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Partnerschaftstreffen Mainz-Dijon 2017: Prof. Dr. Alain Bonnin (l.), Präsident der Université de Bourgogne, und Prof. Dr. Georg Krausch (r.), Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Foto: Stefan F. Sämmer, JGU

Mainz – Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Université de Bourgogne in Dijon in Frankreich setzen neue Impulse in der internationalen Lehrerausbildung:

Zum Wintersemester 2017/2018 startet in Mainz ein in seiner Fächervielfalt deutschlandweit einmaliges binationales Master of Education-Programm.

„Unser neues Masterprogramm schließt sich nahtlos an den bestehenden integrierten lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang Mainz-Dijon an und ist ein weiterer wichtiger Baustein der deutsch-französischen Studiengänge an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz“,

betont Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch. Die Université de Bourgogne ist die wichtigste Partneruniversität der JGU, mit keiner anderen ausländischen Hochschule besteht ein derart intensiver Austausch. In der Lehrerausbildung, in geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern, in der Politikwissenschaft und in Jura haben die Universitäten Mainz und Dijon in den vergangenen 25 Jahren gemeinsame Studiengänge aufgebaut, die im Rahmen eines wechselseitigen Studiums in Dijon und Mainz gleichzeitig zu einem französischen und einem deutschen Hochschulabschluss führen.

Alle diese Studiengänge sind durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) positiv evaluiert worden; zudem unterstützt die DFH die Studierenden während ihres Auslandsaufenthalts im Rahmen des Studienprogramms mit Mobilitätsbeihilfen.

„Mit bislang über 1.000 Absolventinnen und Absolventen haben wir einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich geleistet und werden unsere binationale und europäische Hochschulzusammenarbeit auch in Zeiten, in denen Europa vor großen Herausforderungen steht, weiter nachhaltig stützen und fördern. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir mit unserer Partneruniversität in Dijon einen Schwerpunkt in der gemeinsamen Lehrerausbildung setzen und dadurch den Geist der deutsch-französischen Verständigung in die Ausbildung junger Menschen einbringen“,

so Krausch weiter.

„Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist heute der wichtigste Partner der Université de Bourgogne, Hunderte von französischen und deutschen Studierenden wechseln jedes Jahr zwischen unseren beiden Institutionen hin und her. Sie sind Ausdruck des Erfolgs unserer Partnerschaft, die vor 40 Jahren mit einer ersten Kooperationsvereinbarung begann“,

ergänzt Prof. Dr. Alain Bonnin, Präsident der Université de Bourgogne. Die gemeinsamen Studiengänge, die sogenannten „Integrierten Studiengänge“, sind das Flaggschiff dieser Zusammenarbeit und profitieren von der wertvollen Unterstützung der Deutsch-Französischen Hochschule.

„Der älteste dieser Studiengänge hat kürzlich 25 Jahre seines Bestehens gefeiert und hat bisher mehr als 400 französische und deutsche Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht, die die Sprache des Partnerlandes in den Schulen unserer beiden Länder unterrichten. Unsere Kooperation dient heute als Modell für andere Institutionen, die neue Verbindungen innerhalb und außerhalb Europas knüpfen“,

bekräftigt Bonnin

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Université de Bourgogne in Dijon nehmen in der gemeinsamen Lehramtsausbildung eine Vorreiterrolle ein. Neben dem Start des neuen Master of Education-Studiengangs für Absolventinnen und Absolventen des integrierten lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs Mainz-Dijon im Wintersemester 2017/2018 planen die beiden Universitäten ein binational anerkanntes Referendariat für Lehramtsstudierende. Eine deutsch-französische Arbeitsgruppe arbeitet bereits an der Ausarbeitung des deutsch-französischen Referendariats, das für die Sekundarstufe 2 deutschlandweit Pioniercharakter haben wird. Dieser Arbeitsgruppe gehören sowohl Vertreterinnen und Vertreter der beiden Universitäten als auch außeruniversitärer Institutionen an, etwa des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums, des staatlichen Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien und des Rectorat de Dijon.

Im Rahmen des diesjährigen Partnerschaftstreffens in Mainz wurde zudem der ehrenamtliche Leiter des Dijonbüros der JGU, Dr. Lutz Baumann, für sein langjähriges Engagement mit der Ehrenmedaille der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geehrt.

„Wir danken Ihnen für Ihren großartigen Einsatz um das Dijonbüro unserer Universität in den vergangenen 30 Jahren. Was als überschaubare Aufgabe anfing, wird heute über den regionalen Kontext hinaus von zahlreichen Institutionen aufmerksam verfolgt“,

betont JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch.