Kaiserslautern: Volkstrauertag – Gemeinsam wider das Vergessen

Gedenken

Kaiserslautern – „Frieden in Europa ist im 21. Jahrhundert ein höchst fragiles Gut. Ihn zu wahren und zu verteidigen, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“, so der Beigeordnete Peter Kiefer in seiner Ansprache im Namen der Stadt Kaiserslautern anlässlich der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag auf dem Hauptfriedhof am Sonntag, 13. November 2016.

„Der Gedenkort, an dem wir uns heute hier am Volkstrauertag versammelt haben, soll uns eine eindringliche Mahnung sein: Lassen wir nicht zu, dass Gewalt oder gar Krieg jemals wieder Mittel der politischen Auseinandersetzung werden!“,

mahnte der Beigeordnete.

Der Blick zurück sei dabei, so Kiefer, wichtig, um das Heute verantwortungsvoll und friedlich miteinander zu gestalten. Der Volkstrauertag vermittelt jährlich die Möglichkeit, sich zu erinnern aber auch, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen und Schlüsse aus ihr zu ziehen. Kiefer hob die vielen Menschen hervor, die noch heute Opfer von Krieg und Gewalt seien. Menschen, die vor Angst, Hunger und Verfolgung fliehen und ihre Heimat zurücklassen, in der Hoffnung auf ein Leben in Frieden.

„Rund 1.300 Schutzsuchende haben wir in 2015 und 2016 in Kaiserslautern aufgenommen.“,

berichtete der Beigeordnete. Der aktuelle Flüchtlingsstrom belege es für jeden spürbar und sei für Europa und seine Mitgliedsländer eine Herausforderung, der man sich gemeinsam und solidarisch stellen müsse. Europa stecke in einer Krise, in dem Populisten leichtes Spiel haben und in dem auch rasch Extremismus und Gewalt gedeihen können. Nur gemeinsam gelinge es, einen Beitrag für Frieden und Freiheit vorzunehmen, unterstrich Kiefer in seiner Rede.

Als Vertreter der evangelischen Kirche sprach Dekanin Dorothee Wüst. Umrahmt wurde die Feierlichkeit, zu der die Stadt und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gemeinsam geladen hatten, vom Kolpingblasorchester Kaiserslautern 1912 e.V.. Im Anschluss an die Kranzniederlegungen auf dem Ehrenfriedhof erfolgte noch mal eine gesonderte Gedenkfeier zu Ehren der Opfer von Flucht und Vertreibung am Ostdeutschen Gedenkstein vor dem Friedhof.