Mannheim: Stadtnotizen

Mannheim – News, Termine, Kulturelles und Wissenswertes

Musik-Kabarett SCHATZKISTL KW 48

    1. November 2018, 20 Uhr, Sertac Mutlu – Passiert das nur mir?! (21,50€)
    1. Dezember 2018, 20 Uhr, Christine Prayon – Die Diplom-Animatöse (22,60€)
    1. Dezember 2018, 16 Uhr, Nierentisch & Caprifischer – Mannem in de 50er (21,50€)

Elterndialog: Ausbau von Betreuungsplätzen hat höchste PrioritätGemeinsam mit Eltern erstellte Dokumentation jetzt online verfügbar

Jedes Jahr widmet sich Familienbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb mit dem Elterndialog – einem eigens dafür entwickelten Dialogformat – den Fragen und Anliegen von Mannheimer Eltern. Die achte Veranstaltung dieser Art, fand am 17. Oktober statt und stand in diesem Jahr unter dem Thema „Kinderbetreuung“.

„Eine verlässliche und qualitativ gute Kinderbetreuung sowie die Möglichkeit, Familie und Beruf vereinbaren zu können, ist für viele Eltern in Mannheim ein sehr wichtiges Thema. Die Stadt Mannheim sieht diese Aufgabe als große und nachhaltig wichtige Herausforderung und investiert daher massiv in den Ausbau von Betreuungsplätzen“, erläutert Freundlieb. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen sei in den vergangenen Jahren enorm angestiegen. Daher sollen allein bis zum Jahr 2021 21 neue Krippen und 27,5 neue Kindergartengruppen mit insgesamt 760 Plätzen entstehen. Hierfür investiert die Stadt inklusive Sanierungen zirka 30 Millionen Euro.

„Der Dialog zwischen den Eltern und der Spitze der Stadtverwaltung ist ein wichtiges Instrument der Bürgerbeteiligung, fördert den Austausch und schafft Verständnis. Der Dialog mit den Eltern als Experten für Ihr Kind ist mir sehr wichtig. Ich möchte mich mit ihnen austauschen, ihre Ideen und Hinweise aufnehmen, die anstehenden Planungen detailliert erläutern und mit ihnen den aktuellen Sachstand diskutieren und sie so zu meinen Politikberatern machen“, erläutert die Bürgermeisterin die Intention des Formats.

Nach einer Einführung von Dr. Freundlieb wurden in fünf Workshops die Themen Angebote in Krippe, Kindergarten und in der Schulkindbetreuung sowie Qualität in der frühkindlichen Bildung und in der Schulkindbetreuung vertieft. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum vorgestellt.

Aus dem Elterndialog ist eine Dokumentation entstanden, die von einem Redaktionsteam aus Mitarbeitern der Verwaltung, teilnehmenden Eltern und der begleitenden Firma IFOK erstellt und dem Bildungs- und Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am 22. November vorgestellt wurde.

„Die Hinweise der Eltern sind eine wertvolle Unterstützung für Politik und Verwaltung, wenngleich sich auch manche Forderungen gegenseitig widersprechen oder Rahmenbedingungen voraussetzen, die nicht vorhanden sind“, erläuterte die Bürgermeisterin.

Aus Sicht der Eltern hat Ausbau der Betreuungsplätze höchste Priorität. Dabei soll weiterhin die Qualität der Betreuungsangebote und die Verbesserung von Inklusion in den (früh-) kindlichen Bildungseinrichtungen hohe Bedeutung haben.

Die wichtigsten Themen, die von den Eltern in den Workshops diskutiert wurden:

Workshop Angebote in der Krippenbetreuung

  • Ausweitung der Krippenöffnungszeiten (wöchentliche Öffnungszeit, Ferien und Brückentage) und Schaffung eines stadtweit bedarfsgerechten Angebots von Ganztagesplätzen.
  • Kritik an hohen Gebühren, die beispielsweise bei freien Träger auch über denen der städtischen Einrichtungen lägen. Die Bürgermeisterin betonte, dass Eltern mit geringem Einkommen bereits heute kommunale Zuschüsse zu Kita-Gebühren sowie generell für Kindertagespflege erhielten. Eine vollständige Kostenübernahme alle Gebühren sei in Baden-Württemberg nicht vorgesehen. Der Bund habe den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung eingeführt, ohne entsprechende Gelder zu dessen Finanzierung (Konnexität) bereitzustellen. Dennoch hat der Gemeinderat eine Gebührenreduzierung für den Kindergarten von 105 Euro pro Monat – die ab September 2019 für alle Kinder gilt – beschlossen.
  • MeKi – für das Meldesystem Kinderbetreuung wurden verbesserte Kommunikations- und Serviceangebote gefordert. Dabei gab es mehrfache Hinweise auf Wartelisten bei freien Trägern, so dass offenbar parallele Anmeldelisten zum stadtweiten Meki-System existieren.

Workshop Angebote in der Kindergartenbetreuung

  • Der Wunsch nach schnellem Ausbau von Kindergartenplätzen wurde geäußert, ebenso Sorgen über Kita-Schließungen; Hier sucht die Stadt sofort nach deren Bekanntwerden nach Ersatzlösungen.

Workshop Qualität in der frühkindlichen Bildung

  • Das städtische Sprachförderkonzept in der frühkindlichen Bildung wurde gelobt. Zugleich wurde für alle Einrichtungen ein Ausbau der Angebote gefordert, insbesondere bei Bewegung und Verpflegung. Beim Essen wurde mehrfach eine bessere Qualität wie z.B. der Bio-Anteil hinterfragt.

Workshop Angebote in der Schulkindbetreuung

  • Es wurden Wünsche nach mehr Ganztagesschulen (GTS) sowie einer qualitativ hochwertigen Schulkindbetreuung geäußert. Die Bürgermeisterin betonte, dass ein paralleler Ausbau beider Systeme – qualitativ hochwertige und vollkommen flexible Schulkindbetreuung und ein Ausbau Ganztagsschulen auf 70 Prozent – nicht realisierbar seien. Der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen müsste durch den Bund ausreichend finanziell ausgestattet werden. Die Stadt investiere intensiv in den Ausbau von Hortplätzen und GTS. 2013 bis 2018 entstanden so 744 neue Plätze in Hort und Verlässlicher Grundschule, sechs Schulen wurden zu GTS ausgebaut.

Workshop Qualität in der Schulkindbetreuung

  • Es wurde eine Steigerung der Qualität in der Schulkindbetreuung gefordert (mehr Lernmöglichkeiten, intensivere Hausaufgabenhilfe, mehr Bewegungsmöglichkeiten), aber auch der weitere Ausbau von GTS im Grundschul- und weiterführenden Schulbereich. Die Bürgermeisterin hob hervor, dass sich die Formen der Schulkindbetreuung Hort/Verlässliche Grundschule (VGS) und GTS grundsätzlich unterscheiden: Während die GTS ein Bildungs- und Erziehungsangebot darstellt, seien Hort und VGS gemäß der Definition des Landes Betreuungsangebote.

Abfallwirtschaft Mannheim verteilt Abfallkalender für 2019

In den kommenden Wochen verteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Mannheim den Abfallkalender für 2019. Bis zum 24. Dezember hat jeder Haushalt den Kalender in seinem Briefkasten. Er ist ab Januar 2019 gültig.

Den Abfallkalender gibt es auch online unter w w w. abfallwirtschaft-mannheim. de. Dort sind die Abfuhrtermine eingetragen und jeder kann seinen persönlichen Kalender im PDF-Format ausdrucken oder herunterladen.

Wer bis zum Jahresende keinen Abfallkalender erhalten hat, kann sich telefonisch bei der zentralen Behördennummer 115 melden oder eine E-Mail schreiben an abfallwirtschaft@mannheim.de.

Weihnachtsflohmarkt in der MusikbibliothekDie Adventszeit steht vor der Tür und hält auch in der Musikbibliothek Einzug. Unter dem Motto „Eine Etage voller Musik“ findet

am Samstag, 1. Dezember, von 10 Uhr bis 14 Uhr

in der Musikbibliothek der Stadtbibliothek Mannheim im Dalberghaus, N 3, 4,

ein Weihnachtsflohmarkt mit mittelalterlicher Musik statt. Das Ensemble „Gisamani“ spielt auf Dudelsäcken, Drehleiern, Blockflöten, Krummhörnern und Harfen Weihnachtslieder aus aller Welt. Zu diesen Klängen können die Besucher nach Herzenslust in Büchern, Zeitschriften, Noten, CDs und DVDs stöbern und vielleicht schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk entdecken.

Der Eintritt ist frei.

Nominierte für den „Feuergriffel“ 2019 stehen fest

37 Bewerbungen sind für das Stadtschreiber-Stipendium für Kinder- und Jugendliteratur eingegangen

Zum siebten Mal schrieb die Stadtbibliothek Mannheim zusammen mit dem Förderkreis Stadt- und Musikbibliothek Mannheim e. V. den „Feuergriffel“, das Stadtschreiber-Stipendium für Kinder- und Jugendliteratur, aus. Nun stehen die Nominierungen fest: 37 Bewerbungen aus Deutschland und dem europäischen Ausland gingen bei der Stadtbibliothek Mannheim ein. Die Fachjury schlug hieraus Agnes Ofner, Katharina Schlender und Tania Witte für den „Feuergriffel“ 2019 vor.

Wer für drei Monate in das Turmzimmer der Alten Feuerwache einzieht, um die eingereichte Buchidee auszuarbeiten und die Nachfolge von Tamara Bach, Antje Wagner, Rike Reiniger, Saša Stanišić, Tobias Steinfeld und Florian Wacker anzutreten, wird im Januar bekannt gegeben.

Die Nominierten:

Agnes Ofner hat sowohl Fennistik, Nederlandistik als auch Graphik und Kommunikationsdesign studiert. Neben ihrer Tätigkeit als Graphikerin und Illustratorin, trainiert sie seit 2013 Luftakrobaten. Agnes Ofner hat mehrere Bücher illustriert und Texte in Anthologien veröffentlicht. Die in Wien lebende Künstlerin wurde bereits mit dem MDR-Literaturpreis, dem Manfred Maurer Preis und dem Literaturpreis der Stadt Feldbach ausgezeichnet. In ihrer Bewerbung mit dem Arbeitstitel „Es ist kalt im Universum“ wird die Geschichte von Sanja erzählt, die nach dem Herzinfarkt des Vaters alleine auf einer Nordseeinsel zurückbleibt und in ein lebensbedrohliches Unwetter gerät. Diese Extremsituation bringt sie zum Nachdenken über das Leben. Das Erzählen aus zwei Perspektiven zeigt die Abweichungen zwischen Innen- und Außenwahrnehmung gut auf. Die originelle Idee aber auch die schöne Erzählstruktur überzeugte die Jury. Für den Aufenthalt plant Agnes Ofner ein illustriertes Tagebuch über den Alltag einer Stadtschreiberin.

Katharina Schlender lebt nach dem Studium des „Szenisches Schreibens“ an der Universität der Künste als freie Autorin in Berlin. Seit 2000 hat sie zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher veröffentlicht. Ihre Theaterstücke wurden schon mehrfach ausgezeichnet: 2002 Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg, 2003 Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes, 2005 Publikumspreis der St.Galler Autorentage.

Im geplanten Buch mit dem Titel „Fahrstuhl zur Treppe“ leidet der 13jährige Udo unter der Trennung der Eltern. Nach dem Weggang des Vaters bleibt er verstört zurück mit der Mutter. Über die Situation wird nicht gesprochen, deshalb sucht er nächtlichen Rat bei den Gedankengeistern und würde sich gerne in ein Schneckenhaus verkriechen. Der Leser wird auf der emotionalen Ebene gut abgeholt, das Innenleben der Hauptfigur wird nachvollziehbar erzählt, wobei der Text positiv aus der Menge der Scheidungsgeschichten herausragt. Auch die fast lyrische Sprache und das Erzählen jenseits von Kitsch und Klischees beindruckte die Jury. Für den Stadtschreiberaufenthalt plant die Autorin unter anderem das Aufstellen einer öffentlichen Gedankentrommel.

Tania Witte hat Medienpädagogik und Erwachsenenbildung studiert und arbeitet als Schriftstellerin, Journalistin und Spoken-Poetry-Performerin in Berlin und Den Haag. Bisher veröffentlichte sie vier Romane, eine Anthologie und diverse Kurzgeschichten und Essays. Zusätzlich zu ihrer künstlerischen Arbeit schreibt sie als freiberufliche Kolumnistin, Kritikerin und Journalistin für unterschiedliche Medien. Sie leitet regelmäßige Workshops zu Poetry Slam / Spoken Word, Performance, Kreativem Schreiben und Identität. Seit 2005 arbeitet Tania Witte mit anderen Künstlern in Kooperationen an interdisziplinären und interkulturellen Kunstprojekten. Mit ihren Spoken-Word-Performances erobert sie seit 2007 Bühnen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und den USA. 2016 wurde sie mit dem Felix-Rexhausen-Medienpreis, 2017 mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet.

Ihre Buchidee „Sonnenblick“ überzeugt die Jury durch das aktuelle und wichtige Thema. Die 15jährige Ixi, eine gute Schülerin aus hippem Elternhaus, bekommt psychische Probleme und landet in der Kinder- und Jugendpsychiatrie „Sonnenblick“. Der Text spricht Probleme an, über die oft nicht offen gesprochen wird, aber für viele Kinder und Jugendliche relevant sind. Der Leser wird gut abgeholt und die Autorin schafft es in einem beeindruckenden Text einen tollen Spannungsbogen aufzubauen. Außerdem begeisterte die Jury die Idee von Pop-up-Lesungen.

Mit 9000 Euro dotierte Auszeichnung

Die mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Auszeichnung teilt sich auf 3.000 Euro Preisgeld bei der Abschlussveranstaltung, 3.000 Euro bei Veröffentlichung des in Mannheim entstandenen Buches und ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium in der Stadtschreiber/-innenwohnung im Turm der Alten Feuerwache von April bis Juli 2019 inklusive Pauschale für Anreise- und Lebenshaltungskosten in Höhe von 3.000 Euro.

Die Stadtbibliothek unterstützt die Stadtschreiberin oder den Stadtschreiber durch lokale Kontakte und eine persönliche Betreuung. Daneben sollen Kinder, Jugendliche und die Mannheimer Bevölkerung bei gerne auch ungewöhnlichen Veranstaltungen wie etwa einem gemeinsamen Frühstück oder einer Radtour, Lesungen, Werkstattgesprächen oder Schreibwerkstätten die Möglichkeit haben, den Autor oder die Autorin kennenzulernen. Außerdem sind während des Aufenthaltes verschiedene Veröffentlichungen im Social Media-Bereich geplant.

Die unabhängige Fachjury setzt sich zusammen aus:

  • Jürgen Boos, Frankfurter Buchmesse
  • Prof. Dr. Thomas Wortmann, Universität Mannheim
  • Dr. Albrecht Plewnia, Institut für Deutsche Sprache
  • Ulrike Stöck, Junges Nationaltheater Mannheim
  • Eva Baumgartner, Journalistin
  • Dr. Ingo Schöningh, Goethe-Institut Mannheim
  • Jule Hoffmeister, jugendliches Jurymitglied
  • Evelyn Kovacic, jugendliches Jurymitglied

„Kinder- und Jugendbücher sind für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen elementar. Schülerinnen und Schüler, die selbstbestimmt ihr Lektüreprogramm auswählen und sich ganz selbstverständlich in Bibliotheken bewegen, verzeichnen besondere Bildungserfolge. Es ist mir als Bildungsdezernentin daher ein Herzensanliegen, Literatur zu fördern, die Kinder und Jugendliche besonders anspricht“, erklärt Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb die Gründe für die Auslobung des Preises.

Der Feuergriffel – Mannheimer Stadtschreiber für Kinder- und Jugendliteratur ist ein Preis der Stadtbibliothek Mannheim und wird gefördert vom Förderkreises Stadtbibliothek Mannheim e.V., der GBG Mannheim, der Heinrich-Vetter-Stiftung und dem Kulturzentrum Alte Feuerwache Mannheim.