Stadtteilentwicklung auf der Hochstätt

Bürgermeister Lothar Quast und Wolfgang Bielmeier (GBG) im Stadtteil Hochstätt

Die Wohnungssanierung im Karolingerweg 6 bis 8 befindet sich auf der Zielgeraden. Anfang 2013 sollen die 21 Wohneinheiten fertiggestellt sein. Bei einem gemeinsamen Besichtigungstermin informierten Bürgermeister Lothar Quast und der Geschäftsführer der GBG, Wolfgang Bielmeier, über den Baufortschritt.

Bei der Sanierung lag der Fokus nicht allein auf der Verbesserung des allgemeinen Wohnstandards und der Energieeinsparung. Es wurde auch großer Wert auf barrierefreies Wohnen gelegt, um auch älteren Menschen und jungen Familien mit Kind einen barrierefreien Zugang zur Wohnung zu ermöglichen.

Die Sanierung der GBG Wohnungen ist ein weiterer Baustein in der städtebaulichen Entwicklung des Stadtteils Hochstätt. „Mannheim ist geprägt von seinen Stadtteilen und wir können stolz darauf sein, dass wir so unterschiedliche Stadtteile haben, in denen sich ganz unterschiedliche Lebens- und Wohnkonzepte verwirklichen lassen. Diese Vielfalt muss aber auch stets weiterentwickelt werden“, sagte Quast. Die Investitionen in den Stadtteil machen dies deutlich:Die Stadt hat sich bereits in den 1980er Jahren bemüht, den Stadtteil städtebaulich aufzuwerten. Von 1986 bis 2002 flossen in mehrere Projekte rund 20 Millionen Euro.

Im Juli 2007 wurde mit der Ausweisung der gesamten Hochstätt als Sanierungsgebiet die städtebauliche Entwicklung konsequent fortgesetzt. Hochstätt ist daher ein Stadtteil, der – gemessen an seiner Größe –die größte Dichte an städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen in Mannheim hat. Auch im Jahr 2007 wurde die Hochstätt in das Bund-Länder-Programm „Die Soziale Stadt“ aufgenommen. Damit ergab sich die Möglichkeit, auch sozialräumliche Aspekte, wie beispielsweise Einwohnerrückgang, Wegzug einkommensstabiler Haushalte, Nachzug sozial schwacher Haushalte, Ausländeranteil, Bildung, fehlende Nachbarschaften und Netzwerke, in die städtebauliche Betrachtung einfließen zu lassen. In der Folge wurde 2008 ein Quartiermanagement implementiert, dessen Weiterarbeit durch die Neukonzeption des Mannheimer Quartiermanagements bis Ende 2014 beschlossen wurde.

„Ein erstes kleines Indiz für die Stabilisierung mag sein, dass die Zahl der Wohnberechtigten auf der Hochstätt seit Beginn der Maßnahme im Jahr 2007 von 2.802 Einwohner auf aktuell 3.032 Einwohner angestiegen ist, obwohl durch Gebäudeabbrüche und Wohnungszusammenlegungen sogar Wohnraum verlorengegangen ist“, ergänzte Quast. Aber die Investitionen gehen weiter. Bis 2015 wird die Stadt Mannheim weitere 3,2 Millionen Euro investieren.

Auch eine bei vielen Einwohnern als nicht endende Geschichte, konnte jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Nach intensiven Bemühungen ist es gelungen, einen kleinen Supermarkt im Stadtteil zu eröffnen.