Frankfurt: Tram-Parade – Sonderfahrt und Foto-Termin mit alten und modernen Fahrzeugen

Tram-Parade (Foto: Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e.V.)
Tram-Parade (Foto: Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e.V.)

Frankfurt am Main – Acht Generationen auf einem Bild? Bei Familien funktioniert das leider nicht. Aber bei Straßenbahnen! Acht Generationen von den in Frankfurt in den vergangenen 60 Jahren eingesetzten Straßenbahnen treffen sich am Samstag, 25. Juni 2016, zu Sonderfahrten und einer Fahrzeug-Parade am Stadion.

Der Straßenbahn-Fuhrpark der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) für den Linienbetrieb besteht derzeit aus modernen Niederflurwagen. Deren Typbezeichnungen lauten – getreu der Frankfurter Gepflogenheit, Straßenbahntypen dem Alphabet nach zu benennen – „R“ beziehungsweise „S“. Darüber hinaus verfügt die VGF jedoch noch über fahrfähige Exemplare älterer Baureihen, angefangen beim Typ „K“ von 1955 bis zum Typ „P“ aus den 1970er Jahren. Für die Typen „K“, „L“ und „M“ sind zudem noch Beiwagen erhalten, die analog zu den zugehörigen Triebwagen mit den Kleinbuchstaben „k“, „l“ bzw. „m“ bezeichnet werden.

Am 25. Juni werden alle Wagentypen aufeinandertreffen. Die VGF und der Verein „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main“ (HSF) veranstalten am Stadion eine Parade aller fahrfähigen Straßenbahntypen des Unternehmens. Zu sehen sein werden Bahnen der Typen „K“, „L/l“, „M/m“, „N“, „O“, „Pt“, „R“ und „S“. Zudem werden im Anschluss an die Parade mit mehreren Fahrzeugen Sonderfahrten angeboten.

Fahrzeugparade am Stadion

Zunächst verkehren die insgesamt acht Züge ab etwa 8.20 Uhr im 7/8-Minuten-Takt vom Depot in der Heilbronner Straße aus via Hauptbahnhof Südseite in Richtung Stadion. Interessierte haben die Möglichkeit, mit Ausnahme des „K“-Wagens in allen Bahnen bis zur Haltestelle „Oberforsthaus“ mitzufahren. Eine direkte Mitfahrt bis zum Stadion ist aus betrieblichen Gründen nur im Fahrzeug des Typs „R“ beziehungsweise in den regulär verkehrenden Bahnen der Linie 21 möglich. Gegen halb zehn werden alle Wagen zur Parade in der Aufstellanlage postiert sein. Anschließend können Besucher die Fahrzeuge dort bis etwa 13 Uhr fotografieren, wobei die Züge zwischendurch auch rangiert werden und der Wagen des Typs „K“ leider schon gegen elf Uhr zurück ins Depot fahren muss. Der Zugang zur Anlage erfolgt über die südliche Zufahrt. Besucher werden gebeten, orangefarbene Warnwesten zu tragen und die vorgegebene Fotolinie einzuhalten. Vereinsmitglieder der HSF erhalten zudem die Möglichkeit, den Stellwerkturm an der Aufstellanlage zu besichtigen.

Sonderverkehr durchs Frankfurter Stadtgebiet

Mit dem Wagen des Typs „N“ beginnen gegen 13 Uhr die Sonderfahrten. Die Fahrten führen vom Stadion zunächst via Stresemannallee nach Neu-Isenburg sowie anschließend via Mörfelder Landstraße, Südbahnhof/Schweizer Straße, Otto-Hahn-Platz, Hauptbahnhof, Galluswarte und Kleyerstraße zur Rebstöcker Straße. Im Anschluss daran fahren die Bahnen via Hauptbahnhof zurück ins Depot in der Heilbronner Straße. Interessierte haben bei den Fahrten erneut die Gelegenheit, in den Bahnen mitzufahren.

Die Fahrpläne der Straßenbahnen für die Anfahrt zum Stadion und die anschließenden Sonderfahrten werden wenige Tage vor der Veranstaltung unter www.hsf-ffm.de veröffentlicht. Für die Mitfahrt in den Sonderbahnen gelten die Tarif- und Beförderungsbedingungen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist nicht gestattet. Tickets können an den RMV-Fahrkatenautomaten an den Haltestellen erworben werden, in den Zügen des Sonderverkehrs ist leider kein Ticketverkauf möglich.