Frankfurt: Stadtnotizen

Neujahrsempfang Mojib Latif Alla Polyova Peter Feldmann Copyright Stadt Frankfurt Felix Wachendoerfer
Neujahrsempfang Mojib Latif Alla Polyova Peter Feldmann Copyright Stadt Frankfurt Felix Wachendoerfer

Frankfurt – News, Termine, Kulturelles und Wissenswertes

‚Frankfurt ist Euer Zuhause‘: Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt Frankfurter Kinder beim Kinder-Neujahrsempfang

(ffm) Zum dritten Mal hat Oberbürgermeister Peter Feldmann am Freitag, 18. Januar, zum Kinder-Neujahrsempfang 180 Kinder im Grundschulalter und deren Erzieherinnen und Erzieher im Kaisersaal begrüßt. Gefeiert wurde mit Musik und einer Clown-Show der Schule für Clowns.

„Hier im Kaisersaal werden alle wichtigen Personen begrüßt wie die Queen oder das Team der Eintracht, das seinen Pokalsieg feiert. Doch der Kaisersaal gehört allen Frankfurtern und deshalb heute Euch, den Kindern“, sagte Feldmann. Die Idee zu einem Kinder-Neujahrsempfang sei vor drei Jahren aus dem Gedanken heraus entstanden, dass auch Kinder in feierlicher Atmosphäre das neue Jahr begrüßen, feiern und dabei darüber reden wollen , welche gemeinsamen Pläne sie haben. „Kinder sind genauso wichtig wie Erwachsene. Ihr sollt Euch wohlfühlen und gerne in Frankfurt leben. Frankfurt ist Euer Zuhause!“, sagte das Stadtoberhaupt.

Jungen und Mädchen wüssten selbst am besten, was für sie verbessert werden müsse. „Kinder sind Bürgerinnen und Bürger der Stadt – sie haben Rechte und sie haben eine Stimme.“ Er ermutigte sie, ihre Rechte wahrzunehmen und wie Erwachsene Teil Frankfurts zu sein. „Jedes Kind hat eine Meinung. Sagt, was Ihr denkt und nutzt Eure Stimme. Und ich verspreche Euch: Ich höre euch zu!“

Kinder und Jugendliche brauchen eine sichere Zukunft. Dafür benötige man mehr Kitas, mehr Schulen und schöne Spielplätze. „Deshalb renovieren wir Schulen und bauen neue. Zum Lernen braucht Ihr gut ausgestattete Räume und mehr Hortplätze. Alle Kinder haben das Recht auf Bildung und ein zufriedenes Leben. Neugierige, interessierte und glückliche Kinder sind Frankfurts Zukunft.“

Das Stadtoberhaupt ermutigte die jungen Gäste, die vielen neuen Angebote der Stadt wie freie Eintritte in Museen und Schwimmbäder wahrzunehmen. „Ab 1. Februar können Kinder kostenlos in alle Schwimmbäder. Kommt mit Euren Familien und Freunden. Und lernt Schwimmen – das macht fit, kann Leben retten und ist gut fürs Selbstvertrauen.“

Feldmann dankte auch allen Erzieherinnen und Erziehern für ihre wichtige und tolle Arbeit.

Höchst und dem Frankfurter Westen steht ein ereignisreiches Jahr bevor

Oberbürgermeister Peter Feldmann besucht Neujahrsempfang des Ortsbeirates 6

(ffm) Wenn der Ortsbeirat 6 in nicht allzu ferner Zukunft zum Neujahrsempfang lädt, wird dieser mit ziemlicher Sicherheit im Bolongaropalast stattfinden. Noch sind die Sanierungsarbeiten des Höchster Verwaltungssitzes nicht abgeschlossen und so traf man sich am Freitagabend, 18. Januar, in der Aula der IGS West.

Dort dankte Oberbürgermeister Peter Feldmann zunächst nochmals der Bürgervereinigung Höchster Altstadt, mit deren Hilfe eine neue Glocke für den Glockenturm des Bolongaropalats gegossen werden konnte. Ende 2018 wurde diese im Beisein Feldmanns an die Stadt übergeben. Für den Oberbürgermeister ein weithin hörbares Signal, dass Frankfurt eine Stadt der Bürgerbeteiligung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist: „Kurz vor Weihnachten hat die Stadt dieses ehrbare Geschenk erhalten. Was für ein großartiges ehrenamtliches Engagement!“, würdigte Feldmann die Initiative während seiner Ansprache.

Der von Ortsvorsteherin Susanne Serke geleitete Ortsbeirat 6 umfasst jedoch nicht nur Höchst, sondern auch die übrigen westlichen Stadtteile Goldstein, Griesheim, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim. Als zuständiger Dezernent für diese westlichen Stadtteile unterstich Feldmann, dass die Stadt bereits im vergangenen Jahr viel geleistet habe, um die Entwicklung des Frankfurter Westens voranzutreiben – und auch 2019 daran festhalten werde, die angestoßenen Entwicklungen fortzuführen.

„2018 wurden in Ihrem Ortsbezirk zahlreiche Feste gefeiert. Viele Vereine waren dabei, die vor mehr als 100 Jahren gegründet wurden. All diese und alle anderen Feste sind nur denkbar dank Ihres stark ausgeprägten Bürgerengagements“, wandte sich der Oberbürgermeister an die Anwesenden.

Auch 2019 wird im Westen wieder viel gefeiert: In diesem Jahr sticht vor allem die 1225-Jahrfeier in Zeilsheim heraus. „Viele beklagen den Zerfall der Gesellschaft. Wenige loben Menschen, die für Zusammenhalt stehen. Heute überbringe ich Ihnen deshalb ein Dankeschön der Stadt für Ihren Einsatz! Denn Sie sind Vorbilder des gelebten Gemeinsinns. Darauf können wir alle sehr stolz sein“, sagte Feldmann.

Auch Stadtbezirksvorsteher, Sozialbezirksvorsteher, Kinderbeauftragte und viele weitere Ehrenamtler seien dafür verantwortlich, dass Frankfurt trotz all seiner Gegensätze für Solidarität und bürgerliche Eigenverantwortung stehe. Dieses vorbildliche Wirken gelte es seitens der Kommunalpolitik zu unterstützen und zu honorieren.

„Anfang Dezember habe ich im Trausaal des Standesamtes eine Leistungsbilanz für den Frankfurter Westen vorgestellt“, sagte Feldmann. Und diese Bilanz kann sich sehen lassen: Insgesamt sind 2018 über 106 Millionen Euro in die westlichen Quartiere geflossen. Dabei standen der Wohnungsbau, die Verbesserung der Lebensqualität und die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur im Vordergrund. Nied und Sossenheim wurden in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes aufgenommen. Nicht zu vergessen die aufwendigen Bauarbeiten an der Spundwand des Höchster Mainufers sowie die Rettung der Höchster Porzellanmanufaktur.

Schließlich gelte es, in diesem Jahr auch im Frankfurter Westen viele ambitionierte Projekte voranzutreiben: Den Neubau des Höchster Klinikums, die Sanierung des Bolongaropalastes und des Höchster Bahnhofs, den Neubau der FES-Betriebshöfe sowie die Neubauten der Ludwig-Weber- und der Henri-Dunant-Schule.

Zahlen bitte! Mehr als eine halbe Million Besucher in der Eissporthalle

(ffm) Die Eissporthalle Frankfurt ist eine beliebte Freizeit- und Sportstätte: Vergangenes Jahr haben rund 571.000 Menschen die Eissporthalle besucht. Während 154.000 Kinder und Jugendliche über das rund vier Zentimeter dicke Eis glitten, haben sich rund 85.000 Erwachsene auf Kufen begeben. Januar und Dezember sind bei den Schlittschuhfans die beliebtesten Monate: Im Januar kamen 68.000 Menschen zum Eislaufen und im Dezember waren es 66.500. Insgesamt gab es 2018 rund 11.000 Besucher mehr als im Jahr 2017.

Trainiert wird in der Eissporthalle ebenfalls fleißig: 112.000 Sportler haben 2018 auf dem Frankfurter Eis ihre Technik verbessert, Pirouetten und Rittberger geübt und Wettkämpfe abgehalten.

Von Mai bis August ist in der Eissporthalle „eisfrei“ – während die Frankfurter den Sommer in Freibädern, Parks und am Mainufer genießen, wird die Eissporthalle für die Eiszeit auf Vordermann gebracht. Damit die alte Eissporthalle am Ratsweg auch weiterhin attraktiv bleibt, sind in den nächsten Jahren viele Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen geplant. Das ist auch notwendig, denn die Sportstätte wird auch zukünftig für Training, Eislauf, und Eisstockschießen gebraucht. Ab Spätsommer erwacht das Geschehen hier zum Leben: Vergangenes Jahr schnürten 6557 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bereits im September wieder die Schlittschuhe.

Im Sommer stehen zudem Veranstaltungen wie das Amateur-Tanzsportturnier „Hessen tanzt“ im Mai oder die Fahrradmesse VeloFrankfurt im Juni auf dem Plan. Die Siegerehrung des Iron-Man oder Dart-Turniere sind ebenfalls zu Gast in der Halle. Insgesamt wurden rund 220.000 Besucher bei diesen Veranstaltungen und den Heimspielen der Frankfurter Löwen gezählt.

Die Eissporthalle Frankfurt wurde am 19. Dezember 1981 eröffnet. Sie bietet eine Eisfläche mit rund 9000 Quadratmetern und 6770 Zuschauerplätzen.

Weitere Information wie Öffnungszeiten, Preise und Eislauf-Kurse finden sich unter https://www.eissporthalle-ffm.de im Internet.

Jetzt wird‘s kritisch! Stadtbücherei sucht junge Medienkritiker

(ffm) Wer viel liest, gerne am PC oder der Konsole zockt, Manga-Fan ist oder sich für Serien begeistert, gerne diskutiert und gleichzeitig zwischen 13 und 16 Jahren ist, für den ist die JungeMedienJury genau das Richtige.

Bei dem Projekt zur jugendlichen Medienkompetenz dreht sich ein halbes Jahr lang alles um aktuelle Bücher, Spiele, Serien, Comics und Mangas. Aus rund 100 Neuerscheinungen können die Nachwuchskritiker ihre Favoriten wählen. Dabei reicht ein „Daumen hoch“ nicht aus.

Die Jurymitglieder prüfen die aktuellen Titel nach objektiven Kriterien und führen spannende Diskussionen in der Gruppe. Begleitet wird die Juryarbeit von Ausflügen und Workshops, die den Jugendlichen Hintergrundwissen zu „ihren“ Medien liefern. So stehen unter anderem ein Besuch beim Softwareentwickler, ein Manga-Zeichen-Kurs, eine Verlagsführung oder ein Schreibworkshop auf dem Programm.

Die Jury startet am 25. März und ende mit dem großen Abschlussfest im Commerzbank-Tower im Oktober.

Ab sofort können sich Jugendliche für die Jury bewerben. Bewerbungsunterlagen gibt es in allen Bibliotheken sowie Schulbibliotheken der Stadtbücherei und unter http://www.stadtbuecherei.frankfurt.de im Internet. Anmeldeschluss ist der 1. März.

Seit 2004 organisieren die Stadtbücherei und die Frankfurter Lions Clubs die JungeMedienJury, unterstützt vom Drogenreferat der Stadt, der Frankfurter Buchmesse und der Buchhandlung Osiander. Nach einem Relaunch startet die 15. Runde mit vielen neuen Aktionen und Ideen.

Das Goldbergwerk von Sakdrissi: Goldgewinnung im 4. und frühen 3. Jahrtausend vor Christus

(ffm) Die bedeutsame Fundstelle von Sakdrissi wurde vor mehr als zwölf Jahren in Südostgeorgien entdeckt. Damals wusste noch niemand, wie viele wertvolle Informationen dieser Fundplatz bereithalten würde. Der nachgewiesene Bergbau, die Metallurgie, der Siedlungsnachweis und die sozialen Strukturen erwiesen sich als verbundenes Phänomen aus einem Zeithorizont, so dass es möglich war, einer Vielzahl von Ansätzen nachzugehen und zu analysieren, wie die Goldbergbaugesellschaft des späten 4. Jahrtausends vor Christus organisiert war.

Die gesamten Kura-Araxes-zeitlichen Produktionsabläufe können aus dem Sakdrissi-Komplex erschlossen werden. Diese wichtigen Informationen haben es dem Forschungsteam ermöglicht, die Bedeutung der Goldproduktion im täglichen Leben der damaligen Gesellschaft zu verstehen und auch zu verdeutlichen, wie diese die rituelle Praxis und auch soziale Strukturen beeinflusste.

Am Mittwoch, 23. Januar, wird Prof. Thomas Stöllner vom Institut für Archäologische Wissenschaften der Ruhr-Universität Bochum ab 18 Uhr im Archäologischen Museum, Karmelitergasse 1, über die Ausgrabung Sakdrissi in Georgien referieren. Der Eintritt ist kostenlos.

Ich an meinem 100. Geburtstag: Comic zeichnen im Workshop mit Ausstellungsbesuch

(ffm) Am Sonntag, 20. Januar, lädt das Weltkulturen Museum von 15 bis 17 Uhr zum Workshop mit Ausstellungsbesuch „Ich an meinem 100. Geburtstag“ ein, bei dem Kinder ab acht Jahren Comics über ihre Zukunft zeichnen.

Wie stellst du dir deinen 100. Geburtstag vor? Wer wird bei dir sein und was bekommst du geschenkt? Wie sieht deine Welt in hundert Jahren aus? Nach einem kurzen Besuch in der Ausstellung „Grey is the new Pink – Momentaufnahmen des Alterns“ zeichnet jedes Kind seinen eigenen Comic, in dem seine ganz persönliche Zukunftsgeschichte festgehalten wird.

Das Angebot am Schaumainkai 29 kostet 6 Euro und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Frankfurt feiert Neujahrsempfang im Römer – SIEHE FOTO

Rund 1300 Gäste stoßen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Festredner Mojib Latif aufs neue Jahr an

(ffm) Wenn sich über 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft bis in die Abendstunden in Wandelhalle, Kaisersaal und den verwinkelten Fluren des Römers tummeln, dann feiert die Stadt Frankfurt ihren traditionellen Neujahrsempfang.

Was ebenfalls zu Beginn eines neuen Jahres nicht fehlen darf, sind gute Vorsätze. Insofern hat die Stadt mit der Wahl des diesjährigen Festredners ein klares Zeichen gesetzt: So hielt am Donnerstag, 17. Januar, Prof. Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel die Festrede mit dem Titel „Herausforderung Klimawandel“.

Latifs Anregungen stießen bei den Verantwortlichen der Stadtregierung auf offene Ohren. So merkte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Ansprache an, dass im Römer nachhaltig gehandelt werde, der Energieverbrauch bei städtischen Neubauten stetig sinke und durch die flächendeckende Einführung von Ökostrom, den konsequenten Ausbau des Radwegnetzes, den Ausbau des Grüngürtel und Initiativen wie Umweltlernen bereits viel erreicht wurde, um Frankfurt in ökologischer Hinsicht fit für die Zukunft zu machen. „Diese Liste ließe sich lange fortsetzen. Frankfurt hat bereits viel gemacht. Aber: Es ist nie perfekt. Denn so wie die soziale Frage in den Städten entschieden wird, wird auch die Frage des Klimawandels dort entschieden“, sagte Feldmann. Deswegen müsse die Stadt ihre Anstrengungen noch verstärken.

Latif selbst sagt: „Der Klimawandel äußert sich einerseits durch extreme Hitze und Trockenheit, andererseits durch Starkniederschläge. Eine Stadt wie Frankfurt muss sich also auf beides vorbereiten. Um die Hitze zu mildern, wären unter anderem mehr Beschattung, mehr Grün- und Wasserflächen notwendig. Und eine Belüftung muss sichergestellt sein“, rät Latif den handelnden Akteuren Frankfurts, um die Folgen des Klimawandels auf kommunaler Ebene abzumildern. Die Folgen von Starkregen abzufedern, sollte man die Flächenversiegelung stoppen oder zumindest zurückfahren, rät der Klima-Experte. Auch Flüsse müssten mehr Raum bekommen, die Kanalisation müsse angepasst werden. Begrünte Dächer könnten verhindern, dass Niederschläge sofort und mit großer Wucht auf die Böden treffen.

Natürlich haben Oberbürgermeister Feldmann und die übrigen Mitglieder des Magistrats für 2019 zahlreiche gute Vorsätze ersonnen, damit Frankfurt auch hinsichtlich seines sozialen Klimas eine lebenswerte und bezahlbare Stadt bleibt, in der keiner an den Rand gedrängt wird. „Glaubt man den jüngsten Umfragen, dann rückt eines wieder stärker ins öffentliche Interesse: Die soziale Frage. Das wundert mich nicht. Denn gerechte Löhne, bezahlbare Wohnungen, Teilhabe an der Gesellschaft und eigene Gesundheit sind Themen, die uns umtreiben“, sagte Feldmann.

Man höre dabei viel von Krisen: Doch für ihn, so betonte das Stadtoberhaupt, sei Krise der falsche Begriff. Lieber spreche er von Herausforderungen, denen es sich gemeinsam zu stellen gelte. Aus diesem Grund habe die Stadtregierung Ende 2018 einige weitreichende Entscheidungen getroffen, um den Frankfurtern das Leben in ihrer Stadt zu erleichtern. Erstens den freien Eintritt in alle Schwimmbäder für Kinder. Zweitens das geplante Kultur- und Freizeitticket für Einrichtungen wie den Zoo und das Senckenberg Museum sowie den kostenfreien Eintritt für alle Kinder bis 18 Jahre, wenn das Monatseinkommen der Familie unter 4500 Euro netto liegt. Und drittens die Ausweitung des Anteils von geförderten Wohnungen und das Mittelstandsprogramm mit mehr Mitteln für die Wohnungsbauförderung.

Neues Jahr, neue Kulturhöhepunkte – 2019 in Kunst, Literatur und bei Festen

(ffm) Van Gogh, Norwegen zu Gast auf der Buchmesse und in mehreren Museen, zwei Neueröffnungen – das sind die Pfunde, mit denen Frankfurts Kulturlandschaft im zweiten Halbjahr 2019 wuchern kann. Hier sind die Ausstellungshöhepunkte von Juli bis Dezember plus Literaturfestivals, Volksfeste und Sportveranstaltungen für die Monate Juli bis Dezember. Viel Vergnügen. Die Liebe zu van Gogh

140 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter rund 50 zentrale Werke, zusammengetragen aus Museen der ganzen Welt: vom 23. Oktober bis 16. Februar 2020 kommt van Gogh ins Städel. Die Ausstellung „Making van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe“ beleuchtet besonders die Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Malers spielten. Der zweite Schwerpunkt ist die Bedeutung van Goghs als Vorbild für den deutschen Expressionismus. Wer beim Ausstellungsbesuch einen Blick in die Sammlung des Städel wirft, kann dort wunderbar Vergleiche ziehen.

In seiner zweiten Herbst-Schau „Große Realistik & Große Abstraktion“ zeigt das Museum eine Auswahl von rund 100 Zeichnungen seiner Graphischen Sammlung von Max Beckmann bis Gerhard Richter. Sie läuft vom 13. November bis 16. Februar 2020.

Norwegen zu Gast am Main

Norwegen ist 2019 Gastland der Buchmesse und hat zwei Häuser zu Ausstellungen inspiriert: Mit „House of Norway“ (ab 12. Oktober) bespielt das Museum Angewandte Kunst seine gesamte Ausstellungsfläche mit Kunst, Architektur und Design aus dem skandinavischen Königreich und gibt darüber hinaus einen Überblick zu Impulsen aus Mode, nachhaltigem Tourismus und Kulinarik. Und in die Schirn Kunsthalle ziehen die monumentalen Wandteppiche von Hannah Ryggen ein. Ryggen, 1894 in Schweden geboren, zog als junge Frau auf einen Bauernhof an der norwegischen Küste und thematisierte in ihren Werken Ereignisse und politische Auseinandersetzungen im Europa der 1930er- und -40er Jahre. Für die Darstellung wählte sie traditionelle skandinavische Webtechniken. Die Schau „Hannah Ryggen“ ist die deutschlandweit erste großangelegte Einzelausstellung über das Schaffen der Künstlerin. Sie läuft vom 26. September bis 12. Januar 2020.

Lee Krasner und Maximilian Schell

Am 11. Oktober bekommt Ryggen Gesellschaft von Lee Krasner. Die Schirn zeigt rund 100 Gemälde, Collagen und Zeichnungen sowie Filme und Fotografien der Witwe Jackson Pollocks. Krasner gilt als eine der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Schirn widmet ihrem Schaffen die europaweit erste große Retrospektive der vergangenen 50 Jahre.

Das Filmmuseum zeigt vom 19. November an den künstlerischen Nachlass des Schauspielers, Regisseurs und Autors Maximilian Schell. Mit einer Kombination aus szenischer und multimedialer Inszenierung setzt das Haus auf eine neue Art der Präsentation.

Frankfurt – immer in Bewegung

„Immer in Bewegung“ ist der Titel der Ausstellung, die am 24. Oktober im Weltkulturen Museum beginnt. Weltweit sind und waren Menschen in Bewegung, mit ihnen wandern Lebensstile, Sprachen, Musik, Kunst und Handwerk. Vieles, was als landestypisch gilt, entpuppt sich bei genauem Hinsehen als Import. Das Museum stellt sich mit der Schau auch die Frage, ob Migration wirklich Ursache von Problemen ist oder vielmehr ein wichtiger Motor für neue Wege des Zusammenlebens in einer Welt, die sich permanent verändert.

Auch Frankfurt ist immer in Bewegung. Kaum eine andere Stadt hat in den Nachkriegsjahren so oft ihr Gesicht gewandelt. Das Institut für Stadtgeschichte richtet seine Aufmerksamkeit ab 19. November auf die Neuerung, die die 1960er Jahre brachten – die erste U-Bahn, der Bau der Nordweststadt, Bürgerbeteiligung und Proteste, Kennedy-Besuch und Ausschwitz-Prozesse, Kultur und Lebensgefühl sind nur einige der Schlagworte. Zwei neue Museen

Im Jahr 2019 stehen der Stadt zwei lang erwartete Neuerungen ins Haus: Im Sommer soll das Museum of Modern Electronic Music, kurz MOMEN, eröffnen. In der Zwischenebene der Hauptwache will es als weltweit erstes seiner Art die Entstehung des Techno beleuchten. Im November feiert dann das Jüdische Museum seine Eröffnung am Untermainkai. Der sanierte Altbau und der Erweiterungstrakt verschmelzen zum Zentrum für jüdische Geschichte in Europa. Erstmals wird dort das dem Haus anvertraute Anne Frank Archiv zu sehen sein. Volkfeste, Jazz, Literatur und ein Tag der offenen Tür

Freunde von Karussellfahrten, Zuckerwatte, von Apfel- und Winzerwein kommen im August und September aus dem Feiern kaum noch heraus. Vom 2. bis 5. August ist Mainfest entlang des Mains und auf dem Römerberg; vom 10. bis 19. August Apfelweinfestival auf dem Roßmarkt; vom 23. bis 25. August Museumsuferfest an Mainkai und Schaumainkai; vom 28. August bis 6. September Rheingauer Weinmarkt in der Freßgass‘ und vom 6. bis 15. September Dippemess auf dem Festplatz am Ratsweg.

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober lädt die Stadt zum swingenden Bürgerfest auf den Römerberg ein: Jazz zum Dritten. Es gilt: Eintritt frei. Noch mehr Jazz bekommen Musikfreunde vom beim Deutschen Jazzfestival im Oktober.

Vom 15. bis 19. Oktober lesen Autoren anlässlich der Buchmesse in Römer, Kunstverein oder im Haus des Buches bei Open Books und Literatur im Römer aus ihren neuesten Werken. Nachwuchsbücherwürmer kommen bei Open Books Kids auf ihre Kosten.

Die Stadt Frankfurt lädt dieses Jahr wieder zum Tag der offenen Tür in den Römer ein – er findet am 26. Oktober satt. Einen Tag später, am 27. Oktober, treten Tausende Läufer beim Mainova Frankfurt Marathon an.

Das Veranstaltungsjahr endet wie immer mit dem Weihnachtsmarkt auf Römerberg, Pauls- und Stoltzeplatz. Weihnachtsbaum bewerten, auf dem Karussell fahren, Bratwurst essen, Glühwein trinken und sich auf die Feiertage freuen geht vom 25. November bis 22. Dezember.

,Frankfurt meets Davos‘ beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Traditioneller Abendempfang feiert 10-jähriges Jubiläum

Peter Feldmann begrüßt Entscheidungsträger aus internationaler Wirtschaft, Politik und Wissenschaft

(ffm) Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Region FrankfurtRheinMain wieder auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region (FRM) und die dfv Euro Finance Group laden auch im zehnten Jahr wieder hochrangige Gäste aus der internationalen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu der inzwischen traditionellen Veranstaltung „Frankfurt meets Davos“. Der Abendempfang findet am Mittwoch, 23. Januar, im zentralen Hotel des World Economic Forums statt.

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, wird den Empfang zum fünften Mal in Folge in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der FRM mit einem Grußwort eröffnen: „Es ist mir eine große Ehre, auch in diesem Jahr wieder die Region FrankfurtRheinMain in Davos offiziell zu vertreten. Zum Weltwirtschaftsforum treffen sich jedes Jahr Entscheider aus Wirtschaft und Politik, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Insofern ist es wichtig, Flagge zu zeigen und aktiv für die Region FrankfurtRheinMain zu werben.“

In den vergangenen zehn Jahren hat sich „Frankfurt meets Davos“ zu einem der wichtigsten Abendempfänge im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos entwickelt. Die Veranstaltung bietet nicht nur dem Finanzplatz Frankfurt, sondern auch den anderen Branchen der Region wie ICT und Life Science die Möglichkeit, sich auf einer globalen Bühne zu präsentieren. Für die Region FrankfurtRheinMain ist das eine hervorragende Möglichkeit, für ihre zahlreichen Stärken zu werben. Die Veranstaltung „Frankfurt meets Davos“ ist insofern einmalig, als sie der einzige Empfang einer deutschen Region auf dem Weltwirtschaftsgipfel ist.

Auch im zehnten Jahr der Veranstaltung gibt es ein großes Interesse an „Frankfurt meets Davos“. Zahlreiche Spitzenvertreter der Wirtschaft und der Politik aus FrankfurtRheinMain, Deutschland und der ganzen Welt haben sich ebenso angemeldet wie führende Vertreter internationaler Medien.

„Städte und Regionen stehen im internationalen Wettbewerb um Investitionen und Fachkräfte. Deshalb ist es wichtig, dass FrankfurtRheinMain die internationale Positionierung weiter ausbaut. Unser Empfang in Davos ist eine besondere Chance auf globaler Bühne zu werben“, sagt FRM-Geschäftsführer Eric Menges. FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region

FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region ist die Standortmarketinggesellschaft der Region FrankfurtRheinMain, die sich aus 29 Kreisen, Städten, dem Land Hessen, Kommunen und Verbänden zusammensetzt. Aufgabe der Gesellschaft ist es, ausländische Unternehmen über Standortvorteile zu informieren und für die Region zu gewinnen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von FrankfurtRheinMain zu fördern und die Wahrnehmung im Ausland zu stärken. Die FrankfurtRheinMain GmbH ist der zentrale Ansprechpartner in der Region für alle Anfragen bei Ansiedlungen von Unternehmen aus dem Ausland.

Tourismusergebnisse im November 2018: Rekordkus hält an

(ffm) Es war ein starker Monat, und so wird der November mit 847.530 Übernachtungen (+ 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und 514.772 Übernachtungsgästen (+ 3,8 Prozent) als der bisher besucherreichste November in die Statistik aufgenommen. Der Monat wurde von einem guten Tagungs- und Corporate Geschäft sowie weiterhin ansteigendem Privatreisemarkt geprägt. Auch die Messen wie die „Formnext“ und „Health Ingredients“ trugen zum positiven Ergebnis bei.

Insgesamt konnten von Januar bis November 9,4 Mio. Übernachtungen (+ 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und 5,5 Mio. Übernachtungsgäste (+ 6,6 Prozent) gezählt werden. Die Verweildauer liegt konstant bei 1,7 Tagen, wobei die Verweildauer der Gäste aus dem Ausland von durchschnittlich 1,78 Tagen auf 1,82 Tage gestiegen ist. Hinsichtlich der Übernachtungen behalten der Inlandsmarkt (+ 6,1 Prozent) als auch der leicht stärkere Auslandsmarkt (+ 8,3 Prozent) ihre positive Dynamik bei. 45 Prozent aller Übernachtungen finden durch ausländische Gäste statt und 55 Prozent durch Gäste aus Deutschland. Bezogen auf die Gästeübernachtungen präsentiert sich Frankfurt damit wiederum als die internationalste Stadt Deutschlands. Es ist weiterhin sehr wahrscheinlich, dass Frankfurt im Jahr 2018 erstmalig die 10 Mio.-Marke bei den Übernachtungen überschritten hat.

Die Bettenauslastung liegt konstant bei 50,4 Prozent, was einer tatsächlichen Zimmerauslastung von RUND 70 Prozent entspricht. Die Anzahl der Beherbergungsbetriebe ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 278 auf 297 angestiegen und die der Betten von 51.618 auf 55.597 (+ 7,7 Prozent).

Darüber hinaus lohnt es sich, auf folgende Werte aufmerksam zu machen:

  • Der größte ausländische Quellmarkt USA zeigt mit 599.308 Übernachtungen ein großes Volumen und wächst weiterhin stark an (+ 7,5 %).
  • Besonders die großen europäischen Auslandsmärkte wie Spanien (+ 23,6 %), Großbritannien (+ 11,2 %) und Italien (+ 20,8 %) wachsen zweistellig.
  • Auch die wichtigen Überseemärkte entwickeln sich überwiegend positiv: Indien (+ 14,3 %), China (+ 8,3 %), Japan (+ 6,2 %) und die Arabischen Golfstaaten (+4,4 %).
  • Besonders stark wachsend sind weiterhin die südosteuropäischen Märkte: Ungarn (+ 25,8 %), Bulgarien (+ 22,3 %), Slowenien (+ 37,9 %) und die Ukraine (+ 58,7 %)

Die Tourismuszahlen für Dezember werden in der Gesamtstatistik 2018 Anfang März veröffentlicht.