Rheinland-Pfalz: „Unterkünfte für Polizisten bei G20-Gipfel sind unzumutbar“

Symbolbild, Polizei, Streifenwagen, Einsatz
Symbolbild, Polizei, Polizeiwagen

Mainz – Zu den Zuständen bei der Unterbringung rheinland-pfälzischer Polizeibeamten beim G20-Gipfel in Bad Segeberg erklärt ein Sprecher des Innenministeriums:

„Die von Hamburg zur Verfügung gestellten Unterkünfte für die rheinland-pfälzischen Polizeibeamtinnen und -beamten sind nach Informationen des Ministeriums des Innern und für Sport unzumutbar. Die Zustände sind dem Innenministerium bekannt. Wir stehen diesbezüglich seit heute Morgen in engem Kontakt mit den zuständigen Polizeibehörden in Hamburg, um die Situation für unsere Polizistinnen und Polizisten schnellstmöglich zu verbessern.

Die zuständigen Behörden vor Ort haben soeben mitgeteilt, dass die rheinland-pfälzischen Einsatzkräfte noch heute in eine neue Unterkunft umziehen werden.“


Wie die Gewerkschaft der Polizei Rheinland-Pfalz mitteilt, wurde auf den Druck der Gewerkschaft reagiert. Es seien sehr bedenkliche Zustände im Containerdorf:

„Die Container sind sehr spartanisch eingerichtet. WC und Duschanlagen befinden sich in anderen Containern. Duschräume sind teilweise verschlossen. WC-Papier ist kaum bis gar nicht vorhanden. Mülleimer für Papierhandtücher sind nicht vorhanden. Anfahrtswege zur Essenseinnahme betragen über 1 ½ Stunden. Trockenräume für Kleidungsstücke sind nicht vorhanden. Einrichtungen für die enge Freizeitgestaltung sind Fehlanzeige. Diese untragbaren Zustände können so nicht hingenommen werden.“

Nach Gewerkschaftsangaben sind Gespräche mit den Kollegen aus Hamburg geführt und das Ministerium des Innern und für Sport informiert wurden.

„Wir wollen keine 4 Sterne-Unterbringung für unsere KollegInnen, sondern dem langen Einsatz gerecht werdene Unterkünfte, die den üblichen Standards entsprechen“, so der BG Bepo Vorsitzende Achim Recktenwald. „Hier muss dringend nachgebessert werden. 11 Tage / Nächte in solchen Unterkünften sind keinem zumutbar.“