Lauterecken: Zwischenbilanz nach dem ersten Einsatztag – Abtransport explosiver Stoffe

Lauterecken – „Ohne besondere Vorkommnisse“ ist der erste Einsatztag beim Abtransport explosiver Stoffe aus Lauterecken verlaufen.

Ein Teil des Materials, das in einem Wohnhaus in Lauterecken gefunden worden war, konnte heute abtransportiert werden. Abgeschlossen ist die Räumung noch nicht. Der Einsatz wird am Samstag ab 6 Uhr fortgesetzt. Für die betroffenen Anwohner bedeutet das: Sobald der Sprengstoffexperte des LKA die Sicherheit bestätigt hat, können die Anwohner heute ab etwa 18 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück. Sie müssen sie jedoch am Samstagmorgen bis 7 Uhr wieder verlassen.

Der Einsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und der kommunalen Verwaltung begann am frühen Freitagmorgen mit der Evakuierung der Wohnhäuser im Umfeld des Fundortes. Zehn Erwachsene und fünf Kinder nutzten die angebotene Sammelstelle in einer Schule. Nachdem die Absperrung des Evakuierungsbereichs eingerichtet war, konnte das Entschärfer-Team des Landeskriminalamtes mit den Räumungsarbeiten am Fundort im Wohnhaus beginnen. Gegen 10.30 Uhr startete dann der Transport mit der ersten „Portion“ des explosiven Materials in einem Sicherheitsanhänger.

Bis zum späten Nachmittag pendelte das Einsatzfahrzeug mit dem Anhänger zwischen Fundort und dem vorübergehenden Lagerort hin und her. Um 17 Uhr muss der Transport-Einsatz aufgrund der einsetzenden Dämmerung beendet werden. Mehr als die Hälfte der gefundenen 110 Kilo konnten bis dahin in mehreren Etappen in einem speziell gesicherten Sprengstoff-Transportanhänger aus der Stadt heraus geschafft werden. Das Material wird nun an einem geeigneten Ort aufbewahrt, bis es fachgerecht entsorgt werden kann.

Der Einsatz ist bislang aus polizeilicher Sicht gut verlaufen. Einsatzleiter Heiner Schmolzi und erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde, Andreas Müller, zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des ersten Einsatztages und dankten den eingesetzten Kräften und beteiligten Behörden und Organisationen für die gute Zusammenarbeit.

Am Samstagmorgen um 6 Uhr geht der Einsatz weiter, das heißt sobald sich niemand mehr im Gefahrenbereich befindet, wird die Absperrung wieder eingerichtet, und erst dann gehen die Spezialkräfte wieder ins Haus, um ihre Arbeit fortzusetzen. Aufgrund des derzeitigen Fortschritts der Arbeiten besteht bei der Polizei die begründete Hoffnung, dass die Räumungs- und Transportarbeiten im Laufe des Samstags beendet werden können. Diese werden allerdings voraussichtlich den ganzen Tag andauern.

Die Sicherheit aller Beteiligten – sowohl der Anwohner als auch der Einsatzkräfte – hat bei Einsätzen wie diesen oberste Priorität!

Das Wohnhaus, in dem das explosive Material gefunden wurde, wird unterdessen weiterhin von der Polizei bewacht.

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