Heidelberg – Informationen und Neuigkeiten aus der Stadt und den Stadt-/Ortsteilen.


Signalanlage an der Kreuzung B 37 / Fischergasse umgebaut

Seit Mitte April hat die Stadt Heidelberg an der Kreuzung B 37 / Fischergasse die Signalanlage umgebaut, um die Busse zu beschleunigen und die Radverkehrsführung zu verbessern. Die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen: In der vergangenen Woche wurden die Markierungen fertiggestellt und die provisorische Ampelanlage zurückgebaut. Die neue Fahrspur für den Radverkehr steht damit schon voll zur Verfügung. Als Letztes muss noch die Technik für die Vorrangschaltung der Busse fertig eingestellt werden, das heißt zum Beispiel die Meldepunkte für die Busse. Diese Arbeiten werden noch circa zwei Wochen in Anspruch nehmen. Solange wird die Ampel in Festzeit betrieben.

Was wurde gemacht?

Die Stadt Heidelberg hat die Signalanlage an der Kreuzung B 37 / Fischergasse mit einem neuen Steuergerät ausgestattet: Damit können die Buslinien 35, 33 sowie die Moonliner und Regionalbuslinien ihre Vorrangschaltung künftig besser anfordern. Das bedeutet optimierte Grünphasen für den Nahverkehr und pünktlichere Busse. Im Zuge der Arbeiten wurde auch die Radverkehrsführung im Einmündungsbereich verbessert: Statt wie bisher zwei Abbiegespuren für den Autoverkehr aus der Fischergasse zur B 37 (Am Hackteufel) wird eine gemeinsame Links- und Rechtsabbiegespur für den Autoverkehr sowie jeweils eine Fahrspur für den Radverkehr in die Fischergasse und aus der Fischergasse markiert. So können Radfahrerinnen und Radfahrer bequemer und sicherer auf die B 37 ausfahren oder die B 37 queren sowie jetzt auch an dieser Stelle vom Neckarufer in die Altstadt fahren.


Neue Straßennamen für die Campbell Barracks und Mark-Twain-Village Nord – Namen der Straßen und Plätze werden in den Gremien diskutiert / Gemeinderat entscheidet am 29. Juni

Von Hannah-Arendt-Straße bis Marlene-Dietrich-Platz: Die künftigen Straßen- und Platznamen für die Campbell Barracks und für Mark-Twain-Village-Nord sind ab dieser Woche Thema in den gemeinderätlichen Gremien. Die Straßen und Plätze im Bereich der beiden Bebauungspläne müssen zeitnah festgelegt werden, damit die Bauanträge für diese Flächen bearbeitet werden können. Am Dienstag, 30. Mai, wird sich der Bezirksbeirat Südstadt, am Mittwoch, 31. Mai, der Konversionsausschuss mit dem Thema befassen. Am 29. Juni 2017 soll der Gemeinderat die künftigen Namen der Straßen und Plätze beschließen.

Für den Bereich Campbell Barracks schlägt die Stadtverwaltung insgesamt zehn neue Straßen- und Platznamen vor. Die Namensgeberinnen und -geber wurden zum einen nach ihrem USA- und Heidelberg-Bezug, zum anderen mit Blick auf das nähere Umfeld ausgesucht. So sollen zum Beispiel im Bereich der ehemaligen Stallungen, wo die Kreativwirtschaft und das Kulturhaus Karlstorbahnhof einziehen werden, die amerikanischen Jazzsängerinnen Nina Simone und Billie Holiday zwei Straßen ihren Namen geben. Der Platz vor den Stallungen soll gemäß Verwaltungsvorschlag nach der Sängerin und Schauspielerin Marlene Dietrich benannt werden. Im Bereich nördlich des Paradeplatzes, wo die private Praxishochschule ihren Standort haben wird, sind als Namensgeber drei deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorgesehen, die wegen des Nationalsozialismus nach Amerika emigrieren mussten: der Statistikprofessor Emil Julius Gumbel, die Psychoanalytikerin Frieda Fromm-Reichmann und die Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt. Südlich des Paradeplatzes ist geplant, zwei Straßen nach der Politikerin Adelheid Steinmann und der Chemikerin Clara Immerwahr zu benennen, die sich für Frauenrechte engagiert haben.

Zwei weitere geplante Neubenennungen betreffen die derzeitige Zengerstraße (künftig „Johann-Peter-Zenger-Straße“) sowie die Straßen nördlich und südliches des Paradeplatzes („Am Paradeplatz“). Der Paradeplatz soll künftig auch offiziell diesen Namen tragen. Im Bereich des Bebauungsplans Mark-Twain-Village Nord sind nur kleinere Anpassungen des Straßennetzes erforderlich, so dass hier keine gänzlich neuen Straßennamen vergeben werden müssen.

Kommission zur Überprüfung der Straßennamen

Die Heidelberger Kommission zur Überprüfung der Straßennamen hat alle geplanten sowie die bereits vorhandenen Straßennamen für die Campbell Barracks und Mark-Twain-Village Nord geprüft und für geeignet befunden. Sie hat auch den Antrag aus der Mitte des Gemeinderates diskutiert, eine Straße oder einen Platz nach Martin Luther King oder Nelson Mandela zu benennen: Die Kommission kam allerdings einstimmig zu dem Ergebnis, dass beide thematisch nicht in das Benennungskonzept für die Campbell Barracks und Mark-Twain-Village Nord passen. Die beiden Namen sollen in der Vorschlagsliste verbleiben und bei der nächsten Straßenbenennung bevorzugt geprüft werden.

Die Kommission zur Überprüfung der Straßennamen wurde Anfang 2017 als beratendes Organ eingerichtet. Sie befasst sich mit dem Leben aller Persönlichkeiten, nach denen öffentliche Straßen, Plätze und Brücken in Heidelberg benannt sind oder noch benannt werden sollen.


Ferienöffnungszeiten der Bürgerämter

Von Dienstag, 6. Juni 2017, bis Freitag, 16. Juni 2017, gelten in den Bürgerämtern der Stadt Heidelberg folgende Ferienöffnungszeiten:

Die Bürgerämter Boxberg/Emmertsgrund, Handschuhsheim und Wieblingen sind am Montag, Mittwoch und Freitag zu den gewohnten Zeiten geöffnet; am Dienstag und Donnerstag sind sie in der Ferienzeit geschlossen.

Die Bürgerämter Pfaffengrund, Kirchheim und Ziegelhausen/Schlierbach sind am Dienstag und Donnerstag zu den üblichen Zeiten geöffnet; am Mittwoch und Freitag sind sie in den Ferien geschlossen. Montags sind die Bürgerämter Pfaffengrund, Kirchheim und Ziegelhausen/Schlierbach immer geschlossen.

Das Bürgeramt Neuenheim ist am Dienstag, Donnerstag und Freitag zu den üblichen Zeiten geöffnet. Am Mittwoch ist es geschlossen. Montags ist es immer geschlossen.

Die Bürgerämter Mitte, Altstadt und Rohrbach sowie die Zulassungs- und Führerscheinstelle stehen den Bürgerinnen und Bürgern zu den gewohnten Zeiten zur Verfügung.

Am Donnerstag, 15. Juni 2017, ist Feiertag. An diesem Tag haben alle Bürgerämter geschlossen.

Die vielfältigen Service-Angebote der Stadt Heidelberg können Bürgerinnen und Bürger auch ganz bequem online und rund um die Uhr in Anspruch nehmen – von zu Hause aus oder von unterwegs per Smartphone. Die Online-Services sind zu finden unter www.heidelberg.de/formulare.


Vernissage der Fotoaktion „Wir sind Heidelberg“ am Freitag, 2. Juni – Interkulturelles Zentrum richtet Ausstellung zum „Diversity Day“ aus

Zum diesjährigen bundesweiten „Diversity Day“ der „Charta der Vielfalt“ präsentiert das Interkulturelle Zentrum der Stadt Heidelberg (IZ) das Fotoprojekt „Wir sind Heidelberg“. Die Vernissage ist am Freitag, 2. Juni 2017, um 18 Uhr im Interkulturellen Zentrum, Kleiner Saal, Bergheimer Straße 147, 69115 Heidelberg. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich das Ergebnis der Fotoaktion anzusehen. Bürgermeister Wolfgang Erichson wird ein Grußwort sprechen.

Erste Ausstellung im Café des IWCH

Auch in diesem Jahr richtet das Interkulturelle Zentrum den „Diversity Day“ der „Charta der Vielfalt“ aus. Für das Projekt sind in den vergangenen Wochen in fast allen Stadtteilen Heidelbergerinnen und Heidelberger portraitiert worden. Die rund 200 Portraits sind bis Freitag, 28. Juli 2017, als erste Ausstellung im neuen Café im International Welcome Center Heidelberg (IWCH), in der Bergheimer Straße 147, 69115 Heidelberg, zu sehen. Der Eintritt zur Vernissage und zur Ausstellung ist frei.

Abbild der kulturellen Vielfalt der Stadt

Das Fotoprojekt findet im Rahmen des neuen Integrationsprojekts „Wir sind Heidelberg“ statt, das vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird. „Das Fotoprojekt als Teilprojekt von ,Wir sind Heidelberg‘ zeigt die kulturelle Vielfalt der Stadt im Interkulturellen Zentrum als Ort der Begegnung und Haus des Dialogs. Die einzelnen Portraits haben einen Wiedererkennungswert und heißen die Besucherinnen und Besucher des Interkulturellen Zentrums auf diese Weise in Heidelberg willkommen“, so Jagoda Marinić, Leiterin des Interkulturellen Zentrums.

Stadt Heidelberg seit 2014 Mitglied der „Charta der Vielfalt“

Die Stadt Heidelberg ist im Februar 2014 der „Charta der Vielfalt“ beigetreten. Diese bundesweite Initiative, die bereits von rund 2.450 Organisationen unterzeichnet wurde, will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen und ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.


Feiertage im Juni 2017: Müllabfuhr verschiebt sich

Aufgrund der Feiertage im Juni 2017 verschiebt sich die Müllabfuhr. Die Änderung betrifft immer alle Abfallgruppen (Restmüll, Bioabfall, Gelbe Säcke / Gelbe Tonnen, Papier, Bündelsammlung, Speisereste, Glas und Abfälle zur Verwertung).

Pfingstmontag

Am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, entfällt die Müllabfuhr. Der Müll wird in der gesamten Woche (23. Kalenderwoche) einen Tag später abgeholt als üblich. Es verschiebt sich die Abholung

– von Montag, 5. Juni, auf Dienstag, 6. Juni,
– von Dienstag, 6. Juni, auf Mittwoch, 7. Juni,
– von Mittwoch, 7. Juni, auf Donnerstag, 8. Juni,
– von Donnerstag, 8. Juni, auf Freitag, 9. Juni,
– von Freitag, 9. Juni, auf Samstag, 10. Juni 2017.

Fronleichnam

Aufgrund des Feiertags Fronleichnam am Donnerstag, 15. Juni 2017, verschiebt sich die Müllabfuhr am Donnerstag und Freitag in der 24. Kalenderwoche um einen Tag.

– Die Donnerstagsabholung vom 15. Juni findet am Freitag, 16. Juni,
– die Freitagsabholung vom 16. Juni findet am Samstag, 17. Juni 2017, statt.


Heidelberger Waldparkschule gewinnt zweiten Preis beim Deutschen Schulpreis 2017

Die Heidelberger Waldparkschule ist eine von insgesamt fünf Schulen, die den zweiten Preis beim Wettbewerb „Deutscher Schulpreis 2017“ gewonnen haben. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Rektor Thilo Engelhardt nahm den Preis am 29. Mai 2017 im Berliner „ewerk“ entgegen. „Eindrucksvoll wird gezeigt, was es heißt, Schule ganzheitlich von den Bedürfnissen und Stärken der Kinder und Jugendlichen her zu denken. Und das in einer leistungsfördernden, aber auch fordernden Atmosphäre, in der die konsequent wertschätzende und potentialorientierte Pädagogik sowohl Wege in den Beruf als auch in die gymnasiale Oberstufe ebnet“, heißt es in der Laudatio zur Waldparkschule.

„Wir verstehen Schule als Lebensraum, nehmen alle Schülerinnen und Schüler an wie sie sind und versuchen die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu fordern und zu fördern – das ist unsere Stärke“, sagte Rektor Thilo Engelhardt.

„Der zweite Preis ist eine großartige Bestätigung der hervorragenden pädagogischen Arbeit, die hier an der Waldparkschule geleistet wird. Mein aufrichtiger Glückwunsch geht an Rektor Thilo Engelhardt, das gesamte Kollegium, aber auch alle Schülerinnen und Schüler“, erklärte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Der Preis ist ein weiterer Beleg für die Exzellenz des Schul- und Bildungsstandorts Heidelberg. Mein großer Dank gilt auch dem Heidelberger Gemeinderat und Sozialbürgermeister Dr. Joachim Gerner. Sie haben im Jahr 2012, als an den Haupt- und Werkrealschulen die Schülerzahlen massiv zurückgingen, den Weg zur Weiterentwicklung der Waldparkschule geebnet“, so Würzner. Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung vergeben und ist in diesem Bereich der höchstdotierte Wettbewerb in Deutschland. Die Jury bewertet die sechs Qualitätsbereiche Leistung, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schule als lernende Institution, Schulklima und Umgang mit Vielfalt.

Die Jury des Deutschen Schulpreises hatte zunächst auf Basis der Bewerbungsunterlagen 20 deutsche Schulen im In- und Ausland ausgewählt, die Anfang des Jahres von Juryteams besucht und begutachtet wurden. Im Anschluss wurden 14 Schulen für die Endrunde des Deutschen Schulpreises nominiert. Den Hauptpreis erhielt in diesem Jahr die Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln. Die zweiten Preise gingen an die Deutsche Schule Rio de Janeiro in Brasilien, die Europaschule Bornheim, die Grundschule Borchshöhe in Bremen, das Gymnasium Kirchheim in Kirchheim bei München und die Waldparkschule in Heidelberg.

Die Waldparkschule im Stadtteil Boxberg ist seit dem Schuljahr 2014/2015 eine der beiden Heidelberger Gemeinschaftsschulen mit auslaufendem Werkrealschulzweig. An der Gemeinschaftsschule im Stadtteil Boxberg werden mehr als 400 Schülerinnen und Schüler von Klassenstufe 1 bis 10 unterrichtet. Mehr als die Hälfte der Schülerschaft hat einen Migrationshintergrund und knapp 30 Prozent haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. An der Waldparkschule werden die Schülerinnen und Schüler sowohl auf Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulniveau unterrichtet. Thilo Engelhardt ist seit 2008 Rektor der Waldparkschule.