Karlsruhe – Informationen und Neuigkeiten aus der Stadt und den Stadt-/Ortsteilen.


Europa in Bewegung – Öffentliches Symposium im Rahmen der 24. Europäischen Kulturtage

Europa ist kein starres Konstrukt, sondern ein sich stetig wandelnder Zusammenschluss von Menschen, Kulturen und politischen Strömungen. Mit dem Symposium „Europa in Bewegung – Gesellschaften, Werte und Frauenrechte im Aufbruch“ möchten die Stadt Karlsruhe und das Zentrum für angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) diese konstanten Bewegungen in den Fokus rücken.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 4. Mai 2018, um 19 Uhr im Bürgersaal des Karlsruher Rathauses am Marktplatz. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup wird die Direktorin des ZKA, Prof. Caroline Y. Robertson-von Trotha, eine Einführung zum diskutierten Themenkomplex geben. Darauf folgt ein Vortrag von Seyran Ates, einer Berliner Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin, der die anschließende Diskussion eröffnet. Gegen 20.40 Uhr endet die offizielle Diskussion und die Vortragenden sowie interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer können sich beim anschließenden Umtrunk im Foyer des Bürgersaals weiter austauschen.

Zusätzliche Infos zur Veranstaltung finden sich unter www.zak.kit.edu.


Kita-Projekte und Friedhofsanierung auf der Tagesordnung – Ortschaftsrat Durlach tagt öffentlich / Blutspenderehrung 2018

Mit einer Ehrung vielmaliger Blutspenderinnen und Blutspender wird die öffentliche Sitzung des Ortschaftsrats Durlach am Mittwoch, 2. Mai, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Durlach eröffnet.

Unter der Leitung von Ortsvorsteherin Alexandra Ries geht es danach um die Aufnahme neuer Kita-Projekte in die Bedarfsplanung, um Sanierungsmaßnahmen auf den Friedhöfen Durlach, ein Bauvorhaben in der Ochsentorstraße 32 und die abschließende Beratung der Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet „Oberwald-Rißnert“.

Zum Thema Kinderarmut hat die CDU-Ortschaftsratsfraktion eine Anfrage eingereicht, einen Antrag zur Unterstützung eines Kinoprojektes in Durlach hat die FDP-Ortschaftsratsfraktion gestellt. Weiter beraten werden Anträge der B‘90/Die Grünen-Ortschaftsratsfraktion zum Schulsport und zum Betriebskonzept im künftigen Sport- und Freizeitpark Untere Hub.

Mitteilungen des Stadtamtes sowie mündliche Anfragen beenden den öffentlichen Teil der Sitzung.


Abschied zum 31. Januar – Bürgermeister Klaus Stapf legt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder

Bürgermeister Klaus Stapf legt aus gesundheitlichen Gründen zum 31. Januar 2019 sein Amt nieder. Damit kann Stapf dieses Jahr noch alle Termine und Verpflichtungen wahrnehmen. 2014 wurde ihm ein Tumor aus dem Rückenmark entfernt. Glücklicherweise liegt keine akute Verschlechterung vor, dankt Stapf für die vielen Nachfragen hinsichtlich seiner Gesundheit. Allerdings haben der Tumor selbst und seine Entfernung irreversible Schäden im Rückenmark hinterlassen, die zu deutlichen Einschränkungen und zu einer Schwerbehinderung führten.

„Seither muss mein Körper auch im Alltag vieles kompensieren, was sehr anstrengt und auf Dauer nicht mit den dichten und langen Arbeitszeiten als Bürgermeister zusammen passt. Natürlich bedauere ich, die Zusammenarbeit mit vielen Menschen und viele Projekte aufgeben zu müssen, aber ich freue mich auf mehr Zeit für Regeneration und Rehabilitation und werde meine Aufgaben bis zum Ausscheiden mit Energie weiterführen“, so der Bürgermeister.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup „bedauert diesen Schritt“, hat aber „großen Respekt für Klaus Stapfs Entscheidung und insbesondere für das nach der Operation trotz Beschwernissen Geleistete“.


Hohe Auslastung und neue Entwicklungen im kommunalen Tiefbau

Die weitere Ertüchtigung kommunaler Kläranlagen sowie umfassende Investitionen in eine städtische Infrastruktur: Komplex sind die Anforderungen, mit denen städtische Tiefbauer und Fachleute der Stadtentwässerung aktuell konfrontiert sind. Und zunehmend haben Kommunen als Auftraggeber das Problem, für diese anspruchsvollen Projekte geeignetes eigenes Fachpersonal zu gewinnen sowie angesichts voller Auftragsbücher ausführende Unternehmen zu finden. Welche Strategien Kommunen hier verfolgten, war ein Thema der Koordinierungsbesprechung der Leiter der Tiefbauämter und Stadtentwässerungen.
Rund 24 Leitungen der Tiefbauämter und Stadtentwässerungen der süddeutschen Großstädte waren Ende letzte Woche auf Einladung der Stadt Karlsruhe zum zweitägigen Erfahrungsaustausch in die Fächerstadt gekommen. Zudem bot der regelmäßige Fachaustausch Gelegenheit, das Karlsruher IQ-Leitprojekt Mobilität mit Fachreferaten zu beleuchten.

„Gerade in Zeiten, in denen Kommunen bei der Personalgewinnung und bei der Auftragsvergabe nicht aus dem Vollen schöpfen können, bietet dieser regelmäßige Fachaustausch zielgerichtete Anstöße aus der Praxis“, betonte Bürgermeister Michael Obert bei der Begrüßung der Teilnehmer. „Die Anzahl der Bieter in Wettbewerben nimmt aufgrund der guten Wirtschaftslage deutlich ab, die Angebotspreise schnellen nach oben“, brachte Martin Kissel, Leiter des städtischen Tiefbauamts, die Situation auf den Punkt.

In allen Großstädten herrschen derzeit schwierige Wettbewerbssituationen. Die Teilnehmer bestätigen einhellig, dass sich die Unternehmen derzeit nur an attraktiven, großflächigen Projekten beteiligen. Bei kleinräumigen, schwierigen Maßnahmen mit mehreren Baugewerken werden bisweilen überhaupt keine Angebote mehr abgegeben. Zusätzlich erschwerend kommen große Bau- und Fördermaßnahmen von Bund und Land hinzu, die mit kommunalen Maßnahmen im Wettbewerb konkurrieren.

Insgesamt ist der Tiefbaumarkt gesättigt und es gibt kaum mehr freie Kapazitäten. Die Beratungen haben ergeben, dass es derzeit angezeigt ist, Maßnahmen, die technisch dringend erforderlich sind, weiterhin auszuschreiben, aber durchaus auch unwirtschaftliche Ausschreibungsergebnisse und Wettbewerbsergebnisse abzulehnen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass nicht mehr alle vorgesehenen Maßnahmen realisiert werden können.

Städtisches Zukunftsthema Mobilität

Strategische Ansätze im IQ-Leitprojekt Mobilität (IQ steht für eine innovative und quervernetzte Arbeitsweise, um wichtige städtische Zukunftsthemen voran zu bringen) sowie ein Blick in die Alltagspraxis bestimmten die weiteren Karlsruher Vortragsthemen.
Das EU-Projekt „Urbane Mobilität“ stellte Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Karlsruher Stadtplanungsamts, vor. Bei diesem Vorhaben haben die Kommunen erstmals die Möglichkeit, Vorschläge, Anregungen und Konzepte zur Mobilität auf EU-Ebene einzubringen. Dieses Angebot wurde in dem Gremium positiv aufgenommen.

Digital im Blick hat das Tiefbauamt Straßen und Kanäle. In anschaulichen Vorträgen erläuterten die Experten des Tiefbauamtes, Wilfried Schreiber und Albrecht Dörr, die Vorgehensweise der Stadt Karlsruhe. Die Stadt erfasst und wertet den Zustand ihrer Infrastruktur digital aus. Die Sanierungskonzepte und –programme bauen auf diesen Datengrundlagen auf. Diese sehr modernen Arbeitsinstrumente werden bereits in einigen Großstädten bereits erfolgreich eingesetzt.

Baustellen sind in Städten ein Stück weit Alltag – auch in anderen Kommunen. Auf Interesse stieß bei der Tagung daher der besondere und herausragende Stellenwert des Baustellenmanagement in Karlsruhe. Ein wichtiger Aspekt dabei sei die Führung und Leitung für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende durch und um Baustellen, hatte der städtische Baustellenkoordinator, Jürgen Lohmeyer, ausgeführt. Er erläuterte anschaulich an zahlreichen Praxis-Beispielen, wie wichtig es ist, bei wechselnden Vor-Ort-Situationen die Beschilderung zu prüfen und klare und eindeutige Wegeführungen vorzugeben.

Der regelmäßige Austausch unter Fachkollegen sei insbesondere wichtig, um gemeinsame Konzepte und Lösungsstrategien zu entwickeln, so Kissel. Das große Themenspektrum der Tagung habe deutlich aufzeigt, wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen im kommunalen Tiefbau sind, fasste er eine Erkenntnis der Tagungsteilnehmer zusammen. Dabei sei Karlsruhe bei vielen Entwicklungen erfreulicherweise ganz vorne dabei.


Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreis 2018 – Vorschlagsfrist bis zum 30. Mai verlängert

Bemerkenswertes Engagement für Kinder und Jugendliche wird auch in diesem Jahr wieder vom Karlsruher Bündnis für Familie gewürdigt. Für den 13. Kinderfreundlichkeitspreis können Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Initiativen, Vereine und Unternehmen aus Karlsruhe vorgeschlagen werden, die sich in besonderer Art und Weise für Mädchen und Jungen sowie deren Lebensbedingungen in Karlsruhe einsetzen.

Egal ob Betreuung, Bildung und Schule, Freizeit, Kultur oder Sport, alle Lebensbereiche werden berücksichtigt. Besonders interessant sind beim Vergabefahren die Vorschläge von Kindern und Jugendlichen, für die es einen eigenen Vorschlagsbogen gibt. Am Ende entscheidet auch eine Kinderjury über die Preisträgerinnen oder Preisträger.

Der Einsendeschluss für Vorschläge wurde bis zum 30. Mai verlängert. Bis dahin kann die Chance genutzt werden, besonderes Engagement für Kinder und Jugendliche zu würdigen.
Alle Informationen und die Vorschlagbögen finden sie unter: www.karlsruhe.de/familienbuendnis


Benefizkonzert für den Artenschutz – Veranstaltungen auf der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten

Traditionell ist am Tag der Arbeit, 1. Mai, die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Veranstaltungsort für den Deutschen Gewerkschaftsbund (11 Uhr). Mit einem Benefizkonzert für den Artenschutz wird das Mai-Programm am Freitag, 4. Mai, fortgesetzt. Von 19 bis 22 Uhr unterhält das Jugendorchester der Stadt Karlsruhe unter der Leitung von Thomas Paha unter dem Motto „Musik aus aller Welt – kulturelle Vielfalt für den Erhalt biologischer Vielfalt“. Dazu gibt es Geschichten aus dem Zoo und rund um den Artenschutz von Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und Artenschutzkurator Dr. Clemens Becker.
Der Zugang zur Veranstaltung ist ab 18.15 Uhr über die Kasse Nord (Festplatz) möglich, der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Der Erlös geht komplett an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Bei Regen muss die Veranstaltung leider entfallen. Kurzfristige Infos dazu gibt es unter der Telefonnummer 0721/133-6801 oder auf der Internetseite www.karlsruhe.de/zoo.

Konzerte sowie „Tiere auf der Seebühne“

Am Samstag, 5. Mai, betritt der Musikverein Weingarten um 15 Uhr für ein zweistündiges Konzert die Bühne. Nach der erfolgreichen Premiere 2017 gibt es auch dieses Jahr wieder „Tiere auf der Seebühne“ zu erleben. Beginnend mit dem Sonntag, 6. Mai, möchte der Zoo seine Tiere jeweils sonntags bis zum Ende der Sommerferien von 14 bis 14.30 Uhr (Ausnahme: 2. September, 13.30 Uhr) seinen Gästen näher bringen. Papagei, Pony oder Uhu: In kurzweiligen Präsentationen gibt es allerhand Interessantes über die Tiere zu erfahren. Neben dem reinen Tiererlebnis wird viel Wert darauf gelegt, die Menschen für die Bedrohung der Tiere in der Natur zu sensibilisieren und den Artenschutzgedanken zu erläutern. „Tiere auf der Seebühne“ ist dieses Jahr komplett durch Zoo-Mitarbeiter gestaltet.

Ökumenischer Gottesdienst

Ein ökumenischer Gottesdienst schließt sich um 15 Uhr an, nach der „Kirche im Grünen“ musiziert der Musikverein Wolfartsweier von 16 bis 18 Uhr für die Gäste des Zoologischen Stadtgartens.


KABS bekämpft Tigermücke und Schnaken – Stadt Karlsruhe hat Aktionsgemeinschaft beauftragt

Seit wenigen Tagen ist die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) im Auftrag der Stadt Karlsruhe im Stadtgebiet unterwegs, um sich eine Übersicht über die Verbreitung der asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) zu verschaffen. Diese Art war erstmals im September 2017 rund um die Ottostraße nachgewiesen worden. Die Mücke ist tagaktiv, sehr aggressiv und brütet in der Nähe des Menschen. Ihre Anwesenheit schränkt die Lebensqualität stark ein. Darüber hinaus überträgt sie gefährliche Erreger wie das Denguefieber. In Deutschland ist bislang jedoch kein Krankheitsfall dokumentiert.

An allen Fundstellen im Stadtgebiet bekämpfte die KABS im letzten Herbst die Tigermücke. Nun muss sich zeigen, ob Mücken den Winter überlebt haben. In den nächsten Wochen werden deshalb zur Erfassung von möglichen Brutstätten drei Teams der KABS im Einsatz sein.

Bereits Ende März hatte die KABS mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen zur Schnakenbekämpfung begonnen. Mit dem biologischen Wirkstoff BTI kämpft die Aktionsgemeinschaft nun sowohl gegen die im späten Frühjahr fliegenden Waldschnaken in den versumpften Wäldern der Oberrheinebene wie dem Bruchwald bei Grötzingen oder dem Elfmorgenbruch bei Rintheim, als auch gegen ihre asiatischen Verwandten.

Die Tigermücke ist genau wie die Hausschnake ein sogenannter Containerbrüter: Sie nutzt kleinste Wasseransammlungen. Bei der Bekämpfung der Hausschnaken, aber auch möglicher Tigermücken, ist die Stadtverwaltung daher auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, denn die Brutstätten dieser Schnakenarten befinden sich im Gegensatz zu denen der Überschwemmungsmücken meist in unmittelbarer Wohnungsnähe – zum Beispiel in Regenfässern, Gullys und anderen Wasserbehältern. Dort legen zum Beispiel die Hausschnakenweibchen nach erfolgter Blutmahlzeit ihre Eischiffchen auf der Wasseroberfläche ab. Das können circa 200 bis 400 Eier pro Gelege sein.

Die Stadt Karlsruhe rät daher, stets alle unnötigen Wasserbehälter zu beseitigen und Behälter wie Regenfässer immer abzudecken, damit die Mückenweibchen keinen Zugang zur Wasseroberfläche haben. Regenfässer und andere mit Wasser gefüllte Behältnisse sollten mindestens alle zehn Tage restlos entleert werden – beispielsweise Vogeltränken oder Blumenübertöpfe – damit die Brut auf das Trockene fällt. Können solche Maßnahmen beim Auftreten von Hausschnakenlarven nicht angewendet werden, empfiehlt sich eine Bekämpfung mit umweltverträglichen, biologischen Präparaten. Ein entsprechendes Präparat in Tablettenform erhalten Bürgerinnen und Bürger bei den Bürgerbüros, den Ortsverwaltungen, der Rathauspforte sowie dem Gartenbauamt.