Karlsruhe: Brand in einer Recyclingfirma im Rheinhafen.

Symbolbild (Foto: Holger Knecht)
Symbolbild (Foto: Holger Knecht)

Karlsruhe – Bei Arbeiten in einer Lagerhalle einer Recyclingfirma im Rheinhafen entzündete sich am 15.08.18, aus noch nicht bekannter Ursache, geschrettertes Recyclingmaterial. Dieser Brand weitete sich im oberen Bereich einer ca 100m³ großen Müllansammlung aus. Es entstand eine deutliche Verrauchung und Flammenbildung. Dies wurde von einem Firmenmitarbeiter bemerkt und ein Handdruckknopfmelder der Brandmeldeanlage eingedrückt.

Die herbeigeeilten Mitarbeiter versuchten, im Anschluss mit eigenen Mitteln, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Da die Brandintensität zu diesem Zeitpunkt aber schon zu groß war, gelang dieser Versuch leider nicht.

Um 14.45 Uhr wurde die Feuerwehr Karlsruhe, über die automatische Brandmeldeanlage eines Recycling Betriebes, in der Fettweisstr. alarmiert. Zeitgleich erreichte die Integrierte Leitstelle Karlsruhe ILS ein Notruf über Telefon, in dem von einem Realfeuer in einer Lagerhalle gesprochen wurde. Aufgrund der Lagemeldung über Telefon wurde das bestehende Einsatzstichwort erhöht und weitere Einsatzkräfte an die Einsatzstelle beordert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwache West wurden diese von den Firmenmitarbeitern empfangen und in die Lage eingewiesen. Die Erstmaßnahmen wurde in der Folge über zwei große Rolltore von der nördliche Firmenseite her begonnen. Kurze Zeit später konnte ein zweiter Abschnitt auf der südlichen Seite eingerichtet werden. Mit insgesamt 12 Trupps unter Atemschutz mit 4 Rohren wurden die Flammen bekämpft und im Verlauf die sehr aufwendigen Ausräumarbeiten begleitet. Hier kamen Frauen und Männer der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Daxlanden in den Einsatz. Zum ersten Mal durften sich hier auch unsere jungen Kollegen, welche sich noch in der Grundausbildung befinden, in einem realen Einsatz beweisen.

Für die Aufräumarbeiten kamen 2 Großraumlüfter, zur Belüftung und Entrauchung der Halle, zum Einsatz. Ebenfalls wurde ein Radlader und ein Saugbagger zum entgültigen Auffinden aller Glutnester benötigt.

Nach fast 6 Stunden Einsatzgeschehen bei schwülen Wetterverhältnissen, konnte der Einsatz beendet werden. Es wurden im Verlauf 15 Fahrzeuge und 2 Abrollbehälter der Feuerwehr, 24 Pressluftatmer, 2 Großraumlüfter und einige hundert Meter Schlauchmaterial eingesetzt.