Die Grabungsstelle in T4/T5 wird geschlossen

Erster Bürgermeister Specht besichtigt Grabungsstelle in T4/T5

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Sickinger-Schule auf T 4 und T 5 beginnen können, wurde der Untergrund des Areals aufgegraben und durch Archäologen der REM untersucht. Dabei kamen Reste einer Festungsmauer aus dem 18. Jahrhundert zum Vorschein. Eine Bergung dieses Fundes ist momentan aus bautechnischen Gründen nicht möglich.

Die riesige Baugrube wird daher bis zum Beginn der eigentlichen Bauarbeiten wieder zugeschüttet. Dagegen spricht aus Sicht der zuständigen Archäologen nichts, da die Steine im eingegrabenen Zustand vor der Witterung geschützt sind.

Die Festungsreste sollen voraussichtlich geborgen werden, wenn mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen wird. Im südwestlichen Teil des Geländes, der voraussichtlich für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen soll, wurden bisher keine Reste von Festungsmauern gefunden. „Wir werden prüfen, in welcher Weise man Festungsreste abtragen und auf dem für eine öffentliche Nutzung vorgesehenen Platz in T 4 wieder aufbauen und für die Öffentlichkeit erleb- und begreifbar machen kann“, erklärte Erster Bürgermeister Christian Specht.

Stefan Ruh, der im MASK-Team (Mannheimer Archäologischer Stadtkataster) der REM ehrenamtlich tätig ist, hat recherchiert und die Pläne der Festung von 1750 mit vielen Einzelheiten im Kriegsarchiv München gefunden. Alle bisher verwendeten Pläne waren rein spekulativ und entsprachen auch niemals der baulichen Ausführung. Aus diesem Grunde konnten die im Bürgerbeteiligungsverfahren bisher verwendeten Pläne auch nur eine Idee von dem geben, was sich tatsächlich im Boden erhalten hat. Die in München entdeckten Pläne sowie die freigelegten Festungsreste bestätigen, dass die Mannheimer Festung zu den bedeutendsten Anlagen ihrer Zeit am Oberrhein gehörte.