Abwärme aus der Raffinerie heizt als Fernwärme ab sofort das Schulzentrum

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Durch die Energiedienstleistung „Contracting“ bei der die Investition durch die Stadtwerke getragen wird, heizt nun umweltschonende Fernwärme aus der Raffinerie MiRO die Schulräume im Schulzentrum Neureut.

Ende April nahmen Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, Bürgermeister Michael Obert, Anne Sick, Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft und Michael Homann, Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Handel der Stadtwerke, den Fernwärmeanschluss offiziell in Betrieb. 

Eine Million Euro für die Sanierung

Über zwei Jahre Planung stecken in der Realisation des neuen Heizkonzepts, welches die bisherige Erdgas-Heizanlage des Schulzentrums ersetzt und in Zukunft für warme Klassenräume sorgt. In enger Zusammenarbeit des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft und den Stadtwerken Karlsruhe, mit ihrer Energiedienstleistung „Contracting“ wurde das Projekt umgesetzt. Die Investitionssumme in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro wird dabei von den Stadtwerken getragen. Die Stadt Karlsruhe zahlt die „üblich“ entstehenden Heizkosten an die Stadtwerke plus einen Grundpreis für die Energiedienstleistung „Contracting“
womit sich das Projekt finanziert. Innerhalb des Projekts wurden Verbesserungen der Heiztechnik vorgenommen. So wurden die Heizkörper in den Klassenräumen zum Teil erneuert und zusätzliche installiert. In einem eigens dafür erstellten Anbau wurde die Fernwärme-Übergabestation installiert und vier Wärmetauscher eingebaut. Zwei für die Wärmeversorgung der Sporthallen und zwei für die restlichen Schulgebäude. Auch die Raumlufttechnischen Anlagen und die Regelungstechnik für die Heizung und Warmwasserbereitung wurden modernisiert.

Schon zahlreiche gemeinsame Projekte realisiert

Die enge Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken und dem städtischen Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft hat Tradition: Schon seit 1997
wurden zahlreiche gemeinsame Projekte realisiert: Das Amt für Abfallwirtschaft wurde auf eine moderne Gasheizung umgestellt. Im Rahmen der Energiedienstleistung „Contracting“ bekamen der Jugendtreff in der Thomas-Mann-Straße, ein Kindergarten in Daxlanden oder in Palmbach jeweils einen Brennwertheizkessel und die Gutenbergschule wird von Gas auf Fernwärme umgestellt. Für die Zukunft haben beide Projektpartner die Riedschule in Rüppurr, die Schule in Grünwinkel, den Jugendtreff Weiße Rose und die Waldschule in Neureut im Visier.

Umweltschonende Fernwärme für neue Stadtteile

Wo es sich realisieren lässt, kommt die umweltschonende Fernwärme zum Zug, da die Stadtwerke in großem Stil die umweltschonende Fernwärme in Karlsruhe ausbauen und innerhalb von 10 Jahren 160 Millionen Euro in die beliebte Heizenergie investieren: Wohngebiete und ganze Stadtteile wie die Südstadt Ost, Teile von Neureut, Daxlanden, Grünwinkel und Oberreut werden für die Fernwärme erreichbar gemacht. Die neue Hauptleitung wird auf einer Südschiene im Jahr 2019 sogar Dammerstock und das Rüppurrer Schloss erreichen.