Weinheim: „Das Alter in der Karikatur” – Ausstellung in der Stadtbibliothek und Veranstaltungsreihe des Weinheimer Netzwerk Mehrgenerationenhaus im ersten Quartal 2018

Veranstaltungsplakat (Quelle: Implizit Verlag)
Veranstaltungsplakat (Quelle: Implizit Verlag)

Weinheim – Rund um die Wanderausstellung „Das Alter in der Karikatur“, die vom 23. Januar bis 23. März 2018 in der Stadtbibliothek gezeigt wird, bietet das Netzwerk Mehrgenerationenhaus Weinheim eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die alle Generationen ansprechen. Die interessierte Bevölkerung ist stets herzlich willkommen.

Die Ausstellung selbst wird am Dienstag, 23. Januar, 17 Uhr, im Saal der Stadtbibliothek eröffnet. Die Ausstellung wird unterstützt von der Hector-Stiftung, der Firma Freudenberg, die AOK Rhein-Neckar-Odenwald und Pro Weststadt e.V. Dr. Franziska Polanski aus Heidelberg hat die Ausstellung entwickwelt; sie wird bei der Vernissage selbst anwesend sein und eine Einführung geben. Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner wird die Besucher begrüßen. Kulturell gibt es zur Ausstellungseröffnung einen kulturellen generationsübergreifen Leckerbissen: Herbert Burkhardt (90), Pianist und Ur-Gestein der Weinheimer Kultur, spielt am Klavier, ein Stück vierhändig mit seinem eigenen Enkel Dr. Tobias Weber.

Bekannte zeitgenössische Karikaturisten und Meister der komischen Kunst wie Gerhard Haderer, Franziska Becker, Gerhard Glück, Greser & Lenz, Marie Marcks, BECK, Hans Traxler und viele andere beleuchten in den Bildern dieser Ausstellung das viel diskutierte Thema Alter. In ihren Karikaturen geht es um Golden Ager, Körperoptimierung und Antiaging ebenso wie um Demenz, Pflege und Gebrechlichkeit, um Generationenkonflikte und demografischen Wandel. Aber auch die klassischen Themen der Alterssatire kommen nicht zu kurz.

Die Veranstaltungsreihe dazu beginnt mit einer sonntäglichen Kinomatinee im Kino „Modernes Theater“ am Sonntag, 28. Januar. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Drei von Sinnen“, der die Erfahrungen von drei Freunden schildert, die auf eine Reise zur Atlantikküste abwechselnd aufs Hören, Sehen und Sprechen verzichten und dabei außergewöhnliche Sinneserfahrungen machen. Nach dem Film sind die Zuschauer herzlich zum Gespräch bei Kaffee und Gebäck eingeladen. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks Mehrgenerationenhaus und des Runden Tisch Demografie werden mit Patrick Alberti, kommunaler Behindertenbeauftragter des RNK, und Anne-Kathrin Keuk, Zentrum für Inklusion, auch prominente Fachkundige anwesend sein.

Die darauf folgenden Veranstaltungen finden im Ausstellungsraum, dem Saal der Stadtbibliothek, statt und sind sämtlich kostenfrei. Am Dienstag, 30. Januar, 18.30 Uhr erläutern Vertreter der Psychologischen Familien- und Erziehungsberatungsstelle Weinheim, wie bereichernd Kontakte mit der älteren Generation für das Leben von Kindern und Jugendlichen sind, und geben Anregungen für die Gestaltung der Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern. Am Donnerstag, 15. Februar, 18.30 Uhr findet eine hochkarätig besetzte Vortrags- und Diskussionsveranstaltung statt, die gemeinsam vom Pflegstützpunkt Rhein-Neckar, der Stadt Weinheim und dem Bildungsbüro veranstaltet wird. Sie befasst sich mit der Frage: „Können wir heute das Fundament legen, um gute Wege für die alternde Gesellschaft zu bauen? Welche Menschen und welche Hilfen brauchen wir?

Es folgt am Mittwoch, 21.Februar um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung über die Möglichkeiten der selbstbestimmten Vorsorge in Form einer Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung. Am Mittwoch, 7. März, laden das Zentrum für Inklusion und die Inklusionsberater des Pilgerhauses Weinheim von 11 bis 16 Uhr insbesondere junge Menschen dazu ein, mit Rollstuhl, Alterssimulationsanzug oder Simulationsbrillen Handicaps selbst zu erleben. Schulklassen und Gruppen werden um vorherige Anmeldung gebeten. Einen Tag später, am internationalen Frauentag, lädt die Volkshochschule Badische Bergstraße um 17 Uhr Frauen zum Sektempfang. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob das Alter mehr Freiheit von den Rollenklischees bietet.
Die Ausstellung selbst kann während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek und bei den Veranstaltungen kostenfrei besucht werden.

Während der Ausstellungszeit bietet das Netzwerk „Generationengespräche“ an, die von der Theaterpädagogin und Kulturwissenschaftlerin Anne Gorath moderiert werden. In kleinen Gruppen können sich junge und ältere Menschen über ihre Gedanken zu den Karikaturen austauschen. Gruppen von etwa fünf Personen können sich bei Gertrud Rettenmaier, Bildungsbüro Weinheim/Integration Central, melden. Es wird versucht, passende Gruppen aus einer anderen Generation zu finden. Die Moderation der Gespräche

Terminüberblick:

Di., 23.01.2018, 17 Uhr Ausstellungseröffnung
So., 28.01.2018, 11 Uhr Kinomatinee „Drei von Sinnen“
Di., 30.01.2018, 18:30 Uhr „Kinder brauchen Oma und Opa“
Do., 15.02.2018, 18:30 Uhr „Im Alter gut und lange zuhause leben?!
Mi., 21.02.2018, 17 Uhr „Frühzeitig die Weichen stellen“
Mi., 07.03.2018, 11 – 16 Uhr „Handicap erleben“
Do, 08.03.2018, 17 Uhr Veranstaltung zum internationalen Frauentag
Do., 22.03.2018, 17 Uhr Rückschau auf die Ausstellung

Das Netzwerk Mehrgenerationenhaus hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam den Austausch und die Zusammenarbeit der Generationen und Kulturen in Weinheim zu stärken. Es wirken mit:
AK Asyl, Arbeiterwohlfahrt, Bildungsbüro / Integration Central, Caritas, Diakonisches Werk, Deutsches Rotes Kreuz, Evangelische KiTa Pusteblume, Jugendagentur Job Central, KontaktPunkt der Bürgerstiftung, Mevlana Moschee, Pilgerhaus, Pflegestützpunkt, Soziale Vielfalt, Stadt Weinheim, Stadtjugendring Weinheim, Stadtseniorenrat, Suchtberatung, Tauschring, Türkischer Elternverein, Pro Weststadt, VHS Badische Bergstraße.