Heidelberg: Kirchheims Rollstuhlbasketballer verlieren weiter an Boden

Das ging gründlich daneben! So wie hier Aufbauspieler Thomas Gumpert kurz nach einem zum Glück harmlosen Crash fühlten sich wohl am Sonntag alle bei den Rolling Chocolate Heidelberg nach der unnötigen 58:69-Heimniederlage gegen die Ulm Sabres. (Foto: RC)
Das ging gründlich daneben! So wie hier Aufbauspieler Thomas Gumpert kurz nach einem zum Glück harmlosen Crash fühlten sich wohl am Sonntag alle bei den Rolling Chocolate Heidelberg nach der unnötigen 58:69-Heimniederlage gegen die Ulm Sabres. (Foto: RC)

Heidelberg – Eine bittere und vor allem vermeidbare Niederlage kassierten die Rolling Chocolate Heidelberg am vergangenen Sonntag im SZ Süd. Mit 58:69 verloren die Neckarstädter nicht nur völlig überraschend gegen den Tabellenletzten aus Ulm sondern zudem auch noch wichtigen Boden zu den oberen Plätzen in der aktuellen Tabelle der 2. Bundesliga Süd.

Dass die Ulm Sabres nach ihrem ersten Saisonsieg gegen den RSV Lahn-Dill 2 mit Rückenwind an den Neckar kommen würden, war den Verantwortlichen der Rolling Chocolate durchaus bewusst und dennoch überraschte der selbstbewusste Auftritt des Tabellenletzten im Kirchheimer SZ Süd am Ende viele. Bereits zu Beginn der Partie wurde deutlich, dass es hartes Brot für Heidelberg werden würde sich gegen die Schwaben durchzusetzen. Mit 13:17 lagen die Gäste von der schwäbischen Alb nach dem 1. Viertel trotz der druckvollen Defense der Hausherren in Front. Angeführt von ihrem Center Thorsten Schmid (19 Pkt. Topscorer Ulm) fanden die Ulmer immer wieder  Lücken in der Heidelberger Defense und nutzten diese eiskalt aus. Auch als die Nordbadener im 2. Viertel in der Offense besser ins Spiel fanden, hatten die Sabres immer eine Antwort parat. Dank der zumindest kämpferisch guten Leistung der Chocolate und eines sehr treffsicheren Mannschaftskapitäns Sven Eckhardt (22 Pkt. Topscorer der Partie), gingen die Gastgeber mit einer hauchdünnen 31:30-Führung in die Halbzeit. Statt aber nach dem Seitenwechsel weiter am Ball zu bleiben machte man den Gegner erneut stark. Das Angriffspiel der Jungen Wilden ging zu eindimensional über die beiden Center Sven Eckhardt und Ralf Schwarz (12 Pkt.) unter den Körben sowie über Pointguard Klaus Weber (13 Pkt.) aus der Distanz, sodass Ulm sich darauf einstellte. In der Defense ließ man zudem dem schnellen Center Dominik Bloching (17 Pkt.) und dem aus der Distanz treffsicheren Flügelspieler Patrick Dorner (18 Pkt.) viel zu viel Entfaltungsraum und so lag man vor dem Abschlussviertel plötzlich mit 45:53 im Hintertreffen.

Kurz vor Ende der Partie versenkte Heidelbergs Team-Captain Eckhardt zwei erfolgreiche Dreier hintereinander und ließ nochmals kurz Hoffnung aufkeimen (56:63). Doch die äußerst bittere 58:69-Heimniederlage seiner Chocolate konnte auch er am Ende nicht verhindern. „Ich hoffe die Talsohle ist leistungstechnisch nun endlich erreicht und es geht von jetzt an wieder aufwärts! Nun kann auch der Letzte aufhören, auf die vorderen Plätze zu schielen, die sind in weite Ferne gerückt und vielleicht ist genau dieser Umstand der Dosenöffner für deutlich bessere Leistungen auf dem Spielfeld“, kommentierte Heidelbergs Trainer Marco Hopp die schwache Leistung und bittere Heimpleite seiner Chocolate gegen die Ulm Sabres.