Nico Rosberg zum ADAC Motorsportler des Jahres gewählt

München – Nico Rosberg ist ADAC Motorsportler des Jahres. Im vierten und letzten Wahlgang wählte am Mittwochabend in München eine Jury aus Medien- und ADAC-Vertretern den gebürtigen Wiesbadener einstimmig. Rosberg setzte sich damit gegen den dreifachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier durch.

„Nico Rosberg hat schon jetzt ein beeindruckendes Motorsportjahr hinter sich. Neun Formel-1-Siege in 18 Rennen sprechen für sich“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Nico zeigt sich in dieser Saison extrem kampfstark und kann auch in schwierigen Situation, insbesondere auch gegen seinen Teamkollegen, bestehen. Ganz gleich, ob er noch Formel-1-Weltmeister wird oder nicht, den Titel als ADAC Motorsportler des Jahres hat er verdient. Wie so viele erfolgreiche Motorsportler, hat Nico seine ersten motorsportlichen Schritte in einer der Nachwuchsserien des ADAC gemacht und die Formel BMW ADAC im Jahr 2002 gewonnen.“

„Ich fühle mich sehr geehrt, da diesen Preis schon viele bedeutende Namen des deutschen Motorsports erhalten haben“, so Nico Rosberg. „Ich durfte diese Saison schon einige Mal ganz oben auf dem Podium in der Formel 1 stehen, ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich dies größten Teils meinem Team zu verdanken habe. Denn ohne diesen Silberpfeil wären Rennsiege nicht möglich. Meinem Team gehört der Preis genauso. Vielen Dank an den ADAC für diese Ehrung, das gibt mir noch mal eine besondere Motivation für den Rest der Saison. Ich hoffe, noch den einen oder anderen Sieg einzufahren.“

Zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres wurde Maximilian Günther gewählt. Die Jury entschied sich ebenfalls im vierten und letzten Wahlgang mit 8:3 Stimmen für den 19-jährigen aus Oberstdorf und gab ihm damit den Vorzug vor Mick Schumacher. Günther belegte in seinem zweiten Jahr in der FIA Formel 3 Europameisterschaft den zweiten Platz. In den Jahren 2013 und 2014 startete er im ADAC Formel Masters, der Vorgängerserie der ADAC Formel 4, und belegte jeweils Rang zwei. „Maximilian Günther hat es mit seinem Talent und Beharrlichkeit in den ADAC Kart Meisterschaften über das ADAC Formel Masters bis zum Formel-3-Vize-Europameister geschafft. Eine starke Leistung, die zeigt, dass unsere Nachwuchsarbeit funktioniert“, so ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Wenn Maximilian weiter so konsequent arbeitet und auch die notwendige Unterstützung aus der Industrie erhält, dann kann sein Weg ganz nach oben führen.“

„Mega, einfach unglaublich, mit dieser Wahl habe ich überhaupt nicht gerechnet. Diese Auszeichnung ist für mich etwas sehr Besonderes. Vielen Dank an die Jury aber auch an den ADAC und die ADAC Stiftung Sport, die mich schon in frühen Jahren unterstützt haben“, sagt Maximilian Günther.

Die Jury zur Wahl des ADAC Motorsportler des Jahres und ADAC Junior Motorsportler des Jahres bestand aus: Bianca Garloff (Chefredakteurin Auto Bild Motorsport), Jürgen Kemmner (Stuttgarter Zeitung), Christian Nimmervoll (Chefredakteur Motorsport-Total.com), Michael Ohr (Leiter Zentralabteilung HR Sport), Marion Rott (Motorsport-Magazin.com) sowie den ADAC-Vertretern Jürgen Fabry (Referent für Automobile), Dieter Junge (Referent für Motorräder), Manfred Rückle (Referent für Motorboote) und dem Gastgeber ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Die Ehrung der ADAC Motorsportler des Jahres findet am 17. Dezember 2016 im Rahmen der ADAC SportGala in der ADAC-Zentrale in München statt. Rosberg erhält den großen Christophorus aus Nymphenburger Porzellan, Günther ein kleines Pendant.

Der ADAC Motorsportler des Jahres wird seit 1980 für herausragende Leistungen im Motorsport vergeben. Die Liste der Gewinner beginnt mit den Rallye-Weltmeistern Walter Röhrl/Christian Geistdörfer. Auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, DTM-Rekordchampion Bernd Schneider sowie der fünfmalige Motorradweltmeister Anton Mang und der Sieger der 24h von Le Mans, Nico Hülkenberg erhielten bereits die Auszeichnung. Der Titel ADAC Junior-Motorsportler des Jahres wurde erstmals 1990 verliehen.