Schulen am Heimatort zu erhalten. Das geht durch flexible Stundenpläne, besonders engagierte Lehrer – und nun auch mit Hilfe neuer Multimedia-Ausstattung, die durch eine Spende der Dietmar Hopp Stiftung in Höhe von 19.000 Euro angeschafft werden konnte.

Am 12. Juli 2017 wurde im Rahmen eines Festaktes die Spende an den Förderverein der Schule übergeben und gleichzeitig der neue Standort der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinikschule eingeweiht. „Wir sind sehr dankbar für das Engagement der Dietmar Hopp Stiftung“, sagt Sati Cinar, Schulleiterin der Klinikschule Heidelberg. „Die großzügige Spende ermöglicht uns, verschiedene neue Geräte und Software anzuschaffen und den Schülern so mit modernen Medien den Schulalltag zu erleichtern.“ Dr. Ingrid Rupp, Referentin der Dietmar Hopp Stiftung, ergänzt: „Unsere Spende für die Klinikschule vereint drei Förderbereiche der Dietmar Hopp Stiftung: Bildung, Soziales und Medizin. Flexibilität und individualisiertes Lernen haben in der Klinikschule eine hohe Priorität. Die neue Multimedia-Ausstattung soll Schüler und Lehrer sinnvoll im Unterricht unterstützen und motivieren.“

Mit neuer Hard- und Software die Motivation zum Lernen wecken und erhalten

Angeschafft wurden unter anderem fünf Tablet-Computer, die gut zu reinigen sind und keine Lüftung haben, über die Keime austreten können, weshalb sie auch von immungeschwächten Kindern genutzt werden dürfen. Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Schule profitiert besonders von zwei neuen Präsentationsbildschirmen mit passender EDV für den sich häufig ändernden Stundenplan der Schüler. „Therapien und Untersuchungen haben Vorrang vor dem Unterricht, deshalb ändern sich für diese Schüler die Pläne häufig“, erklärt Schulleiterin Sati Cinar. „Statt unübersichtlicher Zettelaushänge können wir mit den Bildschirmen am Eingang alle Schüler schnell und eindeutig informieren, ob und bei wem sie Unterricht haben.“ Das Multimedia-Paket sieht auch die Anschaffung neuer Apps und Programme vor. Ein besonderes Angebot soll es künftig für technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler geben: Spezielle Elektronikbaukästen ermöglichen das Bauen, Testen und Programmieren kleiner Roboter, um das Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen zu wecken und so den Krankenhausalltag wenigstens eine Zeitlang zu vergessen.

Neue Räume für die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinikschule

Neben der Spende gibt es einen weiteren Grund zum Feiern für alle, die sich für die Klinikschule engagieren: Die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie der Schule, an der täglich bis zu 45 Kinder vom Grundschüler bis zum Abiturienten unterrichtet werden, hat 2016 in Heidelberg-Bergheim neue Räume bezogen. „Wir haben uns deutlich verbessert“, sagt Sati Cinar. „Die neuen Räume sind großzügig geschnitten und wirken auch eher wie eine richtige Schule als der alte Standort. Es ist uns sehr wichtig, für die Schülerinnen und Schüler ein Stück Normalität in einer Ausnahmesituation zu bieten – und das können wir hier gut leisten.“

Neben der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitet die Klinikschule Heidelberg noch in den Abteilungen Somatik im Neuenheimer Feld und Orthopädie in Heidelberg-Schlierbach. Insgesamt werden pro Jahr rund 800 Schüler durch zurzeit 37 Lehrkräfte in allen Schulformen unterrichtet. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie bekommen die Schüler bis zu 28 Stunden Unterricht pro Woche in kleinen Gruppen, in den anderen Abteilungen findet der Unterricht sowohl im Schulzimmer als auch am Krankenbett statt und umfasst eine bis drei Schulstunden am Tag. „Wir kooperieren bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte eng mit den Heimatschulen, damit die Kinder und Jugendlichen nach dem Klinikaufenthalt möglichst problemlos wieder in ihren Alltag zurückkehren können“, sagt Sati Cinar. Auch dabei erleichtert die verbesserte Multimedia-Ausstattung die Arbeit: „Über Videokonferenzprogramme haben die schulpflichtigen Patienten die Möglichkeit, direkt an besonderen Unterrichtsstunden ihrer Stammklassen teilzunehmen und sich mit Freunden und Lehrern auszutauschen.“

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