Frankfurt: Frankfurter Musikpreis 2019 geht an das Quatuor Ébène

Quatuor Ébène (Foto: Julien Mignot)
Quatuor Ébène (Foto: Julien Mignot)

Frankfurt am Main – Das französische Streichquartett Quatuor Ébène erhält den Frankfurter Musikpreis 2019. Die Auszeichnung wird alljährlich im Rahmen der Musikmesse vergeben. Sie ehrt Persönlichkeiten, die durch ihr Wirken einen besonderen Beitrag für die internationale Musikszene und –kultur geleistet haben. Die Preisverleihung findet am 5. April 2019 in der Frankfurter Paulskirche statt.

Das Quatuor Ébène ging 1999 aus dem Conservatoire National de Région Boulogne-Billancourt hervor. Erste internationale Aufmerksamkeit erhielten die Musiker, als sie 2004 den Internationalen Musikwettbewerb der ARD gewannen. Seitdem hat sich das Quartett unter anderem durch seine Vielseitigkeit einen festen Platz in der Musiklandschaft erspielt: Das Repertoire reicht von klassischen Werken bis hin zu Interpretationen bekannter Film-Soundtracks und Pop-Songs. Es folgten zahlreiche internationale Preise, darunter der BBC Music Magazine Award, der Gramophone Award, der Midem Classic Award sowie mehrere Auszeichnungen mit dem ECHO Klassik.

Das Kuratorium des Frankfurter Musikpreises lobt das Quatuor Ébène als herausragendes Ensemble, dessen elektrisierendes Spiel von Leidenschaft, absoluter Werktreue und gleichzeitiger Lust an der Improvisation geprägt ist. Auch durch ihre mühelos erscheinende Grenzüberschreitung zum Jazz sei es den Musikern gelungen, dem Streichquartett als Königsklasse der Kammermusik verstärkt öffentliche Wahrnehmung, gefüllte Konzertsäle und ein spürbar verjüngtes Publikum zu bescheren. Die Mitglieder des Quatuor Ébène – Pierre Colombet, Gabriel Le Magadure, Marie Chilemme und Raphaël Merlin – geben darüber hinaus in Meisterklassen ihr herausragendes Können an kommende Musikergenerationen weiter.

Frankfurter Musikpreis

Seit 1982 zeichnet der Frankfurter Musikpreis Akteure der Musikszene für außergewöhnliche Leistungen in der Interpretation, Komposition, Musikwissenschaft, Lehre und Förderung des Musizierens aus.

Der vom Bundesverband der Deutschen Musikinstrumentenhersteller (BDMH) und der Messe Frankfurt gestiftete Musikpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Udo Lindenberg, Peter Gabriel, Keith Emerson oder Marie-Luise Neunecker.

Zuletzt ging der Frankfurter Musikpreis an das Bundesjazzorchester (BuJazzO).


Das Kuratorium Stiftung Frankfurter Musikpreis zur internationalen Musikmesse Frankfurt besteht aus:

  • dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt
  • dem Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller e.V.
  • einem Geschäftsführer der Messe Frankfurt
  • zwei Repräsentanten aus dem Deutschen Musikrat sowie
  • zwei Repräsentanten von deutschen Musikhochschulen