Laparoskopiesimulation
Laparoskopiesimulation mittels einer sogenannten VR-Brille mit einer originalen 360° Operationsumgebung (Bildquelle: Markus Schmidt, Universitätsmedizin Mainz)

Mainz – Dr. Tobias Huber, Assistenzarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Mainz, hat im Rahmen des 135. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie den mit 8.000 Euro dotierten Preis der Wolfgang-Müller-Osten Stiftung erhalten.

Anlass für die Auszeichnung war seine Forschungsarbeit „Neue Dimensionen in der chirurgischen Weiterbildung: Immersive laparoskopische Simulation in der Virtuellen Realität begeistert Chirurgen“.

Die Arbeit beschreibt weltweit zum ersten Mal eine neue Fusionstechnik um Bauchspiegelungen, die sogenannte Laparoskopie, simulieren zu können. Es handelt sich hierbei um die digitale Kombination eines virtuellen Laparoskopiesimulators mit einer originalen 360°-Operationsumgebung in einer sogenannten Virtual Reality Brille. Nach Ansicht der Experten wird diese medizintechnische Innovation die virtuelle Laparoskopiesimulation auf ein neues Niveau heben.

Das Projekt fußt auf einer Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Werner Kneist an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Mainz mit dem Institut für Informatik der Universität Magdeburg. Die Mainzer Wissenschaftler beschäftigen sich seit 2008 mit der Simulation in der minimal-invasiven Chirurgie. Der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Hauke Lang und AG-Leiter Professor Kneist betonen unisono das Potential dieser Innovation: „Diese Neuentwicklung ermöglicht es uns, völlig neue Wege in Aus- und Weiterbildung zu gehen.“